
Prepaid-Tarife ermöglichen Telefonieren, SMS und mobiles Internet ohne lange Vertragsbindung. Anders als bei klassischen Handyverträgen erfolgt die Abrechnung grundsätzlich über ein zuvor aufgeladenes Guthaben. Viele Angebote enthalten inzwischen eine Allnet-Flatrate, mehrere Gigabyte Datenvolumen und teilweise Zugang zum 5G-Netz.
Doch welche Prepaid-Karte ist günstig und welcher Tarif passt zum persönlichen Nutzungsverhalten? Ein Vergleich lohnt sich, denn die Angebote unterscheiden sich bei Preis, Datenvolumen, Laufzeit, Netzqualität und Zusatzleistungen. Neben klassischen Guthabenkarten stehen zahlreiche Prepaid-Pakete zur Auswahl.
Prepaid-Tarife vergleichen und günstige Angebote finden
Mit dem Prepaid-Tarifvergleich lassen sich verschiedene Mobilfunkangebote gegenüberstellen. Entscheidend ist nicht allein der Paketpreis, sondern auch, welche Leistungen dafür enthalten sind.
Besonders wichtig sind das verfügbare Datenvolumen, die Telefon- und SMS-Konditionen, die maximale Internetgeschwindigkeit und die Dauer des Abrechnungszeitraums. Auch einmalige Kosten für das Starterpaket und mögliche Zusatzoptionen sollten berücksichtigt werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Was ist ein Prepaid-Tarif und wie funktioniert er?
Der Begriff „Prepaid“ bedeutet Vorauszahlung. Bei einer Prepaid-SIM-Karte wird zunächst ein Guthaben aufgeladen, aus dem der Anbieter anschließend die Kosten für Telefonate, SMS, Internetnutzung oder gebuchte Tarifpakete abbucht.
Dabei gibt es zwei grundlegende Tarifmodelle:
- Prepaid-Basistarif: Telefonate, SMS und gegebenenfalls mobile Daten werden nach tatsächlicher Nutzung berechnet. Solche Angebote können für Personen interessant sein, die ihr Handy nur selten verwenden oder hauptsächlich erreichbar sein möchten.
- Prepaid-Paket mit Flatrate: Für einen festen Betrag stehen innerhalb eines bestimmten Zeitraums definierte Leistungen bereit. Dazu gehören häufig unbegrenzte Telefonate in deutsche Netze, eine SMS-Flatrate und ein festgelegtes Datenvolumen.
Viele Pakete verlängern sich automatisch, sofern ausreichend Guthaben vorhanden ist. Fehlt das erforderliche Guthaben, wird das Paket je nach Anbieter nicht erneuert oder vorübergehend ausgesetzt. Welche Leistungen anschließend verfügbar sind und welche Preise gelten, hängt vom jeweiligen Tarif ab.
Günstige Prepaid-Tarife: Worauf kommt es beim Vergleich an?
Datenvolumen und Internetgeschwindigkeit
Das Datenvolumen gehört zu den wichtigsten Entscheidungskriterien. Für gelegentliche Messenger-Nachrichten und E-Mails genügt häufig ein kleineres Datenpaket. Wer dagegen regelmäßig Videos streamt, Musik hört, navigiert oder das Smartphone als mobilen Internetzugang verwendet, benötigt deutlich mehr Datenvolumen.
Neben der enthaltenen Datenmenge sollte die maximale Übertragungsgeschwindigkeit geprüft werden. Viele Prepaid-Tarife nutzen LTE, zahlreiche Angebote ermöglichen inzwischen auch 5G. Allerdings bedeutet 5G-Unterstützung nicht automatisch, dass die höchstmögliche Geschwindigkeit des Mobilfunknetzes verfügbar ist.
Nach Verbrauch des enthaltenen Datenvolumens wird die Geschwindigkeit bei vielen Tarifen reduziert. Andere Angebote ermöglichen zusätzliche Datenpakete oder stellen weitere Daten zu gesonderten Bedingungen bereit.
Mobilfunknetz und Netzabdeckung
Ein günstiger Prepaid-Tarif ist wenig hilfreich, wenn das Mobilfunknetz am Wohnort oder Arbeitsplatz schlecht ausgebaut ist. In Deutschland betreiben Telekom, Vodafone, Telefónica (O2) und 1&1 eigene Mobilfunknetze. Zahlreiche weitere Mobilfunkanbieter nutzen die Infrastruktur dieser Unternehmen. Welche Netze für die einzelnen Prepaid-Angebote verfügbar sind, hängt vom Anbieter ab. Deshalb sollte vor der Tarifentscheidung überprüft werden, welches Netz verwendet wird und wie gut die Versorgung an den regelmäßig genutzten Standorten ist. Der telespiegel bietet dazu einen eigenen Ratgeber, mit dem sich die Mobilfunk-Netzabdeckung prüfen lässt.
