Venusfalle im Internet – Vivi-Maus lockt mit Bikini-Punkten

Venusfalle im Internet - Vivi-Maus lockt mit Bikini-Punkten

Mit guter Laune, nettem Lächeln und professionellem Augenaufschlag präsentiert eine junge Frau auf der Internetseite mein-erstes-mal.net eine Geschichte. Sie heiße Vivi und sei 19 Jahre alt, behauptet sie und sie wolle ein Spiel spielen. Noch nie zuvor habe sie sich vor der Kamera entkleidet. Doch das werde sie tun, wenn der Zuschauer genügend Bikini-Punkte sammle. Die erhalte er, wenn er einen Link aus der Internetseite kopiere und an andere Internetnutzer verschicke. Die müssten auf den Link klicken, wodurch sich das Bikini-Punktekonto fülle.

Offensichtlich überzeugt der Charme (oder andere Qualitäten) der jungen Frau viele, zumeist junge Besucher. Sie verteilen den Link fleißig an Freunde und Bekannte, in Weblogs und Internetforen. Dass sie damit andere in die Vivi-Falle locken, ist ihnen offensichtlich nicht bewußt oder es ist ihnen egal. Der Link führt nämlich auf die Webseite vivis-homepage.de, auf der das Geburtsdatum und die Emailadresse des neuen Opfers abgefragt werden. Tief in den AGB versteckt sich der Hinweis auf den Haken, nämlich eine Gebühr in Höhe von 59,- € für 30 Tage Nutzung.

Die will der Betreiber dieser Falle, die in Potsdam ansässige berühmt-berüchtigte Firma United Payment Limited auch einfordern und droht vorsorglich mit einem Strafantrag bei der Potsdamer Staatsanwaltschaft, sollte das Opfer nicht zahlen. Davon sollten sich die Betroffenen aber nicht unter Druck setzen lassen. Denn Verträge seien nur gültig, wenn vorher deutlich auf die entstehenden Kosten hingewiesen wurde. Unter 18-jährige müssen sich ohnehin keine Sorgen machen, weil derartige Verträge nur mit einem Einverständnis der Eltern gültig sind. Für Betroffene gilt also: nicht zahlen und die Sache möglichst kommentarlos aussitzen.

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