Das sogenannte Phishing (Passwort Fishing) bezeichnet den betrügerischen Versuch, durch gefälschte Auftritte Passwörter der Kunden renommierter Unternehmen herauszufinden. In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen mit betrügerischen E-Mails versucht wird, an die Zugangsdaten von Bankkunden zu gelangen (News vom 24.08.2004). Bisher hatten die Geldinstitute noch keine Schädigung einer ihrer Kunden gemeldet. Doch jetzt versuchten Unbefugte, Überweisungen in Höhe von insgesamt 21.000 € von den Konten zweier Postbank-Kunden in das Ausland vorzunehmen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Bonn.
Kunden der Postbank und der Deutschen Bank wurden nach Angaben der Financial Times Deutschland nun schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen Opfer der Phishing-Attacken. Die betroffenen Postbank-Kunden erhielten mit der ersten Phishing-Welle am 11. und 12. Juli 2004 E-Mails im Design der Postbank. Diese E-Mails forderten dazu auf, einem Link zu folgen. Der führte die arglosen Kunden zu einer Internetadresse, die der ihres Geldinstituts ähnelte. Dort gaben die Postbank-Kunden ihre Kontozugangsdaten preis. Dann bemerkte ein Kontoinhaber, dass von seinem Konto unrechtmäßig 9000,- € in das Ausland überwiesen wurden und stornierte den Vorgang rechtzeitig. Eine Abbuchung in Höhe von 12.000,- € von dem Bankkonto eines anderen Kunden war der Postbank nach eigenen Angaben bei einer internen Sicherheitsprüfung aufgefallen.
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