Skype und StreamCast – Zwei Unternehmen treffen sich vor Gericht

Skype und StreamCast - Zwei Unternehmen treffen sich vor Gericht

Sie sind alte Bekannte und Rivalen, der Softwarehersteller StreamCast Networks und der Internettelefonie-Anbieter Skype Technologies SA. StreamCast ist Hersteller der Filesharing-Software Morpheus, die den Tausch von Dateien über das Internet ermöglicht (P2P). Auch die Gründer von Skype, Niklas Zennström und Janus Friis, haben mit KaZaA eine solche Software entwickelt. Diese wurde inzwischen verkauft, der damals zwischen den beiden Unternehmen entstandene Streit um die Lizenzgebühren und Erstkaufsrecht wurde jedoch nicht vergessen. StreamCast entwickelte sogar ebenfalls eine VoIP-Software für die Nutzer von Morpheus. Diese setzte sich jedoch im Gegensatz zu Skype nicht durch. Nun treffen sich StreamCast und Skype sowie deren Begründer vor Gericht, berichtet unter anderem N24.

Streitpunkt Filesharing

StreamCast wirft seinen Verfahrensgegnern unter anderem vor, für deren Internettelefonie (VoIP) sei die Filesharing-Technologie von Morpheus verwendet worden. Dabei handele es sich um eine patentgeschützte Eigenentwicklung. Angeblich habe Skype gegen das Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act (RICO) verstossen, ein Gesetz, das eigentlich zur Verfolgung des organisierten Verbrechens vorgesehen ist. Die entsprechende Klageschrift wurde am Montag von dem zuständigen Gericht in Kalifornien/USA publiziert. Die beiden Unternehmen sollen sich bisher noch nicht näher geäußert haben.

Sollte StreamCast in diesem Fall vor Gericht Recht bekommen, dürfte das zu argen finanziellen Problemen bei KaZaA und Skype, die eng miteinander verbunden sind, aber auch bei dem Online-Auktionshaus eBay führen, das Skype erst im September des letzten Jahres für 2,6 Milliarden US-Dollar übernommen hat (Telespiegel-News vom 12.09.2005). Angeblich fordert StreamCast vier Milliarden Dollar Schadensersatz und den vollständigen Verkaufserlös von Skype. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt sein, dass StreamCast erst kürzlich mitgeteilt hatte, seinen Widerstand gegen die Klagen der Musikindustrie aufzugeben.

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