Virtuelle Fake-Handynummer – So wird die eigene Telefonnummer geschützt

Virtuelle Fake-Handynummer – so wird die eigene Telefonnummer geschützt

Egal, ob für das Erstellen eines Benutzerkontos oder die Verifizierung bei einer App, wer im Internet unterwegs ist, muss immer wieder seine Handynummer angeben. Mit einer Fake-Handynummer kann verhindert werden, dass die eigene Handynummer in unerwünschte Hände gerät und beispielsweise für Spam-Anrufe oder Ähnliches genutzt wird.

Was steckt hinter einer Wegwerf-Handynummer?

Tagtäglich hinterlassen wir zahlreiche Datenspuren beim Besuchen von Webseiten, Nutzen von Apps, in Social Media, beim Online-Shoppen oder beim Gamen. Bei einigen Diensten kann man sich sogar nur registrieren, wenn eine Handynummer angegeben wird, wie bei Twitter. Für den Verbraucher ist kaum noch ersichtlich, wo die eigene Handynummer im Laufe der Zeit überall landet. Nicht selten sind Spam-Anrufe oder betrügerische Anrufe die Folge. Denn für solche werden oft Handynummern verwendet, die aus der Speicherung von Telefonnummern stammen, die für Verifizierungen oder Registrierungen von Apps oder anderen Diensten angegeben wurden. Wer seine eigene Handynummer also häufig angibt, läuft Gefahr, dass diese missbraucht wird. Wer die eigene Nummer nicht preisgeben will, um weniger Daten zu hinterlassen, kann in solchen Fällen auf eine Wegwerf-Nummer zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um eine virtuelle Handynummer, die anders ist als die eigentliche Rufnummer des Smartphone-Besitzers. Mit dieser Nummer können online auch SMS gelesen werden, sodass sich Verbraucher auf diese Nummer einmalige Zugangscodes senden lassen können, die häufig zur Verifizierung benötigt werden.

Wer bietet virtuelle Fake-Handynummern an?

Für die virtuellen Einweg-Nummern gibt es Webseiten von verschiedenen Anbietern. Wer eine Fake-Handynummer nutzen will, sollte darauf achten, dass das passende Land zur Verfügung steht. Denn damit eine SMS online ankommt, sollte der angegebene Wohnsitz im selben Land liegen, aus welchem auch die verwendete Handynummer stammt.

  • Bei dem Anbieter Receiveasms.com steht zum Beispiel keine deutsche Handynummer zur Verfügung.
  • Der Anbieter Vsimcard.com bietet auch deutsche Handynummern, die Webseite ist allerdings öffentlich. Hierin liegt auch ein wesentlicher Nachteil der virtuellen Einweg-Nummern. Denn alle Nutzer der Webseite können alle SMS online einsehen, die dort eingehen. Auch Zugangscodes und Passwörter sind somit öffentlich für jeden User sichtbar. Daher sollte sichergestellt werden, dass die eigene Bestätigung-SMS auch erkannt wird. Daher sollten entsprechende Nummern nicht für sensible Daten verwendet werden.
  • Ein weiterer Anbieter für Wegwerf-Handynummern ist mytempSMS.com.

Welche Nachteile gibt es bei diesen Telefonnummern?

Zahlreiche der Fake-Nummern mittlerweile von vielen Apps und Webseiten automatisch blockiert. Zudem werden immer wieder Wegwerf-Handynummern von der Polizei beschlagnahmt. Denn das Anbieten der Fake-Nummern ist nicht erlaubt, da die Handynummern auch für illegale Zwecke eingesetzt werden können. Oftmals wird die virtuelle Einweg-Nummer gegen Geld vermittelt. Wer seine eigene Handynummer besser schützen möchte, sollte statt auf eine Wegwerf-Handynummer, die Geld kostet, besser auf eine kostenlose Prepaidkarte aus dem telespiegel Prepaid-Tarifvergleich zurückgreifen.

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