
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen, kurz BaFin, stellt Verbrauchern jetzt ein nützliches Tool an die Seite, mit der sie kostenlos und ohne viel Aufwand das für sie passende Girokonto finden können. Die neue Webseite bietet eine Übersicht über die jeweiligen Kosten und Leistungen. Privatpersonen sollen hierdurch mehr Transparenz beim Vergleich verschiedener Konten erhalten.
Was steckt hinter der neuen Webseite der BaFin?
Ohne viel Aufwand können Verbraucher jetzt ein passendes Girokonto finden. Die neue, kostenfreie Webseite lässt sich barrierefrei bedienen und ist in leichter Sprache verfasst. Mit dem Angebot wird eine EU-Zahlungskontenrichtlinie umgesetzt, für die gemäß dem Zahlungskontengesetz, kurz ZKG, in Deutschland die BaFin zuständig ist. Die entsprechende EU-Richtlinie sieht vor, dass die EU-Staaten ihren Verbrauchern eine Vergleichswebseite für Zahlungskonten zur Verfügung stellen müssen, deren Zugang entgeltfrei ist. Bundesumwelt- und Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke begrüßt das neue Angebot und betont, dass dieses ein „großer Fortschritt für alle Verbraucherinnen und Verbraucher“ sei. Verbraucher erhalten auf der Webseite umfangreiche Informationen über insgesamt 6 900 Konto-Modelle von rund 1 100 Anbietern. Diese stammen von den jeweiligen Zahlungsdienstleistern, die per Gesetz dazu verpflichtet sind, der zuständigen Finanzaufsicht entsprechende Vergleichskriterien – insgesamt werden die Konten mit 27 Vergleichskriterien dargestellt – zu liefern.
Welche Informationen erhalten Verbraucher auf der Webseite?
Auf der Webseite findet sich ein Vergleich, beispielsweise über die Kosten und Leistungen der 6 900 Girokonten. Hierdurch soll es Verbrauchern wesentlich erleichtert werden, das für sie passende Zahlungskonto zu finden. Alle Girokonten, die aktuell für Privatpersonen hierzulande verfügbar sind, sind dort aufgelistet. Auf der Webseite können die Verbraucher neben den monatlichen Gebühren zum Beispiel auch Preise für Debit- und Kreditkarten oder Haben- und Überziehungszinssätze einsehen und vergleichen. Neben Girokonten sind auch Basiskonten aufgelistet. Seit dem Jahr 2016 sind Banken dazu verpflichtet, diese anzubieten. Überdies enthält die Webseite auch Informationen zu Kontomodellen speziell für Studierende und Auszubildende oder Menschen in Rente und Minderjährige.
„Der Start der durch die Bundesregierung beauftragten Kontovergleichswebseite der BaFin ist eine gute Nachricht für alle Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Webseite zeigt übersichtlich, neutral und kostenfrei die Gebühren und Leistungen aller Kontomodelle für Privatpersonen in Deutschland und schafft damit Transparenz auf dem Girokontomarkt“, fasst Bundesminister der Finanzen Dr. Jörg Kukies das neue Angebot zusammen.
Mithilfe der bereitgestellten Informationen soll eine bessere Orientierung ermöglicht werden. Hierbei stehen verschiedene Filter- und Suchfunktionen bereit, die es ermöglichen, nach individuellem Bedarf zu suchen. Die Ergebnisse der Suche können dann online gespeichert, weitergeleitet oder heruntergeladen werden. Die Webseite dient allerdings ausschließlich für Informationszwecke. Eröffnet werden muss das entsprechende Konto dann beim jeweiligen Anbieter.
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