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Amazon - Dash Replenishment Service startet

22.01.2016

Amazon Dash ReplenishmentSmart Home galt lange Zeit als das Nonplusultra der Steuerung von Heimtechnik. Doch Amazon setzt noch einen oben drauf. Als Teil eines vernetzten Zuhauses wird DRS das Leben der Menschen nach Willen des Online-Händlers deutlich einfacher machen. Hinter der unscheinbaren Abkürzung versteckt sich eine kleine Revolution. Denn zukünftig könnten Geräte ihre benötigten Verbrauchsmaterialien automatisch bestellen. Die Zeit des Testens ist bereits vorbei. Der Dash Replenishment Service, wie DRS komplett heißt, startet derzeit in den USA. Eine Markteinführung in Europa ist in absehbarer Zeit wahrscheinlich.

Was ist DRS - Dash Replenishment Service?

 

Amazon hat länger getestet und gemeinsam mit Herstellern diese Technik entwickelt. Grundprinzip ist, dass Geräte einen Chip enthalten, der intelligent den Verbrauch von Materialien wie Druckertinte, Wasserfilter oder Tierfutter misst. Neigt sich der vorhandene Vorrat dem Ende entgegen, löst das Gerät einen Impuls aus, der über das heimische WLAN (Smart Home) zum automatischen Nachbestellen des Materials führt. Kurz: Der Kunde muss nicht mehr selbst Dinge wie Futter, Tinte oder Filter bestellen, sondern das Gerät erledigt dies. Erforderlich sind lediglich ein DRS-taugliches Gerät und ein einmaliges Freischalten der Funktion im Amazonkonto. Denn anders als bei normalen Bestellungen ist durch die Technik keine Bestätigung seitens des Kundens erforderlich.

Wer bietet Geräte für DRS - Dash Replenishment Service?
In den USA startet der Service von Amazon mit bekannten Marken. So können Käufer DSR-fähige Drucker der Marke Brother und Samsung kaufen, die selbstständig die Tinte bei Amazon nachbestellen. Tierfutternäpfe sind mit dem System ausgestattet und die Wasserfilter der Marker Brita ordern ebenfalls autonom neue Filtereinsätze nach. General Electric und Whirlpool steuern Küchengeräte bei, die Verbrauchsmaterialien automatisiert bestellen. Aber das System funktioniert auch in anderen Bereichen: Der amerikanische Anbieter des Blutzuckermessgeräts Gmate liefert über DRS neue Messstreifen für die lebenswichtige Überwachung.

Ausblick: Automatisierung des Lebens
Was Amazon bietet, ist nichts weniger als eine kleine Revolution. Die Automatisierung des Lebens treibt der Online-Händler auf die Spitze. Zukünftig können die Menschen sorgenfrei leben und müssen nicht auf Details achten. Denn läuft das System gut an, werden weltweite Händler und Hersteller bestrebt sein, Dash-Replenishment selbst umzusetzen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die Geräte bestellen und lösen so einen Kauf aus. Das bringt Umsatz - und zwar unabhängig davon, ob der Käufer die Verbrauchsmaterialien wirklich benötigt oder nicht. Zwar ist ein "niedriger Stand" ein Hinweis auf Bedarf, aber der Kunde wollte das Gerät vielleicht auch ersetzen oder ausrangieren und hat nur vergessen, den DRS zu stoppen. Der Handel bestimmt also zukünftig über den Kauf. Zumindest dann, wenn der Kunde sich beim Service einmal angemeldet hat.

Die Zukunft bleibt sehr spannend, denn bei allem Für und Wider wird Dash-Replenishment das Leben deutlich verändern. Und es wird die Beziehung zwischen Anbieter und Kunden verändern. Komfort steht Kommerz gegenüber. Zu welcher Seite DRS kippt, bleibt abzuwarten.

 

 


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