SMS, MMS und Messenger gehören zur mobilen Kommunikation. Während klassische SMS weiterhin über das Mobilfunknetz verschickt werden, nutzen Messenger wie WhatsApp, Signal oder Threema eine Internetverbindung. Hinzu kommt RCS, ein moderner Nachrichtenstandard, der viele Funktionen eines Messengers direkt in die Nachrichten-App des Smartphones bringt.

Doch was bedeutet SMS eigentlich? Wie lassen sich Kurznachrichten senden und empfangen? Was unterscheidet SMS, MMS und Messenger, welche Kosten entstehen und welche SMS-Dienste werden heute noch angeboten? Der telespiegel erklärt die wichtigsten Begriffe, Funktionen und technischen Unterschiede.

SMS, MMS und Messenger – die wichtigsten Unterschiede

Die Abkürzung SMS steht für Short Message Service, auf Deutsch Kurznachrichtendienst. Eine SMS ist eine kurze Textmitteilung, die über das Mobilfunknetz an eine Telefonnummer verschickt wird. Für den klassischen SMS-Versand ist keine mobile Internetverbindung erforderlich.

MMS bedeutet Multimedia Messaging Service. Der Dienst ermöglichte den Versand von Bildern, Tonaufnahmen, Videos und längeren Texten. Die klassischen MMS-Dienste der deutschen Mobilfunknetzbetreiber wurden inzwischen eingestellt. Informationen dazu bietet unser Ratgeber über MMS, Kosten und Abschaltung.

Messenger-Dienste ermöglichen den Austausch von Nachrichten, Bildern, Videos, Sprachnachrichten und Dateien über das Internet. Besonders verbreitet ist WhatsApp. Daneben gibt es verschiedene Anwendungen mit unterschiedlichen Funktionen und Datenschutzkonzepten. Unser Vergleich der WhatsApp-Alternativen stellt weitere Messenger vor.

Eine weitere Möglichkeit ist RCS (Rich Communication Services). Der Nachrichtenstandard unterstützt unter anderem Gruppenchats, Bilder und Lesebestätigungen, sofern die beteiligten Geräte und Anbieter die Funktionen unterstützen. Mehr dazu im telespiegel-Beitrag über RCS als Alternative zu klassischen SMS.

Ratgeber für SMS, MMS und mobile Nachrichten

In den folgenden Beiträgen finden Sie Informationen über SMS-Dienste, Kurzmitteilungszentralen, den Versand von Nachrichten, Messenger-Apps und die Geschichte der mobilen Kommunikation. Außerdem erklären wir typische Probleme beim SMS-Empfang, Kostenfallen und häufig verwendete Chat-Abkürzungen.

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Gratis

Free SMS – Gratis SMS ohne Anmeldung über das Internet versenden

Als gratis SMS können kostenlos Textnachrichten vom Handy und Computer aus versendet werden. Diese können als Nachrichten an Freunde und Familie geschickt werden, ohne dass dafür bezahlt werden muss.

O₂

SMS Tipps & Tricks bei O₂

Der SMS Versand und Empfang in dem O₂ Mobilfunknetz beschränkt sich nicht nur auf die gewöhnliche SMS, es stehen weitere, interessante Tricks und Funktionen zur Verfügung.

Telekom

Tipps & Tricks SMS – Telekom (T-Mobile)

Die Tipps und Tricks sind für die Nutzung im Handynetz von Telekom (T-Mobile, D1) vorgesehen. Diese können sowohl mit einem Handyvertrag als auch mit einer Prepaidkarte verwendet werden.

vodafone

Tipps & Tricks SMS – Vodafone (D2)

Es gibt einige interessante Codes und Tricks rund um den SMS Versand und Empfang in dem Vodafone (D2) Mobilfunknetz.


Was ist eine SMS und wie funktioniert sie?

Eine SMS (Short Message Service) ist eine schriftliche Kurznachricht, die über ein Mobilfunknetz übertragen wird. Ursprünglich wurde die Technik im Rahmen des GSM-Mobilfunkstandards entwickelt. Heute funktioniert der SMS-Versand auch in modernen Mobilfunknetzen.

Anders als bei WhatsApp oder anderen Internet-Messengern ist für eine klassische SMS keine mobile Datenverbindung und kein WLAN erforderlich. Voraussetzung sind ein geeigneter Mobilfunkanschluss und eine Verbindung zum Mobilfunknetz.

Eine einzelne SMS umfasst normalerweise bis zu 160 Zeichen. Werden bestimmte Sonderzeichen verwendet, kann sich die maximale Zeichenanzahl reduzieren. Längere Nachrichten werden technisch in mehrere Teile aufgeteilt und auf dem Smartphone meist wieder als zusammenhängender Text angezeigt.

