Mobilfunk-Geschichte: Vom ersten Handy bis zum Smartphone

Mobilfunk-Geschichte, Porty – Handyvorläufer
Porty – der Handyvorläufer

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Die Geschichte des Mobilfunks reicht weit vor die Erfindung des Handys zurück. Was mit drahtlosen Funkverbindungen und schweren Autotelefonen begann, entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer Technik, die heute Milliarden Menschen nutzen. Dabei veränderten nicht nur kleinere Mobiltelefone den Alltag. Vor allem neue Mobilfunknetze machten aus einem teuren Luxusprodukt ein Kommunikationsmittel für jedermann.

Die Anfänge des Mobilfunks: Von der Funktelegrafie zum Funktelefon

Die technischen Grundlagen des Mobilfunks entstanden im 19. Jahrhundert. Damals wurde die Nachrichtenübertragung über große Entfernungen durch die elektrische Telegrafie revolutioniert. Zunächst waren dafür noch Leitungen notwendig. Einen entscheidenden Fortschritt brachte die Erforschung elektromagnetischer Wellen. Heinrich Hertz gelang 1887 und 1888 deren experimenteller Nachweis. Wissenschaftler und Erfinder wie Guglielmo Marconi und Ferdinand Braun entwickelten darauf aufbauend Verfahren zur drahtlosen Übermittlung von Nachrichten.

Mit der Funktelegrafie konnten erstmals Informationen ohne durchgehende Kabelverbindung übertragen werden. Besonders für die Schifffahrt war dies ein großer Fortschritt.

Die Übertragung gesprochener Sprache per Funk entwickelte sich erst später. Sie bildete die Grundlage der ersten Funktelefone und damit des heutigen Mobilfunks.

Mehr über diese frühen Technologien erklärt der Telespiegel im Beitrag Morsen, Telegrafie und Funk – die Geschichte der drahtlosen Kommunikation.

Parallel dazu entwickelte sich die kabelgebundene Telefonie. Ihre Erfindung und Verbreitung wird ausführlich in der eigenständigen Geschichte der Telefonie beschrieben.

Die ersten Mobiltelefone: Telefonieren unterwegs

Lange bevor es handliche Mobiltelefone gab, konnte bereits unterwegs telefoniert werden. Allerdings benötigten die ersten Funktelefone umfangreiche Technik, große Antennen und leistungsfähige Stromquellen. Deshalb wurden die Geräte zunächst überwiegend in Fahrzeugen eingebaut. Zu den frühen Anwendern gehörten Behörden, Unternehmen, Polizei und Verkehrsbetriebe.

In Deutschland entstanden bereits in den 1950er-Jahren regionale Funktelefonnetze. Ein bekanntes frühes Beispiel war ein Funktelefon, das 1952 in einem Bremer Taxi installiert wurde.

Die Geräte waren weder besonders handlich noch erschwinglich. Zudem war die Zahl der verfügbaren Funkkanäle begrenzt. Mobiltelefonie blieb damit zunächst einer kleinen Nutzergruppe vorbehalten.

Mobilfunk-Geschichte in Deutschland: A-Netz, B-Netz und C-Netz

Der öffentliche Mobilfunk in Deutschland begann mit analogen Funktelefonnetzen. Diese werden rückblickend der ersten Mobilfunkgeneration, also 1G, zugeordnet.

1958: Das A-Netz macht mobiles Telefonieren möglich

Mit dem A-Netz ging 1958 das erste öffentliche, überregionale Mobilfunknetz der Bundesrepublik Deutschland in Betrieb. Die Gesprächsverbindungen wurden noch durch Vermittlungspersonal hergestellt. Wer unterwegs telefonieren wollte, musste zunächst eine Vermittlungsstelle erreichen. Auch das Beenden einer Verbindung erforderte einen Eingriff der Vermittlung.

Wegen der hohen Geräte- und Gesprächskosten blieb das A-Netz vor allem Geschäftsleuten und Behörden vorbehalten.

1972: Das B-Netz ermöglicht die automatische Gesprächsvermittlung

1972 begann die Einführung des B-Netzes. Ein entscheidender Fortschritt bestand darin, dass Teilnehmer nun selbst Rufnummern wählen konnten. Allerdings musste der Anrufer wissen, in welchem Funkbereich sich der gewünschte Teilnehmer befand. Bei einem Wechsel zwischen Funkbereichen konnte eine Verbindung abbrechen.

