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Neue Handytarife – Vodafone schwimmt auf der Flatrate-Welle

Neue Handytarife - Vodafone schwimmt auf der Flatrate-Welle

Die Bewegung auf dem Mobilfunkmarkt ist unübersehbar. Und sie ist nicht mehr aufzuhalten. Auch die Mobilfunknetzbetreiber geraten angesichts günstiger Handytarife der Mobilfunk-Discounter unter Druck. Schließlich kann inzwischen ohne Mindestvertragslaufzeit, ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz für rund 9 Cent pro Minute in alle deutschen Fest- und Handynetze telefoniert werden. Eine Handy-Flatrate für unbegrenzte Telefonate in das deutsche Festnetz und mit anderen Kunden des eigenen Anbieters gibt es für monatlich rund 15,- €. Zudem muss sich der Kunde keine Sorgen um geringere Sprachqualität und Netzabdeckung machen.

Die Discount-Anbieter betreiben ihre Handyverträge und Prepaidkarten in den Mobilfunknetzen der vier deutschen Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2. Es gibt also eigentlich keinen Grund mehr, einen der meist ungünstigeren Handytarife der Mobilfunknetzbetreiber zu nutzen. Kunden, die eventuell bereit sind ihr Handy an anderer Stelle günstig zu kaufen und einer der neueren Marken wie BASE, blau.de, Fonic, klarmobil, simyo und Tchibo ihr Vertrauen zu schenken, werden nämlich oft reichlich belohnt. Sie telefonieren in den gewohnten Handynetzen, aber zu günstigeren Preisen und Konditionen, sind unabhängiger und sparen dabei viel Geld. Doch es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis die Mobilfunknetzbetreiber ihre Anziehungskraft als Mobilfunkanbieter verloren haben. Und bis es so weit ist, werden sicherlich noch einige Kunden die Tarife der vier Unternehmen buchen.

Vermutlich als Reaktion auf das aktuelle Marktgeschehen ist die Tatsache zu sehen, dass der Mobilfunknetzbetreiber Vodafone sein Tarifangebot völlig neu gestaltet hat. Dabei richtete sich das Unternehmen auf einen neuen Trend aus. Flatrates sind bei den Kunden derzeit sehr beliebt. Die Freiheit, zum Pauschalpreis zu telefonieren, ohne sich Gedanken um Zeit und Minutenpreise zu machen, lockt viele. Und so gibt es bei Vodafone neben der Vodafone Prepaidkarte nur noch fünf Grundtarife mit Rechnungszahlung, die jedoch auch künftig mit einer 24 Monate langen Mindestvertragslaufzeit belegt sind.

Ein Handy ist übrigens erst einmal nicht inbegriffen. Das kann für monatlich noch einmal 10,- € dazugebucht werden. Ob die Kunden diese Idee des zweitgrößten deutschen Netzbetreibers begrüßen werden, ist jedoch fraglich. Schließlich ist das `Handy für wenige Euro´ zum Vertragsabschluss eines der wichtigsten Argumente, wegen denen viele Kunden noch einen Tarif der Netzbetreiber wählen.

Bei allen Tarifen handelt es sich um eine Flatrate. Die kleinste kostet monatlich 4,95 € und beinhaltet kostenlose Telefonate in das deutsche Fest- und Vodafone-Netz an Wochenenden (SuperFlat Wochenende). Für monatlich 14,95 € telefonieren Vodafone-Kunden unbegrenzt in das deutsche Festnetz (SuperFlat Festnetz) oder in das deutsche Vodafone-Netz (SuperFlat Mobil). Wer beides möchte, kann für monatlich 29,95 € in das deutsche Fest- und Vodafone-Netz telefonieren (SuperFlat). Und eine Flatrate in alle deutschen Telefonnetze ist für monatlich 79,95 € zu bekommen (SuperFlat Allnet). Entscheiden sich die Kunden bis zum 31. März 2009 für eine der Flatrates, zahlen sie in den ersten drei Monaten weniger Grundgebühr (gilt nicht für SuperFlat Wochenende, aber auch für einige Optionen). Außerdem wird eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 24,95 € fällig.

Die nicht in der Flatrate inbegriffenen innerdeutschen Telefonate kosten satte 29 Cent pro Minute und werden in einer 60/1-Taktung abgerechnet. Wer mag, kann sich Minutenpakete hinzubuchen, mit denen in alle deutschen Fest- und Handynetze telefoniert werden kann. Die gibt es je nach Grundtarif für zusätzlich 5,- € (60 Minuten), 10,- € (120 Minuten) oder 20,- € (240 Minuten). Mit den Minutenpaketen erreichen die Minutenpreise rechnerisch ein marktübliches Niveau, jedoch nur bei bestmöglicher Ausnutzung.

Nationale SMS werden wie bisher mit nicht mehr zeitgemäßen 19 Cent pro Stück berechnet. Aber auch hier kann mit Optionen nachgerüstet werden. Für monatlich zusätzlich 5,- € (40 SMS in alle deutschen Telefonnetze), 10,- € (40 SMS in alle deutschen Telefonnetze sowie 3000 SMS und 1500 MMS in das dt. Vodafone-Netz) oder 25,- € (3000 SMS in alle deutschen Netze, 1500 MMS in das dt. Vodafone-Netz sowie Instant Messanger Flatrate) erhalten die Kunden Messaging-Pakete zu ihrem Grundtarif.

Und auch für die Bedürfnisse derer, die gerne mobil surfen, möchte Vodafone sorgen. Zu den Grundtarifen, in denen teure 19 Cent je 10 KB zzgl. 2 Cent je Stunde für die mobile Internetnutzung fällig werden, können Kunden eine der Datenoptionen wählen. Für monatlich 5,- € gibt es eine Email-Flatrate. Eine Internet-Flatrate (inkl. Email-Flatrate) kostet monatlich 9,95 €. Für monatlich 19,95 € bekommen Kunden unbegrenztes HandyTV auf 30 Kanälen (nur mit UMTS-Handy nutzbar!) und 10 Musikdownloads (inkl. Email-Flatrate und Internet-Flatrate). Wie bei allen anderen Optionspaketen verfallen am Monatsende nicht genutzte Inhalte.

Vodafone hat mit seinem neuen Angebot also Vertragstarife geschaffen, die nach dem Baukastenprinzip zusammengestellt werden können. Der Kunde wählt seinen Grundtarif, eine Flatrate, und kann darauf Minuten-, Nachrichten- und Datenoptionen aufsetzen. Diese Tarifstruktur trifft sicherlich den Nerv der Zeit, so günstig und unabhängig wie mit vielen anderen Anbietern nutzt der Kunde sein Handy damit aber nicht, insbesondere weil sich das Unternehmen in einigen Bereichen an alte Muster hält. Ein Vergleich lohnt sich also.

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Handyvertrag – Vergleich
Prepaid Tarife Vergleich
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