
In den sozialen Netzwerken wurden Stimmen von zahlreichen Besitzern eines Epson-Druckers laut, da die Geräte plötzlich ihren Dienst verweigerten und die Empfehlung des Herstellers lautete, einfach einen neuen Epson-Drucker zu kaufen. Nach massiver Kritik hat sich nun der Hersteller zu Wort gemeldet.
Weshalb funktionieren die Drucker nicht mehr?
Epson hat einen Zeitraum festgelegt, nach dem sich der Drucker mit einer Fehlermeldung meldet, dass ein Bauteil „das Ende der Nutzungszeit“ erreicht habe. Hierbei handelt es sich nach Angaben des Herstellers um einen Schwamm, welcher die Tintenspritzer beim Drucken auffängt. Da dieser nach Auffassung von Epson nach einer bestimmten Zeit voll ist, stellt der Drucker daraufhin seinen Dienst ein und kann nicht mehr verwendet werden. Indessen stehen die Kunden vor einem Problem, denn der Hersteller bietet auch kein entsprechendes Ersatzteil an. Wird ein Schwamm selbst zusammengebastelt, wird die weitere Nutzung sofort durch die Software des Gerätes untersagt. Konkret bedeutet dies, dass es den Kunden nicht möglich ist, nach Ablauf dieses Zeitraums zu drucken, obwohl das Gerät theoretisch noch einwandfrei funktioniert. Betroffen sind folgende Modelle:
- L130
- L220
- L310
- L360
- L365
Was können Kunden tun?
Immerhin: für Windows-Nutzer gibt es auf der Webseite von Epson eine Anleitung, wie der Zähler einmalig zurückgesetzt werden kann. Doch auch dann kann der Drucker nur noch „für kurze Zeit“ genutzt werden. Für Mac- oder Linux-Nutzer steht erst gar keine entsprechende Anleitung zur Verfügung. Stattdessen hat der Hersteller empfohlen, sich einfach ein neues Modell von Epson zuzulegen oder sich einen kostenpflichtigen Service-Techniker-Termin zu buchen. Nach der Kritikwelle hat sich Epson jetzt zu dem Problem geäußert und die Empfehlung eines Neukaufs entfernt. Stattdessen sind auf der Hilfeseite des Herstellers nun Hinweise zur Reparatur zu finden – der Neukauf ist nur noch als letzte Option aufgeführt.
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