Wie kann man eine SMS schreiben und versenden?

Auf Android-Smartphones und iPhones funktioniert der Versand einer klassischen Kurznachricht ähnlich:

  1. Öffnen Sie die Nachrichten-App auf Ihrem Smartphone.
  2. Wählen Sie die Funktion zum Verfassen einer neuen Nachricht.
  3. Geben Sie die Mobilfunknummer des Empfängers ein oder wählen Sie einen gespeicherten Kontakt aus.
  4. Schreiben Sie den gewünschten Nachrichtentext.
  5. Tippen Sie auf das Symbol zum Senden.

Je nach Smartphone und Einstellungen kann die Nachrichten-App statt einer SMS automatisch RCS oder auf Apple-Geräten iMessage verwenden. Welcher Dienst tatsächlich genutzt wird, lässt sich häufig am Eingabefeld oder an der Kennzeichnung der Nachricht erkennen.

Kann eine SMS nicht verschickt werden, kommen verschiedene Ursachen infrage. Dazu gehören fehlender Mobilfunkempfang, eine gestörte SIM-Karte oder eine fehlerhafte SMS-Nachrichtenzentrale. Unser Ratgeber zu den SMS-Kurzmitteilungszentralen (SMSC) erklärt die Einstellungen bei Telekom, Vodafone, o2 und 1&1.

SMS, MMS, RCS und Messenger im Vergleich

Bei mobilen Nachrichten gibt es erhebliche Unterschiede hinsichtlich Übertragung, Funktionen und Kosten. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Merkmale.

MerkmalSMSMMSRCSMessenger
BedeutungShort Message ServiceMultimedia Messaging ServiceRich Communication ServicesInternetbasierter Nachrichtendienst
ÜbertragungMobilfunknetzMobile Daten über MMS-InfrastrukturInternetverbindungInternetverbindung
TextnachrichtenJaJaJaJa
Fotos und VideosNeinJaJaJa
GruppenchatsEingeschränktHistorisch möglichJaJa
Zusätzliche AppNeinNeinMeist nicht erforderlichMeist erforderlich
KostenTarifabhängig, oft SMS-FlatrateFrüher meist je NachrichtInternet-DatenverbindungInternet-Datenverbindung, ggf. App-Gebühren
Verfügbarkeit in DeutschlandWeiterhin verfügbarBei den Netzbetreibern eingestelltAbhängig von Geräten und AnbieternAbhängig vom jeweiligen Dienst

Für einfache Textnachrichten ist die SMS weiterhin geeignet. Wer Bilder, Videos oder Sprachnachrichten verschicken möchte, verwendet heute meist RCS oder einen Messenger. Bei sensiblen Informationen sollte besonders auf eine geeignete Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geachtet werden. Diese ist bei klassischer SMS nicht vorhanden und bei RCS nicht in jeder Verbindung gewährleistet.

Welche SMS-Dienste gibt es?

SMS dienen längst nicht nur dem persönlichen Nachrichtenaustausch. Unternehmen, Mobilfunkanbieter und andere Organisationen verwenden den Kurznachrichtendienst auch für Benachrichtigungen und technische Informationen.

Private SMS und Benachrichtigungen

Mit einer normalen SMS lassen sich Textnachrichten an einzelne Kontakte verschicken. Überdies werden SMS beispielsweise für Terminbestätigungen, Versandinformationen oder Hinweise auf verpasste Anrufe genutzt.

Ein Beispiel ist die Anruf-Info-SMS. Sie kann darüber informieren, dass jemand angerufen hat, während das Mobiltelefon ausgeschaltet oder nicht erreichbar war.

Bestätigungscodes und Sicherheits-SMS

Viele Onlinedienste verschicken Einmalcodes per SMS, um eine Anmeldung oder bestimmte Aktionen zu bestätigen. Diese Codes werden häufig im Rahmen einer Zwei-Faktor-Authentifizierung eingesetzt.

SMS-Codes bieten eine zusätzliche Schutzstufe gegenüber einem Passwort allein. Allerdings können sie beispielsweise durch SIM-Swapping und eSIM-Swapping angegriffen werden. Wo möglich, sind Passkeys oder geeignete Authenticator-Apps vorzuziehen.

Premium-SMS und kostenpflichtige Kurznachrichten

Premium-SMS sind besondere Kurzmitteilungen, für die höhere Entgelte als für gewöhnliche SMS anfallen können. Solche Dienste wurden beispielsweise für Abstimmungen, digitale Inhalte oder Bezahlangebote eingesetzt. Besondere Vorsicht ist bei kostenpflichtigen Abonnements und unbekannten Kurzwahlnummern angebracht. Weitere Informationen finden sich im Ratgeber Mehrwert-SMS und Premium-SMS.

