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Spam Werbemails - unerwünschte E-Mail Reklame

 

Sie sind längst ein riesiges Problem, weil sie Zeit, Geld und Vertrauen kosten. Unerwünschte Werbe-eMails empfinden viele Menschen als starke Belästigung. Der Versand unerwünschter Werbe-eMails ist in Deutschland zwar gesetzlich verboten, doch die Menge der weltweit täglich versandten Spam-eMails ist nicht unerheblich. Sie macht inzwischen etwa 80 Prozent des eMail-Verkehrs in Deutschland aus. Auch SMS und Internet-Telegramme werden für Spam benutzt. An Adresslisten zu gelangen, ist für die Spammer nicht schwierig und der millionenfache Versand einer eMail kostet wenig. Für die Nutzer und die eMail-Anbieter ist der Werbemüll jedoch zu einem grossen Problem geworden. Die Bezeichnung für die unerwünschten Werbemails lautet im Fachjargon UCE und UBE. Langläufig werden sie Spam genannt, doch dieses ist nicht die wahre Bedeutung des Wortes „SPAM“.

 

Schweinefleisch in Dosen
Spam - Werbemails
Im Jahr 1937 erfand der amerikanische Hersteller Hormel klein geschnittenes, gewürztes und in Blechdosen gepresstes Schweinefleisch mit dem Namen Spiced Ham (Gewürzter Schinken), kurz „SPAM“. Der handliche Fleischblock gewann vor allem im zweiten Weltkrieg an Bedeutung. Der US-Armee und deren Verbündeten lieferte Hormel während des Kriegs über 100 Millionen Dosen. SPAM wird inzwischen in 47 Ländern verkauft und als SPAM-Burger, in Aufläufen sowie Salaten und vielem mehr gegessen.
Dass dieses Wort im Volksmund ein Begriff für unerwünschte Werbung wurde, soll an einem Sketch von Monty Python liegen: In einem Fernseh-Sketch erscheint ein Restaurant, in dem nur SPAM-Gerichte angeboten werden. Alles enthält SPAM, die Sandwiches, die Suppe, die Eier. Eine Frau schreit „Ich mag kein SPAM". Daraufhin grölt eine Bande Wikinger „SPAM, SPAM, SPAM...".

Das Problem der Spam-eMails
Weltweit entstehen Nutzern durch Spamming Kosten, die von der Europäischen Kommission auf jährlich etwa 10 Milliarden Euro geschätzt werden. Der User muss sich über verstopfte Postfächer und dreiste Tricks der Versender ärgern, das Herunterladen der eMails kostet Internetgebühren. Den eMail-Providern entstehen durch den Datenverkehr erhebliche finanzielle Nachteile. Die Massen der Sendungen erhöhen den Bedarf an Leitungskapazität und Serverleistung. Beide können sich lediglich schützen. Selten gelingt es, gegen die Spammer strafrechtlich vorzugehen. Die Rückverfolgung der elektronischen Reklame ist schwierig, denn die Absenderadressen können leicht gefälscht werden. Eine eMail kann mit einem beliebigen Namen versehen verschickt werden und so auch seriöse Firmen oder Provider in falschen Verdacht bringen.

 

Vorsicht Falle!
In einer Umfrage sagte eine Mehrheit der befragten eMail-Nutzer aus, sie hätten sich von Spam-Mails täuschen lassen. Oft werden Spam-Mails an zufällig oder systematisch generierte Adressen gesandt. Persönliche Anreden oder Ankündigungen wie „Ein kostenloses Angebot“ locken Empfänger, zu reagieren. Oder dem User wird die „Abmeldung aus dem Newsletter-Verteiler“ angeboten, mit der er sich durch Aufruf eines Links aus dem Verteiler löschen könne. Klickt der Empfänger auf den in der eMail enthaltenen, sogenannten "Unsubscribe"-Link, bestätigt er dadurch jedoch lediglich die Gültigkeit seiner eMail-Adresse und muss wahrscheinlich mit noch mehr Spam rechnen. Doch auch das bloße Öffnen einer eMail kann dem Versender die Gültigkeit einer eMail-Adresse verraten. Vorsicht ist auch bei dem Erhalt von eMails geboten, in der ein Link zu einem Eingabeformular führt. Damit werden häufig persönliche Daten wie Kontodaten oder Passwörter erschlichen (Phishing).

Schutz vor Werbemüll
Die eMail-Anbieter versuchen, Spam schon vor Erreichen des Kundenpostfachs unschädlich zu machen. Aufgrund bestimmter Kriterien filtern sie Werbemails mit verdächtigen Inhalten (häufig beworbene Produkte, Dienstleistungen, Stichworte) oder bereits bekannter Spammer aus der Flut der elektronischen Post. Dabei wird von Seiten der Anbieter ein großer technische Aufwand betrieben. Der weltweit größte Internet-Anbieter filtert nach eigenen Angaben täglich 2,3 Milliarden unerwünschte Spam-Nachrichten. Zusätzlich kann der Benutzer eines eMailpostfachs mit Filteroptionen von Anti-Spam-Programmen erreichen, dass unerwünschte Werbe-eMails bei Erhalt direkt im Papierkorb landen.
Um sich zu schützen, sollte der User vorausschauend und mit Sicherheit im Internet surfen, also auch möglichst wenige seiner Daten preisgeben. Denn im Internet ist auch der Adressenhandel nicht selten, bei dem Firmen persönliche Daten an Dritte verkaufen. User werden besonders bei der Teilnahme an Gewinnspielen zur Vorsicht aufgerufen. Oft dienen diese Angebote lediglich der Sammlung großer Mengen von Adressen, die dann weiter gegeben oder für andere Zwecke genutzt werden. Statt die eigene eMailadresse anzugeben wird geraten, Alias-Adressen zu verwenden. Schutz vor unerwünschter Werbung soll auch durch einen Eintrag in die Robinsonliste erreicht werden können. Doch das setzt voraus, dass die Spammer diese Liste beachten. Der Verbraucherzentralen Bundesverband (vzbv) hat eine Beschwerdestelle eingerichtet, an die Werbemails weitergeleitet werden können. Dabei sollte die Spam-eMail mitsamt der Header-Zeile an beschwerdestelle@spam.vzbv.de gesendet werden.

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Letzte Bearbeitung Spam / Werbemails: 28.07.2015



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