Apple-PCs werden multilingual – Windows-Betriebsystem kann auf dem Macintosh installiert werden

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Die Computer des kalifornischen Herstellers Apple waren schon immer etwas besonderes. Die Macintosh gelten als hochwertige aber nicht gerade günstige Geräte mit einem schicken Design. Doch auf ihnen konnte nur das hauseigene Betriebsystem Mac OS verwendet werden. Da aber die meiste Software für das Microsoft-Betriebssystem Windows konzipiert wird, das auf etwa 90 Prozent der PCs zu finden ist, war es immer eine Frage der Exklusivität und des Geschmacks, sich einen Apple-Computer anzuschaffen. Immerhin versorgte Apple nur etwa drei Prozent des weltweiten PC-Markts mit seinen Computern. Doch nachdem Apple ankündigte, seine Computer fortan nicht mehr mit IBM- sondern mit Intel-Chips auszurüsten, kam nun die zweite überraschende Nachricht, die das ändern könnte.

Der Konzern stellt eine Software bereit, die ein Teil seiner neuen Version des Betriebsystems Mac OS X Leopard ist. Diese Testversion der Software Boot Camp ist seit gestern als 83 MB grosser Download verfügbar. Nach dem Download müssen zunächst die enthaltenen Windows-Treiber auf einen CD-Rohling gebrannt werden. Danach wird die Windows-Installationssoftware eingelegt und Windows auf einen separaten, vorher festgelegten Teil der Festplatte installiert. Nun kann der Nutzer entscheiden, ob er auf seinem Macintosh nach einem Neustart das Betriebsystem Mac OS X oder Windows XP verwenden möchte. Windows wird also als zusätzliche Möglichkeit und nicht als primäres Betriebsystem installiert.

Die Voraussetzung für das einwandfreie Ergebnis dieser Installation ist ein Macintosh mit einem Intel-Chip und dem Mac OS X-Betriebssystem Version 10.4.6 (oder neuer) sowie das neuste Firmware-Update. Außerdem benötigt die Software mindestens 10 GB freien Festplattenplatz und der Nutzer muss über eine Installations-CD mit Windows XP Home Edition bzw. Professional und dem Service Pack 2 verfügen.

Bisher waren es eher die Tüftler, die es schafften, Windows auch auf einem Macintosh zum laufen zu bringen. Durch den in der Software enthaltenen Assistenten, der durch die Installation führt, ist das nun ein Kinderspiel. Und dann kann auch für Windows programmierte Software verwendet werden. Das könnte ausschlaggebend dafür sein, dass sich zukünftig mehr Computer-Käufer für einen Macintosh entscheiden. Die Aktionäre zumindest haben mit Enthusiasmus reagiert. Die Apple-Aktie schnellte auf dem USA-Markt um rund 10 Prozent in die Höhe, eine steile Kurve nach der Talfahrt der letzten Monate. Und auch die Aktie von Microsoft legte geringfügig zu. Der Computer-Konzern Apple stellt jedoch eines klar. Er habe weder den Wunsch noch die Absicht, Windows zu verkaufen oder zu unterstützen. Viele Kunden hätten ihr Interesse bekundet, Windows auf der `überlegenen Hardware´ von Apple laufen zu lassen.

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