Miese Tour – Verbraucherzentrale warnt vor Abofalle mitfahrzentrale-24.de

Abofallen sind schwarze Schafe unter seriösen Anbietern

Nicht nur junge Leute mit wenig Geld profitieren von der Vermittlung durch Mitfahrzentralen. Dort melden sich Menschen, die mit ihrem Auto eine bestimmte Strecke fahren werden und solche, die eine Mitfahrgelegenheit suchen. Die Mitfahrzentrale stellt den Kontakt zwischen Fahrer und Mitfahrer her. Der Fahrer bekommt am Ende eine Fahrkostenbeteiligung von seinen Mitfahrern und die sind bequem und verhältnismäßig günstig an ihr Ziel gekommen. Vielleicht haben sich auf diese Weise sogar Menschen getroffen, die sich sympathisch sind. Interessenten können sich an zahlreiche, mehr oder weniger hoch frequentierte Mitfahrzentralen wenden. Auch in dem Internet gibt es inzwischen viele Portale, die in der Regel kostenlos Mitfahrgelegenheiten vermitteln. Doch auch in diesem Bereich gibt es schwarze Schafe. Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor dem Portal mitfahrzentrale-24.de. Dort sollen sich Interessenten anmelden, bevor ihnen eine Mitfahrgelegenheit vermittelt wird. Dass sie damit angeblich einen sich automatisch verlängernden Vertrag mit zwei Jahren Mindestlaufzeit zum Preis von 132,- € abschließen, ist nur im Kleingedruckten vermerkt.

In den Zahlungsaufforderungen der Paid Content GmbH mit Sitz in Gammelsdorf findet sich kurioserweise ein Hinweis auf das Beratungstelefon der Verbraucherzentrale Berlin und suggeriert damit eine Zusammenarbeit mit den Verbraucherschützern. Die Verbraucherzentralen äußern jedoch seit langem rechtliche Zweifel an solchen Angeboten und raten Verbrauchern, sich gegen die Forderungen der Abofallen zu wehren.

Update vom 25.10.2011

Die Verbraucherzentralen klagten gegen den Betreiber der Webseite mitfahrzentrale-24.de, die Paid Content GmbH. Das Landgericht Landshut entscheid, dass die Internetseite den Preis für die Anmeldung deutlich erkennbar angeben muss. Es reiche nicht aus, dass er nur aus dem Kleingedruckten ersichtlich sei. (Aktz. 5401465/11)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Digitale Steuerbescheide ab 2026 – Papier nur auf Wunsch

Digitale Steuerbescheide ab 2026

Papier nur auf Wunsch

Ab 2026 werden Steuerbescheide in Deutschland in der Regel nur noch digital bereitgestellt. Papier gibt es nur auf Wunsch. Was bedeutet das für Bürgerinnen, Bürger und Kanzleien? Hier erfährst du verständlich, was sich ändert – und wie du dich vorbereitest. […]

Scheinbarer App-Zwang – congstar wegen Irreführung verurteilt

Scheinbarer App-Zwang 

 congstar wegen Irreführung verurteilt

Die Telekom-Tochter congstar behauptete, ihr Online-Kundencenter werde 2025 abgeschaltet – und drängte damit Kunden zum App-Download. Doch das stimmte gar nicht. Ein Gerichtsurteil deckt nun auf, wie weit der vermeintliche App-Zwang wirklich ging. […]

Urteil – Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Urteil 

 Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Das Oberlandesgericht Bamberg hat in seinem Urteil entschieden, dass die Sperrung mehrerer Social-Media-Kanäle eines Influencers durch eine Plattformbetreiberin nicht ohne Weiteres zulässig ist. Insbesondere stellte das Gericht fest, dass die bloße Weiternutzung eines weiteren Kanals keine automatisierte Umgehung der Sperrmaßnahme darstellt. […]

United Internet & 1&1 - Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet & 1&1

Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet bündelt seine Telekommunikationsaktivitäten und verkauft die Netztochter 1&1 Versatel konzernintern an die 1&1 AG. Für Endkunden bleiben die bekannten Marken wie 1&1, IONOS, GMX oder WEB.DE bestehen. Der Artikel erklärt verständlich, welche Produkte die Unternehmen anbieten und was der mögliche Verkauf der Domain-Handelsplattform Sedo bedeutet. […]

Kritische Chrome-Lücke – Google veröffentlicht Notfall-Update

Kritische Chrome-Lücke

Google veröffentlicht Notfall-Update

Eine Chrome-Schwachstelle wurde aktiv von Cyberkriminellen ausgenutzt. Google hat mittlerweile ein Notfall-Update bereitgestellt, das dringend installiert werden sollte. Chrome-Nutzer müssen ihren Browser neu starten, um das Update zu aktivieren. […]