Über illegale BitTorrent-Netzwerke können sich Internetnutzer nahezu alles herunterladen. Dort gibt es Kinofilme oft schon vor dem offiziellen Kinostart, TV-Serien, aktuelle Computerspiele, geknackte Anwendersoftware, lizenzgeschützte Musikstücke und eBooks zum Download. Weil es sich bei den Dateien um Raubkopien handelt, ist der Tausch dieser Kopien selbstverständlich rechtswidrig. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU), eine von Film- und Unterhaltungssoftwareindustrie getragene Organisation, meldete einen vernichtenden Schlag gegen ein solches Netzwerk. Es sei eines der größten deutschsprachigen illegalen BitTorrent-Netzwerke gewesen, heißt es in der Mitteilung.
Bereits am 26. November hatten Polizisten die Wohnung eines Berliners durchsucht, Beweismittel sichergestellt und zeitgleich dem von ihm betriebenen Tracker in einem Nürnberger Rechenzentrum vom Netz genommen. Dieses BitTorrent-Steuerungsprogramm diente zuletzt der Verteilung von knapp 18.600 verschiedener Raubkopien. Die Nutzer waren nur nach schriftlicher Bewerbung oder aufgrund von Empfehlungen anderer Nutzer als Mitglieder aufgenommen worden. Zuletzt hatte die Tauschbörse mehr als 25.300 Mitglieder und wurde von einem 16-köpfigen Trackerteam geleitet.
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