Google Street View – Der Esel wurde nicht überfahren

Vermeintlich ueberfahrener Esel in Google Street View

Für den Geodatendienst Street View lässt Google seine Fahrzeuge mit den aufgesetzten 360-Grad-Kameras in vielen Ländern fahren. Während die Autos und Fahrräder bestimmte Straßen abfahren, machen die Kameras Panoramabilder von der Umgebung. Die Aufnahmen werden später zu einem Bilderdienst zusammengesetzt, der dem Betrachter einen räumlichen Eindruck von der Gegend vermittelt. Die ersten Aufnahmen wurden in den USA gemacht. In Teilen anderer Länder wie Frankreich, Australien, Spanien, Japan und auch Deutschland (telespiegel-News vom 18.11.2010) wurde seit dem Jahr 2008 fotografiert. Seitdem wurde die Liste um zahlreiche weitere Länder ergänzt. Sogar von der Antarktis gibt es Street View-Aufnahmen.

Bilder von der Street View-Fahrt durch Teile von Botswana in Südafrika erregten nun besondere Aufmerksamkeit. Auf den Aufnahmen war ein auf einer unbefestigten Straße stehender Esel zu sehen, der danach verschwand und einige Bilder später wie tot auf der Straße lag. Aufgebrachte Nutzer diskutierten, ob das Street View-Fahrzeug das Tier überfahren und danach einfach auf der Straße liegen gelassen habe.

Google-Manager Kei Kawai meldete sich daraufhin im Unternehmensblog zu Wort. Dem Tier sei nichts zugestoßen. Es lebe und es gehe ihm gut. Er erklärte, der Esel habe auf der Straße gelegen, vielleicht um ein Sandbad zu nehmen, und sei aufgestanden, als das Google-Auto vorbei gefahren sei. Der Grund für das Missverständnisse sei die Art, wie die Aufnahmen zusammengesetzt wurden, erklärte Kawai. Er veröffentlichte einige Bilder, unter anderem eines, auf dem der Esel zu sehen ist, wie er neben der Straße stehend dem Auto hinterher schaut.

Angesichts der Tatsache, dass in Botswana Linksverkehr gilt, ist Googles Erklärung schlüssig. „ Unsere Street-View-Teams nehmen die Sicherheit von Menschen und Eseln sehr ernst“, hatte das Unternehmen in einer ersten Reaktion gesagt. Zuvor war in dem Internet eine aufgeregte Diskussion über das vermeintlich überfahrene Tier entbrannt.

Weitere Informationen

Geodatendienst Google Street View

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