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Lock-SMS und Rückrufgaunerei - Ratgeber Handy

Lock-SMS und Rückrufgaunerei

 

Immer wieder erhalten Handy-Besitzer SMS mit der Aufforderung, sich bei einer angegebenen Nummer zu melden. Die Texte lauten in etwa: „Hallo, ich würde mich freuen, wenn Du Dich mal wieder meldest....“, „Ich habe mich in Dich verliebt. Wenn Du wissen willst, wer ich bin, melde Dich...“ oder „Sie haben gewonnen! Lösen Sie Ihren Gewinn ein...“. Eines haben diese SMS gemeinsam: Als Rückrufnummer ist eine teure Servicenummer angegeben. Die Versender spekulieren auf die Neugier des Menschen und darauf, dass der Kunde nicht darauf achtet, an wen er die Antwort versendet. Die an eine SMS-Kurzwahl geschickte SMS schlägt immerhin mit bis zu 3,- € zu Buche. Auch sind oftmals nicht auf den ersten Blick erkennbare Servicenummern, z.B. 0049 900xxx, als Absender angegeben. (In dem Beispiel handelt sich um eine getarnte 0900-Nummer, der einfach die Länderkennung von Deutschland vorangestellt wurde.) Misstrauisch sollte der Verbraucher nicht nur in Bezug auf 0900-Vorwahlen sein. 0137-Nummern, Nummern mit versteckten Vorwahlen und ausländische Rufnummern werden ebenfalls benutzt.
Und die Vielfalt der angewandten Tricks vergrößert sich ständig. Handy-Besitzer werden angerufen, ohne dass sie Gelegenheit haben, den Anruf entgegen zu nehmen. Der Trick des unseriösen Anbieters ist geglückt, wenn der Handy-Besitzer aus Neugier oder Pflichtbewusstsein die Rückruftaste drückt. Ist die gewählte Verbindung entstanden, hört der Verbraucher ein Tonband und ist zwar um einige Euro ärmer, dafür aber an Erfahrung reicher. Eine andere Gaunerei basiert auf Täuschung. Der Kunde ruft die angegebene Nummer zurück und hört ein Freizeichen. Doch das vermeintliche Freizeichen wird von einem Band vorgegaukelt und die kostenpflichtige Verbindung besteht bereits.
Auch angenommene Anrufe können eine Kostenfalle sein. Über eine teure Verbindung wird der Handybesitzer per R-Gespräche angerufen. Wird der Ruf entgegengenommen, übernimmt der Angerufene die Kosten der Verbindung. Mehrwertnummern werden für immer neue, listige Tricks verwendet, sodass ein gesundes Misstrauen durchaus angebracht ist.

 

Robinsonliste als möglicher Schutz vor unerwünschter Werbung
Der Handel mit Adressen und Telefonnummern ist weit verbreitet und so erreicht die Verbraucher unerwünschte Werbung nicht nur als eMail, sondern auch als Fax, SMS, telefonisch und auf dem Postweg. Diese haben eine Möglichkeit, ihre Daten zumindest aus den Datenbänken der seriösen Firmen entfernen zu lassen, die sich an dieser Maßnahme beteiligen. Durch einen kostenlosen Eintrag in den Robinsonlisten werden Post- und eMailadressen, Fax- und Handy-Nummern einer Datenbank zugeführt, die die Anbieter mit ihren Listen abgleichen können. (Die Benutzung durch die Wirtschaft ist freiwillig und inlandbeschränkt.) Dadurch werden die Adressdaten zumindest aus den Datenbänken der Anbieter entfernt, die nach Überprüfung ihrer Anfrage Einsicht in die Liste der geschützten Nummern und Adressen erhalten und diese aus ihren Datenbänken löschen können. Die Robinsonlisten können Spamming zwar nicht völlig verhindern, aber dennoch mindern. Der Eintrag in die Robinsonlisten ist für Verbraucher kostenlos. Dort können auch Spammer (Versender unerwünschter Werbung) gemeldet werden.

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