
Am 23. Februar 2011 hatte die Bundesregierung die Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland beschlossen, die von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière vorgelegt worden war. Zu der Strategie gehört insbesondere der Schutz der IT-Systeme in Deutschland, die Sensibilisierung der Bürger/Innen bezüglich der IT-Sicherheit, die Einrichtung eines Nationalen Cyber-Sicherheitsrates sowie der Aufbau eines Nationalen Cyber-Abwehrzentrums.
Nationale Cyber-Abwehrzentrum ist gestartet
Am Freitag, dem 01. April 2011 hat das Nationale Cyber-Abwehrzentrum seine Arbeit aufgenommen. Die offizielle Eröffnung folgt Mitte Juni durch den Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, kündigte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an. Das BSI übernimmt die Federführung und stellt die Räumlichkeiten für die zehn Mitarbeiter/Innen des Nationalen Cyber-Abwehrzentrum zur Verfügung. Zusätzlich wirken das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit. Die beteiligten Behörden arbeiten unter Beibehaltung ihrer gesetzlichen Befugnisse.
Das Cyber-Abwehrzentrum soll als Teil der beschlossenen Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland als eine Informationsplattform dienen und zur Aufgabe haben, IT-Sicherheitsvorfälle, insbesondere Cyber-Angriffe, rasch und umfassend zu bewerten, Informationen zusammenzutragen und zwischen den Sicherheitsbehörden abgestimmte Handlungsempfehlungen zum Schutz der IT-Systeme zu erarbeiten. Zu diesem Zweck werden auch Informationen über Täterbilder und über Schwachstellen in IT-Produkten ausgetauscht. Von dem Cyber-Abwehrzentrum werden ebenfalls IT-Vorfälle, Verwundbarkeiten und Angriffsformen analysiert.
Update vom 16.06.2011
Heute ist das nationalen Cyber-Abwehrzentrums (NCAZ) in Bonn offiziell gegründet worden. Es besteht aus 10 Mitarbeitern. Der Branchenverband Bitkom bemerkt dazu: „Das NCAZ ist nicht konzipiert, um im Krisenfall selbst einzugreifen und umfassende Gegenmaßnahmen einzuleiten.”
Hinterlasse jetzt einen Kommentar