Das B-Netz machte die Mobiltelefonie komfortabler, war aber weiterhin weit vom heutigen Handyalltag entfernt.

1985: Das C-Netz wird zum Wegbereiter des modernen Mobilfunks

Das C-Netz nahm 1985 seinen regulären Betrieb auf. Es war das letzte analoge Mobilfunknetz in Deutschland und brachte deutliche Verbesserungen. Teilnehmer waren bundesweit unter einer einheitlichen Rufnummer erreichbar. Zudem konnten laufende Gespräche beim Wechsel zwischen Funkzellen automatisch weitergegeben werden.

Neben fest eingebauten Autotelefonen wurden zunehmend transportable Geräte angeboten. Zu den bekannten Modellen gehörte der sogenannte Porty.

Trotz der Fortschritte blieben Mobiltelefone schwer und teuer. Erst die digitalen Mobilfunknetze machten das Handy später zum Massenprodukt.

Die technischen Eigenschaften und die Entwicklung der einzelnen Netze behandelt der Telespiegel ausführlich im Ratgeber Mobilfunknetze in Deutschland – vom A-Netz bis 5G.

Wer hat das Handy erfunden? Martin Cooper und das erste Mobiltelefon

Als einer der wichtigsten Erfinder des modernen Handys gilt der amerikanische Ingenieur Martin Cooper, der bei Motorola an tragbaren Mobiltelefonen arbeitete. Am 3. April 1973 demonstrierte Cooper in New York ein tragbares Mobiltelefon und führte damit ein öffentliches Gespräch über eine zellulare Funkverbindung. Der Anruf gilt als Meilenstein der Handy-Geschichte. Anders als bisherige Autotelefone konnte das Gerät unabhängig von einem Fahrzeug verwendet werden.

Das damalige Mobiltelefon war allerdings noch ein experimenteller Prototyp. Es wog rund ein Kilogramm und war mit heutigen Smartphones kaum vergleichbar.

Cooper war nicht der alleinige Erfinder des Mobilfunks. Die Entwicklung basierte auf jahrzehntelanger Forschung zu Funktechnik, Telefonnetzen und zellularen Mobilfunksystemen.

1983: Das Motorola DynaTAC 8000X – das erste kommerzielle Handy

Zehn Jahre nach Coopers öffentlicher Demonstration erhielt das Motorola DynaTAC 8000X im September 1983 die behördliche Zulassung in den USA. Ab 1984 war es für Verbraucher erhältlich. Das Mobiltelefon wog rund 800 Gramm und kostete ungefähr 4.000 US-Dollar. Die Gesprächszeit betrug etwa eine halbe Stunde, bevor der Akku wieder aufgeladen werden musste. Mit seiner auffälligen Antenne und dem kantigen Gehäuse war das Gerät noch weit von heutigen Handys entfernt. Dennoch markierte es den Beginn des kommerziellen Marktes für tragbare Mobiltelefone.

Das DynaTAC 8000X gilt deshalb als erstes kommerziell angebotenes, in der Hand gehaltenes Mobiltelefon für ein zellulares Mobilfunknetz.

Seit wann gibt es Handys in Deutschland?

Mobiltelefone gab es in Deutschland schon lange vor dem digitalen Mobilfunk. Die frühen Modelle wurden hauptsächlich als Autotelefone oder transportable Funkgeräte eingesetzt.

Handys im heutigen Sinne verbreiteten sich jedoch erst ab Anfang der 1990er-Jahre.

1992 starteten die beiden digitalen D-Netze. Die Deutsche Telekom betrieb das D1-Netz, während Mannesmann Mobilfunk das D2-Netz aufbaute. Mit der Einführung des GSM-Standards begann eine neue Phase der Mobilfunk-Geschichte. Die Geräte wurden kleiner, die Sprachübertragung digital und der Mobilfunk zunehmend für Privatkunden interessant.

Ein bekanntes frühes GSM-Mobiltelefon war das Motorola International 3200. Wegen seiner Form wurde es umgangssprachlich auch als „Knochen“ bezeichnet.

1994 kam mit E-Plus ein weiterer Netzbetreiber hinzu. 1998 startete Viag Interkom, aus dem später O₂ hervorging.

