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Verschlüsselung – TLS 1.3 sorgt für sicherere Datenübertragungen

Verschlüsselung - TLS 1.3 sorgt für sicherere Datenübertragungen

Lange hat es gedauert. Aber nun ist TLS 1.3 da. Das neue Verschlüsselungsprotokoll ist deutlich sicherer und schneller als das bisherige Protokoll TLS 1.2. Speziell für Internetnutzer bedeutet dies einen spürbaren Gewinn. Der Weg war allerdings weit und wurde immer wieder von Pannen unterbrochen. Ganz vier Jahre hat es gedauert, bis die neue Spezifikation marktreif war.

Was kann TLS 1.3?

TLS ist die Abkürzung für Transport Layer Security. Dabei handelt es sich um ein Verschlüsselungsprotokoll, das beim Surfen im Internet allgegenwärtig ist. Speziell auf besonders gesicherten Webseiten fällt den Nutzern immer wieder ein grünes Schloss oder ein grüner Balken mit Unternehmensnamen in der Adresszeile ihres Browsers auf. Ein Hinweis darauf, dass die Webseite mit SSL verschlüsselt ist. SSL ist jedoch ein veralteter Ausdruck für TLS.

Weiterer Einsatzbereiche sind zum Beispiel die verschlüsselte E-Mail-Übertragung und das abgesicherte Smart Home. Nutzer profitieren von dieser Sicherheitstechnologie, indem ihre über das Internet übertragenen Daten wie Kommunikation, Passwörter oder TAN für Online-Banking nicht mitgelesen werden können. Daher ist die stetige Weiterentwicklung des Standards sehr wichtig.

So funktioniert Verschlüsselung per TLS

TLS ist erforderlich, um Daten verschlüsselt zwischen zwei Geräten zu übertragen. Vereinfacht ausgedrückt passiert im durch TLS geschützten Internet folgendes: Der Surfer steuert eine Webseite an. Bevor Daten übertragen werden, prüft sein Browser, ob die angebotene Verschlüsselung sicher und zertifiziert ist. Dabei greift dieser auf ein Dokument bei der Zertifikatsstelle zu. Ist alles okay, liefert die Zertifizierungsstelle einen Schlüssel, mit dem der Browser Daten zur Webseite übertragen und dabei ver- und entschlüsseln kann. So kann die übertragenen Inhalte im Normalfall von außen niemand mehr mitlesen. TLS ist daher der Inbegriff für Sicherheit.

TLS 1.3 mit Vorteilen

Das Protokoll TLS 1.3 geht einen Schritt weiter als die bisher gültige Versionsnummer. Denn TLS 1.3 ist deutlich sicherer. Die Verschlüsselung wurde durch neue Kryptoalgorithmen verbessert, sodass Daten noch schwerer zu knacken sind. Hinzu kommt, dass die neue Version die Verschlüsselung bereits beim Aufbau der Verbindung nutzt. Dadurch ist es kaum mehr möglich, verschlüsselte Daten abzufangen. Zusätzlich haben die Entwickler die Geschwindigkeit des Verfahrens deutlich gesteigert, sodass TLS 1.3 für einen spürbar schnelleren Aufbau von verschlüsselten Verbindungen zum Beispiel zu Webseiten sorgt. Häufig besuchte Internetadressen sollen ebenfalls schneller laden.

Schwieriger Weg zu mehr Sicherheit

Christian Heutger PSW Group
Bildquelle: PSW GROUP

Der deutsche Sicherheitsexperte Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW GROUP (siehe Bild), begrüßt die Einführung des neuen Standards: „„Mit TLS 1.3 wird die bislang sicherste Protokollversion veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine sehr harte Transportverschlüsselung.“ Er sieht darin einen echten Gewinn für die Privatsphäre von Internetnutzern.

Allerdings gab es einige Hürden auf dem Weg zu dieser Sicherheit. So verhinderte zwischenzeitlich ein Update des Betriebssystems, dass sich Chrome-Books überhaupt ins Internet einwählen konnten. Auch gab es nach Aussage von Heutger Begehrlichkeiten von Behörden, eine Schnittstelle zum Auslesen der Daten zu erhalten. Inzwischen ist der Standard jedoch verabschiedet. Aktuelle Webbrowser unterstützen dieses Protokoll bereits, sind jedoch auf TLS 1.2 voreingestellt. Daher wird es einige Monate dauern, bis die deutlich sicherere Verschlüsselung erkennbar im Internet angekommen ist.

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