Kostenlose SMS über das Internet versenden

Früher gab es zahlreiche Internetseiten, über die sogenannte Free-SMS kostenlos an Mobilfunknummern verschickt werden konnten. Viele dieser Angebote wurden inzwischen eingestellt. Kostenlose SMS ohne Anmeldung sind deshalb deutlich schwerer zu finden.

Eine Übersicht über den aktuellen Stand bietet die telespiegel-Seite Gratis-SMS über das Internet. Dort wird auch erläutert, weshalb bei unbekannten Anbietern Vorsicht mit persönlichen Daten geboten ist.

Wer kostenlos Nachrichten verschicken möchte, kann stattdessen Messenger oder RCS verwenden. Für diese Dienste fallen normalerweise keine Gebühren pro einzelner Nachricht an. Allerdings können Kosten für die Internetverbindung oder den verwendeten Dienst entstehen.

Was ist eine MMS und kann man noch MMS verschicken?

Mit einer MMS (Multimedia Messaging Service) konnten neben Texten auch Bilder, Musik und kurze Videos verschickt werden. Die Technik wurde Anfang der 2000er-Jahre eingeführt und war lange eine Ergänzung zur klassischen SMS. Inzwischen haben die vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber den klassischen MMS-Dienst eingestellt. Vodafone beendete sein Angebot bereits im Januar 2023. Telekom, Telefónica/o2 und 1&1 folgten zum Juli 2026.

Wer heute ein Foto über die Nachrichten-App verschickt, verwendet daher häufig RCS oder auf geeigneten Apple-Geräten iMessage. Auch Messenger wie WhatsApp, Signal oder Threema ermöglichen den Versand von Bildern und Videos.

Ausführliche Informationen zum ehemaligen Dienst, zu den früheren Gebühren und zur Frage, ob sich alte MMS noch abrufen lassen, enthält unser Ratgeber MMS – Bedeutung, Kosten, Versand und Abschaltung.

SMS und Messenger: Sicherheit und Datenschutz

Nicht jede empfangene Kurznachricht stammt tatsächlich von dem angezeigten Absender. Kriminelle nutzen gefälschte SMS beispielsweise für Phishing, betrügerische Paketbenachrichtigungen oder die Aufforderung zum Rückruf teurer Telefonnummern.

Auch Links in Messenger-Nachrichten können auf betrügerische Webseiten führen. Deshalb sollten unbekannte Internetadressen und unerwartete Aufforderungen zur Eingabe persönlicher Daten kritisch geprüft werden.

Eine bekannte Betrugsmasche sind Lock-SMS und Ping-Anrufe. Dabei sollen Empfänger zum Rückruf einer kostenpflichtigen Nummer verleitet werden.

Bei der Auswahl eines Messengers spielen außerdem Verschlüsselung, Datenschutz, Benutzerfreundlichkeit und die Verbreitung im eigenen Bekanntenkreis eine Rolle. Der telespiegel stellt verschiedene Alternativen zu WhatsApp vor.

Die Geschichte der SMS: von 1992 bis heute

Die SMS gehört zu den bedeutenden Entwicklungen der Mobilfunkgeschichte. Ihre technischen Grundlagen entstanden bereits in den 1980er-Jahren bei der Entwicklung des GSM-Standards.

Die erste SMS der Welt

Erste SMS der Welt
Die allererste SMS
© Vodafone

Am 3. Dezember 1992 verschickte der britische Ingenieur Neil Papworth die erste SMS. Sie wurde von einem Computer an ein Mobiltelefon im Vodafone-Netz gesendet und enthielt die Weihnachtsbotschaft „Merry Christmas“.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die SMS zu einer der meistgenutzten Kommunikationsmöglichkeiten auf Mobiltelefonen. Besonders in den 1990er- und 2000er-Jahren waren SMS aus dem Alltag kaum wegzudenken.

Warum eine SMS ursprünglich 160 Zeichen hatte

Der GSM-Standard sah für eine klassische Textnachricht eine Länge von bis zu 160 Zeichen vor, sofern die verwendeten Zeichen im entsprechenden Zeichensatz dargestellt werden konnten. Diese Begrenzung prägte die Kommunikation über viele Jahre.
Weil jede Nachricht einzeln berechnet werden konnte, entwickelten sich zahlreiche Abkürzungen. Statt längerer Formulierungen wurden beispielsweise „HDL“ für „Hab dich lieb“ oder „LG“ für „Liebe Grüße“ verwendet.