Sinkende Preise, neue Anbieter und kleinere Geräte sorgten dafür, dass Handys Ende der 1990er-Jahre immer häufiger zum Alltag gehörten.

Die Entwicklung des Handys: Vom Telefon zum mobilen Computer

Die ersten Handys konnten im Wesentlichen nur telefonieren. Im Laufe der Jahre kamen zahlreiche Funktionen hinzu, die heute selbstverständlich erscheinen.

1990er-Jahre: SMS, Telefonbuch und kleinere Geräte

Die Einführung digitaler Mobilfunknetze ermöglichte nicht nur bessere Gesprächsqualität, sondern auch neue Kommunikationsdienste.

Besonders wichtig wurde die SMS. Die erste SMS wurde 1992 verschickt. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Kurznachrichtendienst zu einer der beliebtesten Handyfunktionen.

Auch elektronische Telefonbücher, Wecker, Spiele und kompaktere Displays hielten Einzug in die Mobiltelefone.

Eine weitere wichtige Entwicklung waren Guthabenkarten. Mit ihnen konnten Kunden telefonieren, ohne einen klassischen Laufzeitvertrag abzuschließen.

Die Geschichte der Prepaid-Karte zeigt, wie der Mobilfunk dadurch auch für preisbewusste Nutzer attraktiv wurde.

Wann gab es das erste Smartphone?

Die Geschichte des Smartphones begann deutlich vor dem iPhone. Bereits 1994 kam mit dem IBM Simon Personal Communicator ein Gerät auf den Markt, das Telefonfunktionen mit einem elektronischen Organizer verband. Es verfügte über einen Touchscreen und bot unter anderem Kalender-, Adressbuch-, Fax- und E-Mail-Funktionen. Deshalb gilt das IBM Simon heute vielfach als erstes kommerziell erhältliches Smartphone.

1996 stellte Nokia mit dem Nokia 9000 Communicator ein weiteres wegweisendes Gerät vor. Es kombinierte Mobiltelefon, Tastatur, Organizer und Datenkommunikation.

Diese frühen Smartphones richteten sich überwiegend an Geschäftskunden. Sie waren teuer, vergleichsweise groß und verfügten nur über begrenzte Möglichkeiten zur mobilen Datenübertragung.

2007: Das iPhone verändert den Smartphone-Markt

Mit der Vorstellung des ersten iPhones im Januar 2007 veränderte Apple die Bedienung von Mobiltelefonen grundlegend. Statt einer klassischen Telefontastatur stand ein großer berührungsempfindlicher Bildschirm im Mittelpunkt.

2008 folgten der App Store und erste Smartphones mit dem Betriebssystem Android.

In den folgenden Jahren wurden mobile Anwendungen, Internetzugang, Navigation, Fotografie und Videowiedergabe zu zentralen Funktionen moderner Smartphones.

Das Handy entwickelte sich vom tragbaren Telefon zu einem vielseitigen Computer für die Hosentasche.

Seit wann gibt es Internet auf dem Handy?

Mobiles Internet ist älter als das moderne Smartphone.

Bereits in den 1990er-Jahren konnten geeignete Mobiltelefone Daten über GSM-Netze übertragen. Die Geschwindigkeiten waren allerdings gering und die Nutzung oft teuer. Mit WAP wurde ab Ende der 1990er-Jahre versucht, speziell angepasste Internetinhalte auf Handys verfügbar zu machen.

Einen wichtigen Fortschritt brachten GPRS und EDGE. Diese erweiterten die GSM-Technik und ermöglichten eine effizientere mobile Datenübertragung.

Mit UMTS ab 2004 wurden in Deutschland deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten möglich. Später verbesserten HSPA, LTE und 5G die Leistungsfähigkeit des mobilen Internets erheblich.

Damit entstanden die technischen Voraussetzungen für die heutige Nutzung von Streamingdiensten, Messengern, sozialen Netzwerken und mobilen Anwendungen.

Weitere Informationen bietet der Ratgeber GSM, GPRS und EDGE – die Entwicklung der mobilen Datenübertragung.

Die fünf Mobilfunkgenerationen: von 1G bis 5G

Die Entwicklung der Mobilfunktechnik wird häufig in Generationen eingeteilt. Jede Generation steht für grundlegende technische Fortschritte.

