Schon GEZahlt – Gebührenpflicht für das Handy

Schon GEZahlt - Gebührenpflicht für das Handy

Monatlich 17,03 € kostet es, Fernsehsender empfangen zu können. Wenn man mag, ist in dem Preis auch der Radioempfang enthalten. Beschränkt man sich auf das Hören von Radiosendern, sind es 5,52 € pro Monat. Die Höhe der Rundfunk- und Fernsehgebühren und dass sie gezahlt werden müssen, ist gesetzlich festgelegt. Auch, wie viel jeder Sender von dem insgesamt eingezogenen Betrag bekommt. Freilich erhalten nur die öffentlich-rechtlichen Sender ein Stück von diesem Kuchen, die privaten Rundfunk- und Fernsehsender bekommen davon nichts. Die Bundesbürger jedoch müssen zahlen, unabhängig davon, ob ihre bevorzugten Sender etwas von ihren Gebühren erhalten, oder ob sie das Empfangsgerät überhaupt nutzen. Relevant ist nämlich, ob sie eines besitzen.

Die Gebührenpflicht beschränkt sich nicht nur auch Fernsehgeräte und Radios. Auch Computer, die mit einer TV/Radiokarte ausgerüstet sind, fallen unter die Gebührenpflicht. Und eine neue Regelung sieht vor, dass ab 1. Januar 2007 sogar alle privaten Internet-tauglichen PCs als potentielles Empfangsgerät für TV und Radio gelten und daher gebührenpflichtig sind. Doch damit ist noch nicht Schluss. Nach Berichten der Berliner Zeitung stufte die GEZ ebenfalls die neue Handy-Generation, also die mit möglichem Fernsehempfang, als gebührenpflichtig ein. Der soll nämlich der Planung der Mobilfunk-Netzbetreiber entsprechend bereits zur Fussball-WM Mitte dieses Jahres in einigen deutschen Städten möglich sein. Und auch Handys, die den Download von Radio- und TV-Inhalten per UMTS ermöglichen, seien laut GEZ bereits zum jetzigen Zeitpunkt gebührenpflichtig, denn der Download über das Mobilfunknetz gelte nicht als Internet-Zugang.

Kurzum, die Gebührenpflicht erstreckt sich nicht nur mehr auf das klassische Fernsehgerät und das Radiogerät, sondern auch auf alle Geräte, mit denen der Empfang der Sender möglich ist oder zukünftig sein wird. Explizit geregelt ist die Abgabepflicht für empfangsfähige Handys noch nicht, jedoch sind derartige Geräte in den Grundlagen der Gebührenpflicht generell eingeschlossen. Den meisten privaten Verbrauchern bleibt aber ein Trost, zahlen sie bereits für ein Fernseh- und ein Radiogerät, fallen für ein sogenanntes Zweitgerät keine weiteren Gebühren an.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
„Vinted“-Falle endet vor Gericht – Versicherung muss nicht zahlen

„Vinted“-Falle endet vor Gericht

Versicherung muss nicht zahlen

Eine Verkäuferin hat durch eine raffinierte Betrugsmasche auf „Vinted“ mehr als 1 900 Euro verloren. Sie forderte Ersatz von ihrer Versicherung. Ein Gericht hat jetzt allerdings entschieden, dass die Versicherung nicht für den entstandenen Schaden aufkommen muss. […]

Internetnutzung sinkt deutlich - Warum Menschen bewusster online sind

Internetnutzung sinkt erstmals deutlich

Warum viele Menschen bewusster online sind

Weniger Smartphone, weniger Social Media, weniger Zeit im Netz: Eine aktuelle Studie zeigt einen überraschenden Trend. Immer mehr Menschen reduzieren ihre Internetnutzung bewusst – und suchen nach mehr Konzentration, Ruhe und digitaler Balance im Alltag. […]

Neue Strom-Regeln ab Juni – Nachbarn dürfen ihre Energie teilen

Neue Strom-Regeln ab Juni

Nachbarn dürfen ihre Energie teilen

Eine Gesetzesänderung macht Energy Sharing in Deutschland möglich. Haushalte, Vereine und Unternehmen dürfen selbst erzeugten Strom künftig lokal teilen. Doch trotz großer Chancen gibt es noch offene Fragen bei der Umsetzung. […]

Messenger-Betrug 2026: KI macht WhatsApp- und SMS-Betrug gefährlicher

Messenger-Betrug 2026

KI macht WhatsApp- und SMS-Betrug gefährlicher

Eine aktuelle Kaspersky-Studie zeigt: Betrüger verlagern ihre Angriffe immer stärker auf WhatsApp, Telegram und andere Messenger. Künstliche Intelligenz macht die Nachrichten dabei täuschend echt – mit teils erheblichen finanziellen Folgen für die Opfer. […]

Silent Calls

Silent Calls

Warum stumme Anrufe ein Warnsignal sein können

Das Telefon klingelt, doch am anderen Ende meldet sich niemand. Was wie ein harmloser Fehlanruf wirkt, kann Teil einer professionellen Betrugsmasche sein. Kriminelle nutzen sogenannte Silent Calls, um aktive Telefonnummern zu identifizieren und gezielt für spätere Betrugsversuche auszuwählen. […]

Kampf um Router-Freiheit – Verbraucherschützer klagen gegen Vodafone

Kampf um Router-Freiheit

Verbraucherschützer klagen gegen Vodafone

Darf Vodafone Kunden bei Glasfaseranschlüssen bestimmte Modems vorschreiben? Genau diese Frage soll nun ein Gericht klären. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sieht die gesetzlich verankerte Endgerätefreiheit in Gefahr und zieht vor das Oberlandesgericht Hamm. […]