Aus für MediaU-Portal – Dies ändert sich jetzt bei vielen WLAN-Radios

Aus für MediaU-Portal – dies ändert sich jetzt bei vielen WLAN-Radios

WLAN-Radios eröffnen Zugriff auf eine nahezu unbegrenzte Auswahl an Sendern und bieten maximale Flexibilität. Allerdings sind sie auf Plattformen angewiesen, um diese Sender zu empfangen. Durch die bevorstehende Schließung des MediaU-Portals ergeben sich künftig Veränderungen und Einschränkungen für zahlreiche Internetradios.

Warum wird MediaU eingestellt?

WLAN-Radios nutzen für die Senderwiedergabe fest vorprogrammierte Plattformen, die vom Nutzer nicht frei gewählt werden können. Diese technische Bindung macht die Geräte stark von der jeweiligen Plattform abhängig. Das MediaU-Portal, das etwa 30 Prozent aller WLAN-Radios weltweit verwendet, gehört zum Unternehmen Frontier Smart. Frontier Smart plant, sich künftig auf Halbleiter und Module zu konzentrieren, und stellt daher den Betrieb der MediaU-Server ein. Bereits im Oktober des Vorjahres wurde die Frontier-Plattform Nuvola geschlossen. Mit der Abschaltung von MediaU müssen sich viele Nutzer auf Funktionseinschränkungen einstellen.

Was ändert sich für Internetradios?

Das deutsche Unternehmen airable, ein langjähriger Partner von Frontier, übernimmt künftig das Webradio-Portal. Für die Geräte, die bisher Nuvola nutzten, wurde der Wechsel zu airable bereits umgesetzt. Dank dieser Lösung bleiben viele WLAN-Radios vor dem Schicksal bewahrt, durch die Abschaltung des Portals zu Elektroschrott zu werden. Airable stellt eine kompatible Plattform bereit, sodass betroffene Geräte weiterhin genutzt werden können.

Zu den betroffenen Geräten zählen unter anderem die Modelle WFR-32 und WFR-39 des Herstellers Sangean. Trotz der Weiterfunktion müssen Nutzer mit einigen Einschränkungen leben: So entfällt unter anderem die Anzeige von Wetterinformationen im Stand-by-Modus, und benutzerdefinierte Senderlisten können nicht mehr erstellt werden. Internetradio und Podcast-Dienste bleiben jedoch verfügbar. Auch Hersteller wie Sonoro, Teufel, Medion und Hama haben sich für eine Zusammenarbeit mit airable entschieden, wodurch deren WLAN-Radios ebenfalls funktionsfähig bleiben. Geräte von Herstellern, die nicht mit airable kooperieren, könnten hingegen ihre Internetradio-Funktion verlieren.

Was sollten Besitzer von WLAN-Radios jetzt tun?

Nutzer eines Internetradios sollten sich bei ihrem Gerätehersteller erkundigen, ob Podcast-Dienste, Favoritenportale und Internetradio weiterhin verfügbar bleiben. Alle Geräte, die bislang MediaU genutzt haben, sind von der Umstellung betroffen. Für Geräte, die künftig mit airable arbeiten, ist eine Registrierung auf der neuen Plattform erforderlich, da die Daten des MediaU-Portals nicht übernommen werden dürfen. Ein Software-Update ist in der Regel nicht notwendig, da die meisten Geräte automatisch auf den neuen Dienst umgestellt werden.

Weitere Informationen

3 Kommentare

  1. @peter wenn du anderweitig Neuigkeiten zum i450 findest, gib hier gern Bescheid. So ein bisschen nervt es schon, dass dad Wetter nicht mehr angezeigt wird..

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