GenerationTechnikEinführung in DeutschlandWichtigste Neuerung
1GAnaloge MobilfunknetzeAb 1958Mobile Sprachtelefonie über A-, B- und C-Netz
2GGSM1992Digitales Telefonieren, SMS und später mobile Daten
3GUMTS2004Schnelleres mobiles Internet und Multimedia
4GLTEAb 2010Breitbandiges mobiles Internet, Streaming und Apps
5G5G NR2019Höhere Kapazitäten, geringe Verzögerungen und neue Vernetzungsmöglichkeiten

1G – die analoge Mobilfunkgeneration

Die erste Generation bestand aus analogen Funktelefonnetzen. In Deutschland gehörten dazu das A-Netz, das B-Netz und das C-Netz. Im Mittelpunkt stand die mobile Sprachkommunikation. Internetzugang und moderne Datendienste spielten noch keine Rolle.

2G – GSM und der Beginn des digitalen Mobilfunks

Mit GSM wurden Gespräche digital übertragen. Dadurch verbesserten sich unter anderem die Netzkapazität und die Möglichkeiten zur internationalen Standardisierung. Zusätzlich entstanden Dienste wie SMS und mobile Datenübertragung über GPRS und EDGE.

GSM zählt zu den wichtigsten Grundlagen des modernen Mobilfunks.

3G – UMTS bringt das Internet aufs Handy

UMTS eröffnete ab 2004 in Deutschland neue Möglichkeiten für mobile Internetdienste. Durch spätere Erweiterungen wie HSPA stiegen die Datenraten weiter. Das erleichterte die Nutzung von E-Mails, Webseiten, Downloads und Multimedia.

Die deutschen UMTS-Netze wurden 2021 abgeschaltet. Die frei gewordenen Frequenzen konnten dadurch für leistungsfähigere Mobilfunktechnologien genutzt werden.

4G – LTE ermöglicht schnelles mobiles Internet

Mit LTE begann in Deutschland ab 2010 eine weitere Entwicklungsstufe. Hohe Datenraten und kürzere Reaktionszeiten machten viele Anwendungen komfortabler. Videostreaming, soziale Netzwerke, Online-Navigation und umfangreiche Apps wurden auf Smartphones selbstverständlich.

LTE ist weiterhin eine wesentliche Grundlage der deutschen Mobilfunkversorgung.

5G – Mobilfunk für Smartphones, Industrie und vernetzte Geräte

2019 begann in Deutschland der kommerzielle Aufbau von 5G-Netzen. 5G ermöglicht höhere Datenraten, zusätzliche Netzkapazitäten und unter geeigneten Bedingungen besonders geringe Latenzzeiten.

Neben klassischen Smartphone-Anwendungen spielt die Technik auch für Industrieanlagen, Sensoren und andere vernetzte Systeme eine wichtige Rolle.

Zeittafel: Die wichtigsten Meilensteine der Mobilfunk-Geschichte

JahrEreignis
1887/1888Heinrich Hertz weist elektromagnetische Wellen experimentell nach.
1890er-JahreMarconi und andere Pioniere entwickeln die drahtlose Telegrafie weiter.
1952Ein frühes Funktelefon wird in einem Bremer Taxi installiert.
1958Das öffentliche A-Netz startet in Deutschland.
1972Das B-Netz wird eingeführt.
1973Martin Cooper führt das berühmte Gespräch mit einem tragbaren Mobiltelefon.
1983Das Motorola DynaTAC 8000X erhält seine Zulassung in den USA.
1984Das Motorola DynaTAC wird für Verbraucher erhältlich.
1985Das deutsche C-Netz nimmt seinen regulären Betrieb auf.
1992Die digitalen D1- und D2-Netze starten in Deutschland.
1992Die erste SMS wird verschickt.
1994E-Plus startet; das IBM Simon kommt in den USA auf den Markt.
1996Der Nokia 9000 Communicator erscheint.
1998Viag Interkom startet als vierter GSM-Netzbetreiber in Deutschland.
2004Der kommerzielle UMTS-Betrieb beginnt in Deutschland.
2007Apple stellt das erste iPhone vor.
2008Erste Android-Smartphones erscheinen.
2010Der LTE-Netzausbau beginnt in Deutschland.
2019Die ersten kommerziellen 5G-Netze starten in Deutschland.
2021Die UMTS-Netze werden in Deutschland abgeschaltet.
20231&1 startet sein eigenes Mobilfunknetz.

