In Notfällen konnte bisher mit einem Handy der kostenlose Notruf 110 der Polizei und 112 der Feuerwehr angerufen werden, ohne dass eine SIM-Karte in dem Mobiltelefon stecken musste. Angesichts dessen liegen vielfach ausrangierte Handys in den Handschuhfächern vieler Autos. In einer Notsituation konnte mit ihnen jederzeit und von jedermann ein Notruf abgesetzt werden, wenn nur ausreichend Akkuleistung vorhanden war.
Doch diese eigentlich sehr sinnvolle Möglichkeit wurde in der Vergangenheit vielfach missbraucht. Spassvögel riefen in den Notrufzentralen an, strapazierten die Nerven der Helfer, belasteten die Leitungen der Notrufzentralen und lösten Fehlalarme aus. Der Bundesrat hat dem nun einen Riegel vorgeschoben. Die Möglichkeit, mit dem Handy ohne eingelegte SIM-Karte einen Notruf zu wählen, wird gesperrt werden.
Laut dem Beschluss des Bundesrates muss zukünftig eine SIM-Karte eingelegt und aktiviert sein, damit mit dem Handy ein Notruf abgesetzt werden kann. Damit wurde eine EU-Richtlinie umgesetzt, die besagt, dass den Notrufzentralen zukünftig auch Informationen über den Standort des Anrufers übermittelt werden sollen.
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