Android-Tools zur Barrierefreiheit – Steuerung mit Gesichtsausdrücken

Android-Tools zur Barrierefreiheit – Steuerung mit Gesichtsausdrücken

Um behinderten und körperlich eingeschränkten Personen die Steuerung ihres Smartphones zu erleichtern, gibt es die sogenannten „Android-Tools zur Barrierefreiheit“. Neben der manuellen Steuerung ist es bisher beispielsweise auch möglich, die Geräte per Sprachbefehl zu steuern. In Zukunft soll eine weitere Bedienungsmöglichkeit hinzukommen: die Steuerung mit Gesichtsausdrücken. Hieran soll Google im Zusammenhang mit Android 12 arbeiten.

Welche Vorteile bringt die Steuerung per Mimik?

Da die Steuerung per Hand oder Sprache für viele eingeschränkte Menschen eine teilweise unüberwindbare Barriere darstellt, könnten insbesondere diese Personen von der Möglichkeit profitieren, das Smartphone mit verschiedenen Gesichtsausdrücken zu steuern. Nach Angaben von XDA Entwicklern sind derzeit bereits 14 Aktionen über die Mimik steuerbar. In die neue Beta-Version von Android 12 ist der Service Camera-Switches (Kameraschalter) integriert, der über die Selfie-Kamera läuft. Aktionen können beispielsweise durch das Öffnen oder Schließen des Mundes, das Bewegen der Augen oder das Anheben und Senken der Augenbrauen gesteuert werden. Über die Einstellungen soll es den Smartphone-Usern möglich sein, die Aktionen des Smartphones dem Erkennen der Gesichtsausdrücke zuzuweisen. Es soll zudem möglich sein, die Empfindlichkeit der Erkennung der Mimik einzustellen, um versehentliche Aktionen zu verhindern. Folgende Funktionen sollen beispielsweise durch Gesichtsausdrücke steuerbar sein:

  • das Scrollen
  • das Aufrufen des Startbildschirms
  • das Anzeigen der Schnelleinstellungen
  • das Anzeigen von Benachrichtigungen

Wann wird es die neuen Steuerungsmöglichkeiten geben?

Bisher ist die neuste Version der „Android-Tools für Barrierefreiheit“ noch nicht im Google Play Store zu finden. Allerdings lässt sich bei APK-Mirror bereits die APK-Datei herunterladen. Eine offizielle Vorstellung der neuen Steuerungsmöglichkeit ist im Spätsommer im Rahmen der Vorstellung von Android 12 zu erwarten. Nach Aussage der XDA Experten, ist die neue Version auch abwärtskompatibel und kann demnach bereits von Personen mit Android 11 genutzt werden. Der einzige Nachteil dieses Tools ist die Strom Intensivität.

Welche Tools zur Barrierefreiheit gibt es bereits?

  • „Bedienungshilfen“: ein großes Bildschirmmenü, eine große Schrift
  • „Vorlesen“: Texte werden laut vorgelesen
  • „Schalterzugriff“: ermöglicht die Bedienung des Smartphones mit Hilfe eines oder mehrerer Schalter
  • „TalkBack“: der Smartphone-Besitzer erhält ein gesprochenes Feedback
  • „TalkBack-Braille Tastatur“: der Nutzer kann Braille Zeichen eingeben

Für die Nutzung dieser bereits vorhandenen Tools, wird Android 6 oder höher benötigt.

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