Vier Wochen oder ein Monat – wichtiger Preisunterschied
Viele Prepaid-Pakete haben einen Abrechnungszeitraum von 28 Tagen. Das klingt zunächst wie eine monatliche Abrechnung, ist aber nicht dasselbe. Bei einem Tarif mit vierwöchiger Laufzeit fallen innerhalb eines Jahres regelmäßig 13 Paketpreise an. Bei einer echten monatlichen Abrechnung sind es dagegen zwölf. Ein Prepaid-Paket für 10 Euro alle vier Wochen kostet damit bei durchgehender Nutzung rund 130 Euro jährlich. Bei 10 Euro pro Kalendermonat wären es 120 Euro. Für einen aussagekräftigen Preisvergleich sollten deshalb nicht nur die einzelnen Paketpreise, sondern auch die Kosten für ein ganzes Jahr berücksichtigt werden.
Startpaket, Guthaben und Zusatzkosten
Neben dem regelmäßigen Paketpreis können einmalige Kosten für die Prepaid-SIM-Karte entstehen. Manche Anbieter gewähren dafür ein Startguthaben oder bieten zeitlich begrenzte Aktionen an. Wichtig ist, ob das Startguthaben für alle Leistungen verwendet werden kann und ob es Einschränkungen bei der Nutzung gibt. Zusätzliche Kosten können beispielsweise bei Sonderrufnummern, Auslandsverbindungen, kostenpflichtigen Zusatzpaketen oder Leistungen außerhalb der enthaltenen Flatrates entstehen.
Prepaid-SIM-Karte oder eSIM?
Prepaid-Tarife sind je nach Anbieter sowohl mit einer klassischen SIM-Karte als auch mit einer eSIM erhältlich. Eine eSIM wird digital auf einem kompatiblen Smartphone eingerichtet, sodass keine physische Karte eingesetzt werden muss. Vor der Bestellung sollte geprüft werden, ob der gewünschte Anbieter die eSIM bereits bei der Aktivierung oder erst nach einem Kartenwechsel bereitstellt. Auch die Möglichkeiten zur Übertragung auf ein neues Smartphone unterscheiden sich.
Prepaid oder Handyvertrag – was ist günstiger?
Prepaid-Angebote und klassische Mobilfunkverträge haben unterschiedliche Vorteile.
Eine Prepaid-Karte eignet sich insbesondere für alle, die ihre Ausgaben begrenzen und flexibel bleiben möchten. Bei vielen Angeboten gibt es keine feste Mindestvertragslaufzeit und keinen langfristig zu zahlenden Grundpreis. Allerdings können gebuchte Tarifpakete regelmäßig Guthaben verbrauchen.
Ein klassischer Handyvertrag im Vergleich kann dagegen interessant sein, wenn dauerhaft viel Datenvolumen benötigt wird oder besondere Leistungen im Vordergrund stehen. Auch monatlich kündbare Verträge ohne Prepaid-Abrechnung sind erhältlich.
Entscheidend sind die Gesamtkosten und die enthaltenen Leistungen. Prepaid ist deshalb nicht grundsätzlich günstiger als ein Vertrag mit monatlicher Rechnung.
Für wen lohnt sich eine Prepaid-Karte?
- Wenignutzer: Wer selten telefoniert oder das mobile Internet kaum verwendet, kann mit einem Basistarif ohne regelmäßigen Paketpreis auskommen. Dabei sollten die Bedingungen zur Aktivhaltung der SIM-Karte beachtet werden.
- Kinder und Jugendliche: Prepaid bietet eine echte Möglichkeit, die Mobilfunkausgaben zu begrenzen. Bei einer automatischen Aufladung oder kostenpflichtigen Zusatzdiensten kann diese Kostenkontrolle allerdings eingeschränkt sein.
- Smartphone-Nutzer mit regelmäßigem Datenbedarf: Prepaid-Pakete mit Allnet-Flatrate und Internetvolumen sind eine Alternative zu klassischen Mobilfunkverträgen. Die benötigte Datenmenge und der Abrechnungszeitraum bestimmen maßgeblich, wie wirtschaftlich ein Angebot ist.
- Nutzer mit wechselndem Bedarf: Wer sein Smartphone zeitweise stärker verwendet, kann von flexibel buchbaren oder wechselbaren Tarifoptionen profitieren. Ob ein Wechsel während eines laufenden Pakets möglich ist, regeln die Tarifbedingungen.
Echtes Prepaid und Quasi-Prepaid – wo liegt der Unterschied?
Bei echtem Prepaid werden die wesentlichen Nutzungsentgelte vorab über Guthaben bezahlt. Ist kein ausreichendes Guthaben vorhanden, können kostenpflichtige Leistungen gewöhnlich nicht mehr in Anspruch genommen werden.
Daneben gibt es Tarifmodelle, bei denen Entgelte zeitverzögert verbucht oder einzelne Leistungen nachträglich abgerechnet werden. Solche Angebote werden teilweise als Quasi-Prepaid bezeichnet.
