Giropay – Deutsches Online-Bezahlsystem als Alternative zu Paypal

Giropay – Deutsches Online-Bezahlsystem als Alternative zu Paypal

Mit Paydirekt wollten die deutschen Banken und Sparkassen ein Online-Bezahlsystem bieten, dass den großen Wettbewerbern wie PayPal oder Apple Pay die Stirn bieten kann. Nach dem Scheitern dieses Vorhabens, wurde bereits im Jahr 2019 bekannt, dass die Banken ihre drei Verfahren Paydirekt, Giropay und Kwitt bündeln wollen, um mit den großen US-Konkurrenten mithalten zu können. Seit heute ist es nun soweit.

Was steckt hinter dem gemeinschaftlichen Bezahldienst?

Giropay ist das neue einheitliche Online-Bezahlverfahren der Bankenverbände, die in der Deutschen Kreditwirtschaft zusammengeschlossen sind. Zu dieser zählen:

  • der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
  • der Bundesverband deutscher Banken
  • der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschland
  • der Deutscher Sparkassen- und Giroverband
  • der Verband deutscher Pfandbriefbanken

Um den Kunden künftig das Shoppen im Netz zu erleichtern, wird ab heute schrittweise ein gebündeltes Bezahlangebot rund um das Girokonto angeboten. Die Kunden können dann unabhängig von ihrem Bankkonto im Internet einkaufen und bezahlen. Zunächst wird es eine Übergangsphase geben, um die Kunden behutsam an die neue Marke Giropay heranzuführen. Der erste Schritt hierbei ist, dass Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken das Handy-zu-Handy-Bezahlsystem Kwitt auf „Giropay Geld-Senden“ umstellen. Kunden, die Paydirekt nutzen, haben ab diesen Mittwoch die Möglichkeit, auch das Giropay-Bezahlverfahren auszuwählen.

Wie funktioniert der gebündelte Bezahldienst?

Will ein Nutzer im Internet shoppen, kann er hierfür nun sein vertrautes Online-Banking mit PIN und TAN verwenden. Es ist keine zusätzliche Registrierung notwendig, wodurch das Bezahlen deutlich vereinfacht wird. Die Online-Bezahlmethode kann sowohl am PC und Tablet als auch am Smartphone genutzt werden. Bei kleineren Beträgen ist sogar ein Bezahlen ohne TAN Eingabe möglich. Die persönlichen Bankdaten werden bei dem Bezahlvorgang maximal geschützt.

Giropay als Alternative zu PayPal und Co.

Neben den riesigen US-Konkurrenten wie beispielsweise PayPal, spielten die Online-Bezahlangebote der Deutschen Banken bisher kaum eine Rolle. So hatte PayPal Ende letzten Jahres 29 Millionen aktive Kunden in Deutschland – Paydirekt kam gerade einmal auf 4,1 Millionen registrierte Nutzer.

„Wir haben sicher als deutsche Kreditwirtschaft unterschätzt, wie sehr die Kunden es mögen, nur mit einem Nutzernamen und einem Passwort zu bezahlen“, gesteht Joachim Schmalzl, Mitglied im Vorstand des Deutsche Sparkassen- und Giroverbandes.

Ein wesentlicher Vorteil des gebündelten Bezahlsystems ist für Kunden, dass kein Konto bei einem zusätzlichen Dienstleister notwendig ist.

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