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Mobiles Internet - Microsoft bietet SIM-Karte für Windows 10

14.01.2016

Mobiles Internet - Microsoft bietet SIM-Karte für Windows 10Vor Kurzem sind die Mobilfunkanbieter vorgeprescht und haben die eSIM angekündigt, da zieht Microsoft schon mit einer eigenen Lösung nach. Der Konzern bietet für Geräte mit Windows 10 zukünftig eine SIM-Karte an. Mit dieser können Nutzer das Internet weltweit über verschiedene Mobilfunkanbieter auf Knopfdruck nutzen, ohne Verträge abzuschließen. Microsoft steigt damit in einen Kampf ein, der bereits von Apple und den großen deutschen Mobilfunkanbietern geführt wird. Allerdings scheint das Unternehmen sein Vorhaben zumindest in Europa schneller umzusetzen als die Konkurrenz.

Was bringt die Microsoft-SIM-Karte den Nutzern?

 

Microsoft hat im Hintergrund ganz schon gewirbelt. Denn offenbar soll die SIM-Karte zukünftig unter anderem in allen europäischen Ländern funktionieren. Bisher existieren Verträge für 38 europäische Staaten. Die Zahl soll bis Anfang 2016 auf bis zu 50 steigen. Das bedeutet für Nutzer: Sie haben ein Gerät mit Windows 10 und Mobilfunkmodem (Tablet, Smartphone, Notebook) und können mit der App Cellular Data einen der verfügbaren Datentarife auswählen und ansteuern. Bequemer kann es kaum gehen.

Wie die Preise für die Tarife aussehen werden, ist noch unklar. Über den Zahlungsablauf ist mehr bekannt. Die Nutzer sollen über die App Cellular Data die Microsoft-SIM aktivieren und den jeweils gewählten möglichen Datentarif per Kreditkarte aus dem Microsoft-Konto heraus bezahlen. Das verspricht, eine einfache Lösung zu sein. Details und die Preise müssen jedoch abgewartet werden. Laut Ankündigung wird die Microsoft-SIM zum in Kürze erfolgenden Verkaufsstart auch in Deutschland funktionieren.

SIM 901: Technik der Microsoft-SIM
Microsoft greift für diese Lösung auf eine bestehende Technik des französischen Providers Transatel zurück. Die SIM 901 ist eine universal und global nutzbare Karte, die mobiles Internet im UMTS- und LTE-Netz erlaubt. Die Abrechnung erfolgt über Transatel. Das Unternehmen rechnet wiederum mit den regionalen Mobilfunkanbietern ab. Dieses System wird auch Microsoft nutzen. Daher stellt sich die Frage nach den Datentarifen. Mit zwei zwischengeschalteten Mittlern könnte die einfache und komfortable Technik für die Nutzer am Ende zu einem im Vergleich zu normalen Datenflatrates teuren Vergnügen werden. Das gilt umso mehr, als die großen Mobilfunkunternehmen ein Interesse daran haben, die geplante eSIM durchzusetzen.

Update 18.07.2016
Kostenloses Upgrade - Countdown für Windows 10 läuft

 

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