Entführte eMails und Kontaktdaten – Erpresser verlangen Lösegeld

hacker

Es werden nur Menschen oder höchstens Hunde sehr reicher Personen entführt? Falsch. Es kann auch die Startseite entführt werden (Browser-Hijacking) oder Daten auf dem eigenen Computer (Telespiegel-News vom 16.03.2006) und sogar eMails. Das Sicherheitsunternehmen Websense berichtet von Usern, denen dies passiert ist. Betroffen sind Berichten zufolge derzeit Nutzer des eMail-Dienstes Hotmail in Spanien.

Man kann es sich wohl in etwa so vorstellen: beim Öffnen des Briefkastens ist da nichts, außer einem Zettel mit einer Lösegeldforderung. Betroffene Nutzer der spanischsprachigen Version von Hotmail finden wohl ein ähnliches Bild vor, wenn sie ihren eMail-Account besuchen. Alle eMails aus dem Ordner Eingang und Gesendet sowie alle Kontakte sind verschwunden. Stattdessen befindet sich in dem eMail-Postfach nur eine Nachricht in gebrochenem Spanisch. Die erklärt, dass der Nutzer zahlen müsse, wenn er wissen wolle, wo seine Nachrichten und Kontaktdaten sind. Sollte sich der Nutzer nicht bei ihnen melden, würde er die Daten nie wiedersehen, drohen die Erpresser.

Wie die Erpresser an die Login-Daten der Nutzer gelangt sind, ist unklar. Möglich ist, dass die User sich über einen mit Spionageprogrammen infizierten öffentlichen Computer in ihren Hotmail-Account eingeloggt hatten und die Login-Daten so an die Erpresser gesendet wurden. Öffentliche Computer, wie sie in Internet-Cafes oder Büchereien zu finden sind, sind generell ein unsicherer Zugang für das Senden bzw. Empfangen sensibler Daten. Außerdem sollten verwendete Passwörter in geringen zeitlichen Abständen geändert werden. Das verringert das Risiko, dass der Account von einer unberechtigten Person eingesehen werden kann, die irgendwann einmal an die Zugangsdaten gelangt ist.

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