Viele dieser Ausdrücke haben sich bis heute gehalten. Eine umfangreiche Sammlung bietet unser Lexikon der SMS-Abkürzungen und Chat-Kürzel.

Vom SMS-Boom zum mobilen Messenger

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland nach damaligen Angaben des Branchenverbandes BITKOM mehr als 41 Milliarden SMS verschickt. Die Zahl verdeutlicht die frühere Bedeutung der Kurznachricht.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und mobilen Internetzugängen gewannen Messenger immer mehr Nutzer. Sie ermöglichten längere Unterhaltungen, den Versand von Medien und die Kommunikation in Gruppen, ohne jede Nachricht einzeln abrechnen zu müssen.

Die SMS ist dennoch nicht verschwunden. Sie wird weiterhin für einfache Textmitteilungen, Benachrichtigungen und Bestätigungscodes genutzt. Zugleich entwickelt sich mit RCS eine modernere Form des Nachrichtenaustauschs über die vorhandenen Nachrichten-Apps.

Häufige Fragen zu SMS, MMS und Messenger-Diensten

Was bedeutet SMS auf Deutsch?

SMS ist die Abkürzung für Short Message Service. Die deutsche Bezeichnung lautet Kurznachrichtendienst. Gemeint ist ein Dienst zum Versenden und Empfangen kurzer Textnachrichten über das Mobilfunknetz.

Was ist der Unterschied zwischen SMS und MMS?

Eine SMS überträgt Textnachrichten. Mit einer MMS konnten zusätzlich Bilder, Videos und Tonaufnahmen verschickt werden. Klassische MMS-Dienste sind bei den deutschen Mobilfunknetzbetreibern inzwischen eingestellt, SMS funktionieren weiterhin.

Wie verschickt man eine SMS?

Öffnen Sie die Nachrichten-App Ihres Smartphones, wählen Sie einen Kontakt oder geben Sie eine Telefonnummer ein, schreiben Sie den Text und tippen Sie auf Senden. Je nach Gerät und Einstellungen kann stattdessen RCS oder iMessage genutzt werden.

Kann ich eine SMS ohne Internet versenden?

Ja. Klassische SMS benötigen keine mobile Internetverbindung. Das Handy muss allerdings mit einem geeigneten Mobilfunknetz verbunden sein.

Wie viel kostet eine SMS?

Der Preis hängt vom Mobilfunktarif ab. Viele Verträge und Prepaid-Angebote enthalten eine SMS-Flatrate. Ohne Flatrate wird eine Nachricht meist einzeln berechnet. Bei längeren Texten können mehrere SMS anfallen. Für Sonderrufnummern und internationale Nachrichten gelten gegebenenfalls abweichende Preise.

Kann man kostenlos SMS versenden?

Mit einer SMS-Flatrate entstehen innerhalb der vertraglichen Bedingungen keine zusätzlichen Kosten pro Nachricht. Kostenlose Internetdienste zum Versand echter SMS sind dagegen selten geworden. Messenger und RCS ermöglichen häufig einen Nachrichtenaustausch ohne Einzelabrechnung, benötigen aber eine Internetverbindung.

Kann ich noch eine MMS senden?

Über die klassischen MMS-Dienste der deutschen Mobilfunknetzbetreiber ist das seit Juli 2026 nicht mehr möglich. Für Bilder und Videos können stattdessen RCS, iMessage oder andere Messenger-Dienste verwendet werden.

Was ist eine SMS-Nachrichtenzentrale?

Die SMS-Nachrichtenzentrale, auch SMSC genannt, nimmt ausgehende Kurznachrichten entgegen und leitet sie an den Empfänger weiter. Ist die SMSC-Nummer falsch eingestellt, kann der SMS-Versand scheitern. Normalerweise wird die Einstellung automatisch durch den Mobilfunkanbieter vorgenommen.

Was ist der Unterschied zwischen SMS und Messenger?

Eine SMS wird über den Mobilfunkdienst verschickt und benötigt keine Internetverbindung. Messenger übertragen Nachrichten über das Internet und bieten zusätzliche Funktionen wie Bilder, Gruppenchats, Sprachnachrichten und häufig Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Was bedeutet RCS bei SMS?

RCS steht für Rich Communication Services. Es handelt sich um einen modernen Nachrichtenstandard mit Funktionen wie dem Versand von Bildern, Gruppenchats und Lesebestätigungen. RCS verwendet eine Internetverbindung und kann in geeigneten Nachrichten-Apps genutzt werden.