Smartphone als Keimträger – Jeder Sechste reinigt nie sein Display

Smartphone als Keimträger: Jeder Sechste reinigt nie sein Display

Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob beim Kochen, im öffentlichen Nahverkehr oder sogar im Badezimmer – die Geräte sind ständig im Einsatz und kommen dabei mit unterschiedlichsten Oberflächen und potenziellen Keimquellen in Kontakt. Dennoch wird ihre Reinigung oft vernachlässigt. Beim Tippen auf das Smartphone werden verschiedene Keime und Bakterien auf die Bildschirmoberfläche übertragen. Im Durchschnitt sind auf dem Display jedes Handys rund 100 verschiedene Bakterienarten zu finden.

Umfrage: Wie häufig reinigen Sie das Display Ihres Smartphones?

Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt ein deutliches Bild: Rund 17 Prozent der Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer in Deutschland reinigen ihr Display nach eigenen Angaben nie. Weitere 7 Prozent greifen nur alle paar Jahre zu Reinigungsmitteln, während ebenfalls 17 Prozent ihr Gerät höchstens einmal jährlich säubern.

Dem gegenüber steht eine Gruppe, die deutlich hygienebewusster ist:

  • 30 Prozent reinigen ihr Smartphone mindestens einmal im Monat,
  • 20 Prozent sogar wöchentlich,
  • und 5 Prozent täglich.

Hygiene oft unterschätzt

Dabei ist die Reinigung keineswegs nur eine Frage der Optik. „Auf den glatten Oberflächen moderner Smartphones haben es Keime zwar schwerer, sich festzusetzen. Doch gerade wer sein Gerät häufig in schmutzintensiven Umgebungen oder mit ungewaschenen Händen nutzt, sollte es regelmäßig säubern“, erklärt Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß.

Ein kurzes Abwischen am Ärmel reicht laut Fachleuten nicht aus. Vielmehr kann sich über die Zeit eine Mischung aus Fett, Staub und Mikroorganismen ansammeln – insbesondere, wenn das Smartphone häufig genutzt wird.

Praktische Tipps: So reinigst du dein Display richtig

Eine sachgerechte Reinigung vom Smartphone-Display und Computer-Bildschirm ist unkompliziert – entscheidend ist die richtige Methode.

  1. Gerät ausschalten
    Vor der Reinigung sollte das Smartphone ausgeschaltet und vom Strom getrennt werden. Das reduziert das Risiko von Schäden und erleichtert das Erkennen von Verschmutzungen.
  2. Mikrofasertuch verwenden
    Ein weiches, fusselfreies Mikrofasertuch ist ideal. Es entfernt Fingerabdrücke und Staub, ohne Kratzer zu verursachen.
  3. Leicht anfeuchten – aber nicht durchnässen
    Falls nötig, das Tuch minimal mit Wasser oder einem speziellen Displayreiniger anfeuchten. Flüssigkeit niemals direkt auf das Gerät sprühen.
  4. Keine aggressiven Reiniger
    Alkoholhaltige oder scheuernde Mittel können die Schutzbeschichtung des Displays beschädigen. Nur ausdrücklich geeignete Reinigungsprodukte verwenden.
  5. Regelmäßigkeit statt Intensität
    Besser häufig sanft reinigen als selten aggressiv. Ein kurzer Wisch einmal pro Woche reicht im Alltag oft aus.
  6. Auch Hülle und Ränder beachten
    Nicht nur das Display, sondern auch Gehäuse und Schutzhülle sammeln Schmutz und sollten gelegentlich gereinigt werden.

Die Bitkom-Zahlen zeigen: Während ein Teil der Bevölkerung auf regelmäßige Reinigung achtet, unterschätzen viele die hygienische Bedeutung ihres Smartphones. Dabei lässt sich mit wenigen Handgriffen nicht nur die Optik verbessern, sondern auch die Keimbelastung reduzieren. Wer sein Smartphone täglich nutzt, sollte ihm auch regelmäßig etwas Aufmerksamkeit bei der Pflege schenken.

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