
Der USB-C-Port soll endlich auch in der Realität zum universellen Stecker werden. Dies will Microsoft künftig mit festgelegten Mindestanforderungen für Hersteller, die Windows 11 auf ihren Geräten vorinstallieren wollen, umsetzen. Denn bisher werden die vielfältigen Funktionen des Anschlusses oftmals nicht genutzt.
Weshalb gibt es ein USB-C-Chaos?
Der USB-C-Anschluss kann theoretisch zum Laden von Geräten, für die Übertragung von Daten oder für die Displayausgabe externer Monitore genutzt werden. Ein Stecker für alles war die Idee des Ports. Doch bei zahlreichen Laptops und Notebooks funktionieren nicht alle Funktionen. Einige Geräte lassen es zum Beispiel zu, dass der Anschluss für das Ladekabel verwendet wird, aber für nichts anderes. Andere wiederum ermöglichen es, per USB-C-Port einen externen Monitor anzuschließen – wieder andere erlauben nur die reine Datenübertragung. Hersteller von Laptops und Notebooks, die Windows 11 auf ihren Geräten vorinstallieren, durften bislang selbst festlegen, welche Funktionen die USB-C-Anschlüsse unterstützen. Für Verbraucher ist das ein Chaos. Denn die Anschlüsse sehen immer gleich aus, können aber oft nur für unterschiedliche Dinge genutzt werden. So kann es vorkommen, dass das gekaufte Laptop per USB-C-Port nur Daten übertragen kann. Ein anderes Notebook mit dem gleichen Port unterstützt hingegen beispielsweise auch Thunderbolt-Zubehör, Displays und Ladegeräte. Das ist für Verbraucher sehr verwirrend und teilweise auch ärgerlich.
Was ändert sich jetzt?
Um diesem Chaos ein Ende zu setzen, hat sich der US-amerikanische Tech-Riese jetzt dazu entschlossen, einen einheitlichen Standard für die USB-C-Anschlüsse einzuführen. Das Windows Hardware Compatibility Program – kurz WHCP – gilt in Zukunft für alle Laptops und Notebooks, auf denen Windows 11 vorinstalliert ist. Die Hersteller entsprechender Geräte sind dann dazu verpflichtet, die Anforderungen des Zertifizierungsprogramms zu erfüllen. So soll der universelle Anschluss endlich Realität werden. Konkret bedeutet das, dass der USB-C-Port folgende Fähigkeiten besitzen muss:
- das Laden von externen Geräten
- das Übertragen von Daten
- die Unterstützung der Displayausgabe an externe Beamer oder Monitore
Durch diese Mindestanforderungen soll sichergestellt werden, dass alle Geräte an einem Anschluss des Laptops oder Notebooks mit Windows 11 funktionieren – und zwar vom Monitor bis zur externen Festplatte. Für Anschlüsse mit Übertragungsraten von 40 oder 80 Gigabit pro Sekunde gibt es noch weitere Anforderungen. Entsprechende Anschlüsse müssen die Datenübertragungsstandards Thunderbolt 3 sowie USB4 unterstützen. Hersteller, die eine Zertifizierung von Microsoft für ihre Geräte wollen, müssen dann in Zukunft Prüfsysteme von Microsoft bestehen, um dieses zu erhalten. Nur wer die umfangreichen Tests besteht, erhält die WHCP-Zertifizierung.
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