Drück mich – das neue Premium-Smartphone HTC U11

HTC veröffentlicht am 1. Juni 2017 das neue Premium-Smartphone U11. Dieses fällt technisch gegenüber der Konkurrenz kaum auf, wäre da nicht ein besonderes Feature. Denn der Hersteller hat sein Flaggschiff-Handy mit einer innovativen Gehäusetechnik ausgestattet, die auf Druck reagiert.

HTC U11: Edge Sense als Innovation

HTC nennt die Technik Edge Sense. Der Nutzer kann dadurch mit einem Handdruck auf das äußere Gehäuse bestimmte Funktionen auslösen. Um die benötigte Kraft zu bestimmen, wird das U11 vorher einmal konfiguriert. Drückt der Nutzer dann seitlich auf das Gehäuse, startet er je nach Druckstärke bestimmte Apps oder Funktionen aus. Dazu zählen beispielsweise das Umstellen von einer Kamera auf die andere oder der Google Assistenten. Im Sommer will HTC eine App nachlegen, über die der Nutzer persönliche Makros aufzeichnen kann. Damit lassen sich dann komplexe Befehlsketten steuern.

Edge Sense ist eine enorme Bereicherung, die ihre wahre Stärke jedoch erst noch zeigen muss. Bei Selfies zum Beispiel wirkt die Idee sehr durchdacht, denn diese sind nun ohne Touch auf das Display möglich. Die neue Technik vielleicht noch eine Spielerei, aber die Möglichkeiten durch Makros sind äußerst reizvoll – und bisher ein Alleinstellungsmerkmal.

Smartphone U11: HTC setzt auf solide Premium-Ausstattung

Sonst besticht das U11 durch eine solide Ausstattung in der Premiumklasse. Alles nicht überwältigend, aber auch ohne Tadel. Bemerkenswert sind jedoch vier Mikrofone, mit denen der Nutzer besser mit dem Google Assistenten kommunizieren können soll.

Es gibt wenig zu kritisieren: Das Gorilla-Glass-Display ist 5,5″ groß und erlaubt eine Auflösung von 2560 x 1440 Punkten, die Ränder sind leicht abgerundet. Als Prozessor kommt der Qualcomm Snapdragon 835 (viermal 2,45 GHz und viermal 1,9 GHz) zum Einsatz und der 4 GB große Arbeitsspeicher ist auskömmlich. Platz für eigene Daten bietet der eher knapp bemessene 64 GB große Flash-Speicher. Der Akku fasst 3.000 mAh und lädt über Quick Charge besonders schnell. Die Kameras sind mit 12,2 bzw. 16 Megapixeln ausgestattet und erlauben gestochen scharfe Fotos. WLAN, LTE sowie vier Positionsbestimmungsmöglichkeiten sind auf dem neuesten Stand.

Löblich ist, dass HTC das U11 im freien Handel als Dual-SIM-Handy anbietet. Damit können Nutzer zwei SIM-Karten (zum Beispiel eine besondere fürs Ausland oder zum Surfen) parallel nutzen. Dieses Merkmal wird leider bei den subventionierten Smartphones der Mobilfunkanbieter fehlen.

Das elegant wirkende HTC U11 kommt in mehreren Farben: Schwarz, Silber, Weiß, Blau und Rot. Alle haben einen besonderen Glanzeffekt. Das Premium-Smartphone läuft auf Android 7.1.1 und ist ab Juni für ca. 750 Euro zu haben.

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