
Videospiele galten lange Zeit als reine Männerdomäne, doch in den vergangenen Jahren gab es auch in diesem Bereich einen starken Wandel. Insbesondere der Erfolg von Browser- und Mobile-Games hat die Gaming-Landschaft von Grund auf verändert und neue Zielgruppen erschlossen. Was viele vorher nicht ahnen konnten: Frauen machen heute fast die Hälfte aller Spieler aus, so das Ergebnis des Global Power Play Reports 2025.
Die Studie Gaming Report
Insgesamt nahmen 1.012 Gamerinnen und Gamer aus Deutschland an der repräsentativen Umfrage teil. Diese war Teil einer globalen Erhebung unter 24.216 Spielern aus 21 Ländern. Die Studie zeigt, dass ein großer Teil der Spielerinnen und Spieler in Deutschland Gaming als positiven Ausgleich im Alltag wahrnimmt: Etwa 67 % sehen Spielen als gesunden Ausgleich und Stressabbau und rund 52 % geben an, dass ihnen Videospiele dabei geholfen haben, schwierige Lebensphasen zu meistern. Im Vergleich zu den globalen Durchschnittswerten schätzen deutsche Spielerinnen und Spieler die positive Einflussnahme von Gaming auf ihre Karriere oder schulische Laufbahn tendenziell etwas geringer ein.
Fast die Hälfte aller Gamer ist heute weiblich
Anfangs waren Videospiele überwiegend eine Männerdomäne, doch heute ist das Bild deutlich anders. Männer sind zwar mit 51 % aller Spieler immer noch in der Mehrheit, Frauen machen aber 48 % aus. Ähnliche Ergebnisse hat vor rund 6 Monaten eine Umfrage des Bitkom ergeben. Eine kleine Minderheit identifiziert sich hingegen mit keinem der zwei klassischen Geschlechter. Das Durchschnittsalter aller Spieler liegt dabei bei 41 Jahren.
Es ist aber vor allem die Verteilung auf die Plattformen, die diese Entwicklung vorangetrieben hat. Mobile Gaming hat heute einen Marktanteil von sage und schreibe 55 %, während Konsolen und PCs auf jeweils 21 % kommen. Frauen haben zwar seltener eine Konsole oder einen Gaming-PC, verfügen dafür aber genauso oft über ein Handy oder Tablet.
Folglich konnte sich die einstige Geschlechterlücke in den vergangenen Jahren deutlich reduzieren. Die Gründe fürs Spielen sind bei Männern und Frauen sehr ähnlich. Es geht im Wesentlichen um Spielspaß, Stressabbau und darum, sich mental fit zu halten. Auf welcher Plattform das am Ende geschieht, spielt eigentlich kaum noch eine Rolle.
Gaming hat noch viele weitere positive Effekte
Videospiele seien „Zeitverschwendung“, hieß es eine lange Zeit, doch der Global Power Play Report sieht das ganz anders. Basierend auf weiteren Studien hat Gaming nämlich viele positive Effekte. So gaben etwa 81 % aller Spieler an, sie genießen die geistige Herausforderung und Stimulation, während 80 % es als Methode zum Stressabbau im Alltag ansehen.
Zusätzliche Aspekte wie das Glücksgefühl beim Spielen, das Schließen neuer Freundschaften und der Abbau von Ängsten sind weitere Vorteile beim Gaming. Selbst wichtige Eigenschaften wie Kreativität, Fähigkeiten zur Problemlösung und Teamwork lassen sich spielend trainieren. Das ist manchmal sogar besser als ein trockenes Training im Unternehmen.
Viele Spieler und Spielerinnen gaben sogar an, dass Videospiele zu höherem Erfolg im Beruf oder im Sport beigetragen haben. Gaming steht also den klassischen Hobbys in nichts mehr nach, weder beim Stressabbau noch bei der beruflichen Weiterentwicklung. Das alles gilt aber nur unter der Annahme, dass man keine anderen Verpflichtungen zurückstellt.
Spieler in Deutschland sind noch etwas zurückhaltend
Die meisten Menschen spielen mit ihren Freunden aus dem „echten Leben“, ob online oder in Person. Familienmitglieder sind aber ebenfalls regelmäßig als Mitspieler im Einsatz. Das können Kinder, Eltern, Geschwister, Cousins oder sogar die Großeltern sein. In der heutigen Zeit ist grundsätzlich niemand mehr „zu alt“, um eine Runde zu spielen.
Auch mit Hinblick auf die verschiedenen Länder gibt es große Unterschiede, was die gemeinsame Spielerfahrung betrifft. In Brasilien haben die meisten Spieler ein positives Online-Erlebnis (82 %), während Deutschland eher am unteren Ende steht (52 %). Andere Länder wie Australien, Kanada und Italien liegen hingegen im Mittelfeld.
Das zeigt aber auch, dass Spieler in Deutschland noch einen Aufholbedarf beim gemeinsamen Gaming haben. So agieren viele entweder zu zurückhaltend oder schlichtweg zu emotional, sowohl bei positiven als auch bei negativen Ereignissen. Das kann die Stimmung ein wenig drücken und einige dazu veranlassen, lieber Solo zu spielen.
Tipps für ein besseres Spielerlebnis
- Kühlen Kopf bewahren und sich nicht ärgern
Gaming ist eines der beliebtesten Hobbys in Deutschland. Es soll vor allem dabei helfen, Spaß zu haben und abzuschalten. Selbst im Falle einer verlorenen Partie darf man sich nicht ärgern, sondern sollte einfach einen neuen Anlauf nehmen. So hat man alle positiven Vorteile des Spielens, ohne bitter oder frustriert zu werden. Unnötiges Aufregen bringt niemanden weiter. - Mit VPN die Internetverbindung stabilisieren
Je nachdem, wo man sich befindet und in welchem Land der Spieleserver steht, kann es zu hohen Latenzen durch ungünstiges Routing kommen. Eine Möglichkeit der Verbesserung ist ein schnelles Gaming-VPN: Es verschlüsselt und leitet Internetverbindungen über einen VPN-Server weiter, um das Routing zu verbessern und mögliche aktivitätsbasierte Bandbreitendrosselung zu umgehen. - Nicht die anderen Verpflichtungen vernachlässigen
Ein fesselndes Spiel kann einen so richtig in den Bann ziehen, sodass einige Spieler sogar andere Verpflichtungen zurückstellen oder vergessen. Feste Grenzen sind also unglaublich wichtig. Wer zunächst alle Notwendigkeiten erledigt und sich an einen festen Zeitplan hält, kann Privat- und Schul- oder Berufsleben deutlich besser balancieren. - Neue Freundschaften online knüpfen
Allein spielen kann auf Dauer ein wenig langweilig werden. Mittlerweile verfügen viele Spiele aber auch über einen Onlinemodus, wo sich viele gleichgesinnte Spieler finden lassen. Ob beim MMORPG auf dem PC oder beim Browsergame deiner Wahl: Freundschaften sind in der Regel sehr einfach zu knüpfen. Mache einfach den ersten Kontakt.
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