Polizeitechnik- Radarpistole erkennt Handynutzung am Steuer

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Eigentlich hatten die Spezialisten des amerikanischen Unternehmens ComSonics an einer Kalibrierung einer Radarpistole gearbeitet. Dabei entdeckten die Techniker eine Funktion, die sie zu einem neuen Gerät der Polizeitechnik entwickelten. Mit dem Handy-Detektor können Polizeibeamte zukünftig Autofahrer beim Benutzen ihres Mobiltelefons erwischen. Die Radarpistole empfängt die Frequenzsignale des Smartphones oder Handys und kann so dazu dienen, eine Verkehrsgefährdung nachzuweisen.

Während der Fahrt das Handy zu nutzen, ist verboten. Aus gutem Grund, denn Experten sprechen davon, dass 20 Prozent aller Unfälle in Deutschland auf Anrufe, SMS oder andere Funktionen des Mobiltelefons zurückzuführen sind. Viele davon mit Todesopfern und schwersten Verletzungen. Daher wird das Handy am Steuer sanktioniert. 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg sind die Folge. Allerdings ist es für die Polizei schwer, einen Nachweis zu führen. Das könnte sich ändern, wenn ComSonics ihre Radarpistole auf den Markt bringt. Richtet ein Polizist diese auf ein fahrendes Auto, kann er über das Gerät Radiofrequenzen erkennen, die durch den Datenstrom beim Benutzen eines Handys entstehen. Auf diese Weise ist es sogar möglich, zwischen Anrufen und SMS-Schreiben zu unterscheiden. Eine Differenzierung, die in den USA bedeutend ist, da dort das Telefonieren erlaubt, das eine SMS am Steuer aber verboten ist.

Das Erkennen der Radiofrequenzen durch den Handy-Detektor ähnelt technisch dem Auffinden von defekten Hochspannungsleitungen. Auch dort werden Geräte genutzt, die bestimmte Frequenzen sichtbar machen. Diese Technik ist in der Radarpistole von ComSonics integriert. Ob und wann diese Polizeitechnik in den USA verfügbar sein wird, ist jedoch noch offen. Das Gerät steht nach Angaben des Unternehmens zwar kurz vor der Marktreife, allerdings sind vor der Zulassung noch einige Hürden zu überwinden. Unter anderem gibt es Probleme mit dem Datenschutz, obwohl die Verantwortlichen darauf hinweisen, dass die Polizei nur Frequenzen, aber keine Inhalte mit dem Handydetektor auslesen kann. Sicher ist: Die Polizei muss aufrüsten, um gegen die im Zweifelsfall tödliche Selbstverständlichkeit vorzugehen, mit der manche Verkehrsteilnehmer ihr Smartphone oder Handy am Steuer oder auf der Straße nutzen.

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