Wie geht die Geschichte des Mobilfunks weiter?

Die Entwicklung der Mobilfunktechnik ist noch nicht abgeschlossen. Auch nach Einführung von 5G arbeiten Forschungseinrichtungen und Unternehmen an weiteren technischen Verbesserungen.

Zu den wichtigsten Themen gehören höhere Netzkapazitäten, eine bessere Versorgung in Gebäuden und ländlichen Regionen sowie ein effizienterer Energieverbrauch.

Parallel wird bereits an der sechsten Mobilfunkgeneration, 6G, geforscht. Sie soll voraussichtlich um 2030 erste kommerzielle Anwendungen ermöglichen.

Ein weiteres Entwicklungsfeld ist die Kommunikation über Satelliten. Solche Systeme können Mobilfunknetze ergänzen und insbesondere in abgelegenen Regionen zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten schaffen.

Wie sich diese Technik historisch entwickelt hat, erklärt der Beitrag Geschichte des Satellitentelefons.

Häufige Fragen zur Geschichte des Mobilfunks

Wann wurde das Handy erfunden?

Am 3. April 1973 demonstrierte Motorola-Ingenieur Martin Cooper in New York ein tragbares Mobiltelefon. Das erste kommerziell erhältliche Handheld-Mobiltelefon für ein zellulares Netz, das Motorola DynaTAC 8000X, folgte 1984.

Wer hat das erste Handy erfunden?

Martin Cooper gilt als einer der wichtigsten Erfinder des modernen Handys. Er entwickelte mit seinem Team bei Motorola einen tragbaren Mobiltelefon-Prototyp. Die zugrunde liegende Mobilfunktechnik entstand allerdings durch die Arbeit zahlreicher Forscher und Unternehmen.

Seit wann gibt es Handys in Deutschland?

Mobile Funktelefone wurden in Deutschland bereits in den 1950er-Jahren eingesetzt. Tragbare Handys verbreiteten sich vor allem seit dem Start der digitalen D-Netze im Jahr 1992.

Was war das erste Handy der Welt?

Das Motorola DynaTAC 8000X gilt als erstes kommerziell erhältliches, tragbares Mobiltelefon für ein zellulares Netz. Es erhielt 1983 seine Zulassung und war ab 1984 erhältlich.

Was war das erste Smartphone?

Das IBM Simon Personal Communicator aus dem Jahr 1994 gilt als eines der ersten und vielfach als das erste kommerziell erhältliche Smartphone. Es kombinierte Telefonie mit Organizer-Funktionen und einem Touchscreen.

Seit wann gibt es Smartphones in Deutschland?

Smartphone-Vorläufer wie der Nokia 9000 Communicator waren in Deutschland bereits in den 1990er-Jahren erhältlich. Zum Massenmarkt entwickelten sich Smartphones insbesondere ab Ende der 2000er-Jahre.

Gab es vor GSM bereits Mobilfunk?

Ja. In Deutschland gab es bereits seit 1958 das analoge A-Netz. Es folgten das B-Netz und das C-Netz. Diese frühen Systeme werden rückblickend als Mobilfunk der ersten Generation beziehungsweise 1G bezeichnet.

Wann gab es das erste Internet auf dem Handy?

Erste mobile Datenverbindungen waren schon in den 1990er-Jahren über GSM möglich. WAP machte ab Ende der 1990er-Jahre speziell aufbereitete Internetinhalte zugänglich. Mit GPRS, EDGE und später UMTS wurde die mobile Internetnutzung zunehmend alltagstauglich.

Wann kam das erste Handy mit Kamera?

Als eines der ersten kommerziellen Mobiltelefone mit integrierter Kamera gilt das Kyocera VP-210 aus dem Jahr 1999. Kamerahandys verbreiteten sich in den folgenden Jahren zunehmend.

Welche Mobilfunkgenerationen gibt es?

Die etablierten Mobilfunkgenerationen sind 1G, 2G, 3G, 4G und 5G. Jede Generation brachte neue technische Möglichkeiten. An 6G wird bereits geforscht.

Quellen und weiterführende Informationen