
Wer derzeit auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen ist, sollte nicht jeden vermeintlichen Verkäufer anrufen, auch wenn dessen Angebot noch so verlockend ist. Dieses ist eine altbekannte, aber derzeit neu belebte und immer noch funktionierende Masche. Betrüger veröffentlichen in Zeitungen oder in dem Internet Kleinanzeigen, in denen Autos angeboten werden. Die Angebote sind verführerisch, weil die Preise meist weiter unter dem tatsächlichen Wert des Wagens liegen. Doch wählt der Interessent die angegebene Rufnummer, meldet sich eine Mailbox, die auf eine 0137-Rufnummer verweist.
Diese Sonderrufnummern dürfen mit bis zu 1,- € pro Anruf bepreist werden. Dieser Preis gilt für Anrufe aus dem deutschen Festnetz, vom Handy ist ein solches Telefonat noch teurer. Folgt der Interessent also der Verlockung und wählt die Rufnummer mit der 0137-Vorwahl, zahlt er einen hohen Preis. Jedoch erhält er in diesem Fall eventuell nur die Ansage, es seien vor ihm noch weitere Anrufer in der Leitung und er möge es bitte später noch einmal versuchen. Ein tatsächliches Angebot für den Verkauf eines Gebrauchtwagens sind diese Anzeigen natürlich nicht.
Das Ziel dieser Anzeigen ist lediglich, dass Opfer die 0137-Rufnummer anrufen und das möglichst häufig. Das spült Geld in die Kassen der Betrüger, die häufig auch trotz Ermittlungsverfahren keine Strafen erhalten. Ihnen kann die Justiz nichts anhaben, weil sie sich hinter einem System der Unter- und Weitervermietung oder Postfachadressen im Ausland verstecken.
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