Eine absolute Sicherheit vor jeder nachträglichen Forderung lässt sich aus der Bezeichnung Prepaid allein nicht ableiten. Entscheidend sind die konkreten Vertragsbedingungen, insbesondere bei Sonderdiensten, Roaming und automatischen Aufladungen.
Für eine möglichst zuverlässige Kostenkontrolle empfiehlt sich ein echter Guthabentarif ohne automatische Nachladung.
Häufige Fragen zu Prepaid-Tarifen
Welche Prepaid-Karte ist die beste?
Eine pauschal beste Prepaid-Karte gibt es nicht. Für Wenignutzer kann ein Basistarif ohne laufenden Paketpreis sinnvoll sein. Wer regelmäßig mobil surft, benötigt eher einen Tarif mit Datenvolumen und Flatrate. Auch die Netzabdeckung entscheidet darüber, ob ein Angebot geeignet ist.
Gibt es Prepaid-Tarife ohne monatliche Kosten?
Ja. Einige Basistarife verzichten auf einen regelmäßigen Paketpreis. Kosten entstehen dann beispielsweise für Telefonate, SMS oder mobile Daten. Bei längerer Nichtnutzung kann der Anbieter allerdings eine Aufladung verlangen oder die Karte nach Maßgabe der Vertragsbedingungen deaktivieren.
Ist eine Prepaid-SIM-Karte ohne Vertrag erhältlich?
Auch bei Prepaid kommt rechtlich ein Mobilfunkvertrag zustande. Anders als bei vielen klassischen Laufzeitverträgen besteht jedoch gewöhnlich keine lange Mindestvertragslaufzeit. Eine Prepaid-Karte ist somit nicht vertragsfrei, sondern bietet ein anderes Abrechnungsmodell.
Kann eine Prepaid-Karte ohne Schufa-Abfrage gekauft werden?
Bei vielen echten Prepaid-Tarifen ist keine klassische Bonitätsprüfung für eine nachträgliche Abrechnung erforderlich. Das bedeutet aber nicht, dass die Karte anonym genutzt werden kann. Vor der Aktivierung einer deutschen Prepaid-SIM-Karte ist eine Identitätsprüfung vorgeschrieben.
Was passiert, wenn das Prepaid-Guthaben aufgebraucht ist?
Bei echtem Prepaid können kostenpflichtige Leistungen normalerweise nicht mehr genutzt werden, wenn das notwendige Guthaben fehlt. Eingehende Anrufe sind häufig weiterhin möglich, solange die SIM-Karte aktiv bleibt. Die Einzelheiten hängen vom Anbieter und den Tarifbedingungen ab.
Das Guthaben lässt sich bei vielen Anbietern über eine App, einen Aufladecode oder im Kundenbereich abfragen. Weitere Hinweise bietet die Übersicht zur Prepaid-Guthabenabfrage per Netzcode.
Kann die bisherige Telefonnummer bei einem Prepaid-Wechsel behalten werden?
Ja. Eine Rufnummernmitnahme ist auch beim Wechsel zu einem Prepaid-Anbieter grundsätzlich möglich und für Verbraucher kostenlos. Wichtig ist, dass die erforderlichen Kundendaten übereinstimmen und die Portierung rechtzeitig beauftragt wird.
Die Einzelheiten erklärt der Ratgeber zur Rufnummernmitnahme beim Anbieterwechsel.
Können Prepaid-Tarife im EU-Ausland genutzt werden?
Prepaid-Karten unterliegen grundsätzlich ebenfalls den europäischen Roaming-Regelungen. Die Nutzung in anderen EU-Staaten erfolgt bei vorübergehenden Reisen normalerweise zu den Konditionen des heimischen Tarifs. Einschränkungen können insbesondere bei der verfügbaren Datenmenge gelten.
Außerhalb der EU können dagegen erhebliche Zusatzkosten entstehen. Ausführliche Informationen enthält der Ratgeber zum Handy im Ausland und die Roaming-Kosten.
Was passiert mit nicht verbrauchtem Prepaid-Guthaben?
Vorhandenes, regulär eingezahltes Prepaid-Guthaben verfällt bei einer Kündigung nicht einfach. Nach Vertragsende besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Auszahlung des Restguthabens. Für Bonusguthaben können andere Bedingungen gelten.
Fazit: Prepaid-Tarife vergleichen statt nur auf den Preis achten
Prepaid-Tarife sind längst nicht mehr nur für gelegentliche Telefonate geeignet. Allnet-Flatrate, mobiles Internet, 5G und flexible Tarifpakete machen Guthabenkarten zu einer Alternative zu klassischen Handyverträgen.
Beim Vergleich sollten vor allem die Kosten pro Abrechnungszeitraum, das verfügbare Datenvolumen, die Netzqualität und die Bedingungen zur Guthabenaufladung berücksichtigt werden. Erst das Zusammenspiel dieser Merkmale zeigt, welcher Prepaid-Tarif tatsächlich günstig ist.
Weiterlesen: Geschichte der Prepaid-Karte in Deutschland