telespiegel.de
RSS  |   Newsletter  |  Suchen
Newsletter

 

Info-SMS der Mobilfunkanbieter bei vergeblichem Anruf

MobilfunknetzbetreiberInzwischen ist eine Leistung zum Standard bei den größeren Mobilfunkanbietern geworden, die sehr hilfreich für den Handynutzer ist: die Info-SMS bei einem vergeblichen Anruf. Damit entgeht dem Kunden kein Anruf mehr. Denn eine kurze SMS informiert ihn darüber, wer wann versucht hat, ihn zu erreichen. Haken: Zum Teil entstehen dem Anrufer dadurch Kosten.

Das Prinzip der Info-SMS

 

Die Info-SMS ist eine Service-Leistung der Mobilfunkanbieter. Besonders vorteilhaft kann dieses Angebot für Geschäftsleute sein. Wenn beispielsweise das Handy ausgestellt ist, weil jemand im Flugzeug oder im Meeting sitzt, laufen Anrufe ins Leere. Per Info-SMS kann der Nutzer nach Wiedereinschalten des Handys sehen, wer ihn versucht hat anzurufen.

Technisch gesehen ist die Info-SMS eine erweiterte bedingte Rufumleitung. Wenn bei eingehenden Anrufen das Handy besetzt ist oder ohne aktivierte Mailbox ausgeschaltet ist, wird eine automatische SMS generiert. Diese informiert den Angerufenen über den Versuch, ihn zu erreichen. Der Service funktioniert nur im Inland.

Wichtig zu wissen: Ruft ein Teilnehmer mehrfach an, wird jedes Mal eine SMS geschickt. Das ist deshalb von Bedeutung, weil dem Anrufer die SMS je nach Anbieter in Rechnung gestellt wird. Hier entstehen ggf. versteckte Kosten, die sich zu einem ärgerlichen Kleinbetrag summieren können. Der Angerufene als Empfänger der SMS muss dagegen keine Kosten fürchten. Die Kosten entfallen, wenn der Anrufer seine Rufnummer unterdrückt.

Ausschalten der Info-SMS bei vergeblichem Anruf
Die Info-SMS ist bei allen großen Anbietern im Leistungsumfang enthalten. Während Telekom, O2 und E-Plus (über die Mailbox) das Feature als Standard geschaltet haben, ist dies bei Vodafone nur dann der Fall, wenn keine eigene Rufumleitung eingerichtet ist. Kosten für den Service entstehen dem Anrufer bei Vodafone (kostenlos im Vodafone-Netz) und O2. Der Service ist bei E-Plus und der Telekom kostenfrei.

 

Ob für die Info-SMS überhaupt Kosten entstehen dürfen, ist nach aktueller Rechtsprechung zumindest umstritten. Einzelfallurteile legen nahe, dass die Kosten beim Anrufer nicht anfallen dürfen. Allerdings stehen letztinstanzliche Entscheidungen noch aus. Wer seine Gesprächspartner daher vor den Kosten der Info-SMS schützen möchte oder den Service nicht benötigt, kann diesen ausschalten. Das ist je nach Anbieter auf verschiedenen Wegen möglich.

Bei der Telekom fallen keine Gebühren an. Der Service kann aber durch eine eigene Rufumleitung überschrieben oder über den Kundenservice entfernt werden. Bei Vodafone fallen Gebühren an, wenn der Anrufer nicht aus dem Vodafon-Netz anruft. Die Info-SMS kann im Mailboxmenü, durch eine eigene Rufumleitung oder über den Kundenservice gelöscht werden. Bei O2 muss der Kunde über den Kundenservice gehen. Hier empfiehlt sich wegen der teuren Servicenummern der Weg per E-Mail. E-Plus bietet die Möglichkeit, die Info-SMS bei vergeblichem Anruf über den Kundenservice oder durch eine eigene Rufumleitung zu entfernen. Außerdem kann der Service bei ausgeschalteter Mailbox über die Nummer 9911 an- und abgeschaltet werden.

Angaben ohne Gewähr, letzte Bearbeitung 13.07.2015

Mehr Informationen
Free SMS Anbieter im Vergleich
Prepaidkarten Vergleich
Handyvertrag Vergleich
Handy Vorwahlen
Handy gestohlen, das ist zu tunHandy Zugangsdaten
Rufnummermitnahme Mobilfunk
Ratgeber Handy - da steckt ganz viel drin



telespiegel.de Startseite | Kontakt | Ratgeber | Impressum