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Anzahl verschickter SMS steigt – Umsatz mit SMS-Nachrichten sinkt

Anzahl verschickter SMS steigt während Umsatz mit SMS-Nachrichten sinkt

Die SMS hat eine lange, sehr erfolgreiche Geschichte. Seit etwa dem Jahr 1994 ist der Dienst auf nahezu jedem Mobiltelefon nutzbar. Mit der weiteren Verbreitung der Handys und auch aufgrund von sinkenden Preisen erfolgte ein regelrechter SMS-Boom. Im Jahr 1998 wurden in Deutschland nach Angaben der Bundesnetzagentur eine Milliarde Kurznachrichten verschickt. Im Jahr 1999 waren es bereits 3,6 Milliarden, im Jahr 2000 dann 11,4 Milliarden. Seitdem stieg die Anzahl der in Deutschland jährlich versendeten SMS Jahr um Jahr weiterhin stetig, im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent auf 59 Milliarden. Für dieses Jahr wird mit einer weiteren Steigerung um rund sechs Prozent auf 63 Milliarden SMS gerechnet. Diese aktuellen Zahlen veröffentlichte der Branchenverband Bitkom und erklärt, es sei demnach durchaus nicht so, dass die SMS wegen der in den vergangenen Jahren populär gewordenen Messenger-Diensten wie WhatsApp aussterbe. Tatsächlich seien viele neue Anwendungen der SMS hinzu gekommen, etwa als Mobile-TAN für das Online-Banking, für den mobilen Parkscheinkauf oder für Benachrichtigungen als Kundenservice.

Jedoch sei der Umsatz der Mobilfunkanbieter in diesem Bereich gesunken. Geringe Endkundenpreise sorgen für eine geringere Gewinnspanne und viele Kunden verwenden ohnehin bereits eine SMS-Flatrate. Deshalb sinkt auch der Anteil der SMS (und MMS) am Umsatz. Der lag im Jahr 1990 noch bei 50 Prozent. Im letzten Jahr betrug er aber nur noch 35 Prozent. Der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom, Dr. Bernhard Rohleder, sagte: „Die neuen Messenger-Dienste für Smartphones kannibalisieren die klassische SMS bislang nicht, sondern sind als neue Nutzungsform hinzugekommen.„

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