Freie Browserwahl in Windows – Microsoft verteilt Auswahlfenster per Update

Freie Browserwahl in Windows - Microsoft verteilt Auswahlfenster per Update

Das Unternehmen Microsoft aus Redmond stand unter Druck. Die EU-Kommission hatte ein Wettbewerbsverfahren gegen den Softwarehersteller eingeleitet. Ihm wurde vorgeworfen, mit der Kopplung seines Browser Internet Explorer an sein weit verbreitetes Betriebssystem Windows möglicherweise den Wettbewerb zu behindern. Der langjährige Streit endete im Dezember letzten Jahres mit einer Einigung. Microsoft sicherte der EU unter anderem zu, den europäischen Windows-Nutzern mit einem einfachen Auswahlfenster die Möglichkeit zu geben, auch einen anderen Browser als den Internet Explorer zu wählen.

Microsoft arbeitet an der Umsetzung dieser Verpflichtung und wird die Software in einigen Tagen per Update auch an die Windows-Nutzer in Deutschland verteilen. Nutzer des Windows XP, Windows Vista und Windows 7, die den Internet Explorer als Standardbrowser verwenden, wird nach erfolgtem Update ein Auswahlfenster angezeigt In diesem Fenster kann der User nach einer kurzen Einführung zwischen den Browsern Internet Explorer (Microsoft), Firefox (Mozilla), Safari (Apple), Opera (Opera Software), Chrome (Google) und anderen wählen.

Über das Browser-Auswahlfenster haben die Nutzer die Möglichkeit, Informationen über die Browser zu erhalten und diese Internetzugangsprogramme zu installieren. Das Fenster kann jederzeit erneut aufgerufen werden, um einen anderen Browser auszuwählen. Dabei wird der bisherige Browser nicht deinstalliert, sondern nur deaktiviert. Der neu ausgewählte Browser wird als Standardbrowser definiert. Andere Browser können aber weiterhin parallel genutzt werden.

Ob die Implantierung des Browser-Auswahlfensters in Windows zu einer Umschichtung auf dem Browser-Markt führt, bleibt abzuwarten. Derzeit haben der Internet Explorer und Mozillas Firefox die Nase etwa gleich weit vorne. Mit großem Abstand folgen Safari, Opera und Chrome. Die Anzeige mancher Internet-Inhalte erfolgt mit diesen weniger weit verbreiteten Browsern jedoch nicht immer fehlerfrei. Das könnte sich ändern, wenn mehr Nutzer auch andere Browser verwenden. Dann würden mehr Internetseiten an diese Browser angepasst werden. In jedem Fall ist Microsofts Umsetzung der Verpflichtung eine Chance. Die Chance, dass sich mehr Nutzer bewusst für einen alternativen Browser entscheiden.

Update vom 25.09.2012

Browserwahl – EU-Kommission verhängt Strafzahlung gegen Microsoft

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