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Telefon: Die Anschlussarten vorgestellt

Telefon AnschlussartenAnalog, ISDN, IP? Oder doch lieber einen Anlagen- oder Multiplexanschluss? Es gibt inzwischen verschiedene Arten, ein Telefon an das Leitungsnetz anzuschließen. Was für den einen Kunden gleichgültig zu sein scheint, kann für andere einen wesentlichen Unterschied ausmachen. Spätestens dann, wenn mehrere Nummern über einen Telefonanschluss geschaltet werden sollen, sollte jeder Teilnehmer die Unterschiede kennen. Denn die fünf bekanntesten Anschlussarten unterscheiden sich technisch zum Teil ganz erheblich.

Analoger Telefonanschluss

 

Der analoge Telefonanschluss ist der klassische Festnetzanschluss. Beim Kunden gibt es eine Dose an der Wand, über die analoge Endgeräte wie Telefone oder Faxe betrieben werden können.

Der veraltete Name täuscht jedoch etwas. Die Bezeichnung grenzt den typischen „normalen“ Anschluss mit einer Nummer von anderen Alternativen ab. Das Telefonnetz ist hingegen komplett digitalisiert. Um ein analoges Signal bereitzustellen, wandeln die Anbieter in der Vermittlungsstelle digitale Signale entsprechend um. Gegenüber ISDN-Anschlüssen hat die analoge Technik bei einem meistens etwas günstigeren Preis Nachteile.

ISDN (Mehrgeräteanschluss)
Ein ISDN-Anschluss ist ein digitaler Festnetzanschluss. Bei einer typischen Zweikanalleitung spricht man auch von ISDN-Basianschluss. Über diese zwei Leitungen ist es möglich, bis zu zehn Nummern zu nutzen. Der klassische ISDN-Anschluss enthält drei Nummern auf zwei Kanälen.

Die Digitalisierung des Telefonnetzes bringt viele Vorteile. Unabhängig von einer Telefonanlage stehen den Nutzern Leistungsmerkmale zur Verfügung, die den Komfort beim Telefonieren deutlich verbessern.

IP-Anschluss
Die Telekom will bis 2018 ihr komplettes digitales Netz auf IP-Telefonie umstellen. Dann werden Telefongespräche nur noch als Voice over IP (VoIP) funktionieren. Dabei werden Telefonate als Datenpaket über das Internet geschickt und bei den Gesprächspartnern in Sprache umgewandelt.

Für den Kunden ändert sich durch einen IP-Anschluss das Telefonieren nicht. Allerdings muss der Anschluss umgerüstet werden, da die Geräte zukünftig an einem Router angeschlossen werden, der mit dem Internet verbunden ist. Für die Telefonanbieter ist die IP-Telefonie ein großer Kostenvorteil, da die Wartung deutlich günstiger ist. Es ist sogar möglich, Probleme per Fernwartung und ohne Techniker vor Ort zu lösen. “Nebenbei” ist an einem IP-Anschluss die theoretische DSL-Geschwindigkeit höher als an einem herkömmlichen Festnetztelefonanschluss.

 

Anlagenanschluss
Ein Anlagen- oder Telefonanlagenanschluss bietet die Möglichkeit, mindestens zehn Telefonnummern als Rufnummernblock zu betreiben. Nach dem Schema „Vorwahl + Rufnummer + Durchwahl“ entstehen dabei Telefonnummern, die sich nur in der Durchwahl unterscheiden. Aus diesem Grund werden Anlagenanschlüsse sehr gern von Unternehmen genutzt. Diese sind oft an der “0” als letzte Ziffern der Telefonnummer zu erkennen, darunter ist dann die Zentrale erreichbar.

Ein Anlagenanschluss nutzt üblicherweise die ISDN- oder IP-Technik, um die Telefonnummern auf die Telefonanlage zu schalten. Von dort werden sie zum Endgerät weitergeleitet. Mit einer Telefonanlage sind Leistungsmerkmale möglich, die weitgehend denen von ISDN-Anschlüssen entsprechen. Der Unterschied: Diese werden in den meisten Fällen nicht von der Vermittlungsstelle, sondern von der Telefonanlage gemanagt.

Ein klassisches Beispiel ist das Makeln zwischen einem eingehenden Anruf und einem weiteren Anschluss der Telefonanlage. Dieses Makeln ist in Vorzimmern typisch, um Rückfrage zu halten, ob der gewünschte Gesprächsteilnehmer einen Anruf annehmen möchte.

Multiplexanschluss
Ein Multiplex- oder Primärmultiplexanschluss (PMX-Anschluss) ist eine Bezeichnung für einen Anlagenanschluss, der über eine ISDN-Schnittstelle realisiert wird. Anders als beim ISDN-Basisanschluss besteht ein Multiplexanschluss aus einem Steuerkanal und einem Synchronisationskanal sowie 30 eigenen Nutzerkanälen. Diese eigenen Kanäle werden als B-Kanäle bezeichnet. Mehrere B-Kanäle können zu einem H-Kanal zusammengelegt werden. Beide unterscheiden sich hauptsächlich in der möglichen Bandbreite. Insgesamt steht bei einem Primärmultiplexanschluss pro Kanal eine Datenübertragungsrate von 64 kBit/s zur Verfügung. Je mehr Kanäle zusammengelegt werden, desto größer wird diese. Das Maximum liegt bei rund 2 MBit/s.

Unternehmen nutzen einen Multiplexanschluss, um eine Telefonanlage an eine Standleitung oder an eine vergleichbare Leitung anzuschließen. Der Vorteil: Ein Primärmultiplexanschluss wächst mit dem Bedarf des Unternehmens. Denn der Basisanschluss kann ausgebaut werden, indem jeweils weitere 30 Kanäle aufgeschaltet werden.

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