
Der neue Mobilfunk-Standard UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) soll langfristig die bisherigen GSM-Mobilfunktechnik ablösen. Er ermöglicht wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten und neue Anwendungen. Inzwischen sind Mobiltelefone erhältlich, die diesen Standard unterstützen. Weltenbummler haben allerdings ein Problem bei der Nutzung der UMTS-Technik. Ein UMTS-Handy, das in Deutschland funktioniert, ist in anderen Teilen der Welt eventuell nicht zu gebrauchen. Denn über die Welt verteilt sind insgesamt sechs UMTS-Frequenzbereiche festgelegt worden, und die marktgängigen Handys unterstützen lediglich die Nutzung innerhalb eines UMTS-Frequenzbereichs.
Der Hersteller Infineon stellte im Rahmen der Fachmesse International Microwave Symposium in Kalifornien (USA) das funktionsfähige Muster eines neuen Chips vor, der den UMTS-Betrieb von Handys in allen sechs UMTS-Frequenzbereichen ermöglicht. Mit diesem kleinen Chip ausgerüstet, wären UMTS-Handys „weltenbummler-tauglich„. Sie würden die UMTS-Nutzung in Europa als auch in Asien, Nordamerika und Japan mit ein und dem selben Handy ermöglichen. Der SMARTi 3G von Infineon ist ein Transceiver-Chip, der mit einer Größe von nur fünf mal fünf Millimetern das Senden und Empfangen der Mobilfunk-Signale ermöglicht und die dafür nötige Umwandlung der Daten vornimmt. Laut dem Hersteller Infineon wird er „von führenden Mobilfunkherstellern weltweit für die nächste Generation UMTS-Handys integriert„. Der Start der Volumenproduktion sei für Anfang 2006 geplant. Der Chip SMARTi 3G wurde in Deutschland und Österreich entwickelt und wird in Frankreich hergestellt.
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