
Der kleinste deutsche Netzbetreiber o2 hat offensichtlich beschlossen, viel in den Ausbau seiner Infrastruktur zu investieren. o2 will sich zukünftig nicht mehr auf die Infrastruktur des Mobilfunknetzbetreibers T-Mobile verlassen, wenn es um die Verfügbarkeit bei Kunden geht, denen o2 keine Netzabdeckung liefern kann (Roaming-Vereinbarung) und baut sein eigenes GSM-Netz kräftig aus. Nun erklärte o2 auch, seinen Kunden die Datenbeschleunigung in seinem UMTS-Netz anbieten zu wollen und dadurch schnellere Datenübertragung zu ermöglichen.
Hohe Datenübertragungsraten per UMTS erreichen insbesondere Kunden in Ballungsgebieten, in denen die UMTS-Netze der Mobilfunknetzbetreiber besonders gut ausgebaut sind. Während jedoch Vodafone, T-Mobile und auch o2 in ihren mehr oder weniger gut ausgebauten UMTS-Netzen die Datenbeschleuniger High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) für die Beschleunigung des Downloads und High Speed Uplink Packet Access (HSUPA) für die Beschleunigung des Uploads anbieten, hinkt E-Plus hinterher, weil sie lediglich UMTS-Standardgeschwindigkeit anbietet.
Auch das UMTS-Netz von o2 zeigt noch viele weiße Flecken, dazu kann jeder selbst die Netzabdeckung prüfen. Die moderne UMTS-Technik ist bisher nur an wenigen Orten mit hoher Bandbreite zu nutzen. Und die Einführung des Datenbeschleuniger für Uploads HSUPA in seinem UMTS-Netz kündigte der o2 erst kürzlich an. Doch o2 schreitet mit schnellen Schritten voran. Im zweiten Halbjahr dieses Jahres werde den Kunden UMTS auch mit der Beschleunigung durch HSDA+ angeboten, die den Download mit bis zu 28 Mbit/s und den Upload mit bis zu 5,76 Mbit/s ermögliche, teilte das Unternehmen mit. Mit dieser neuen und noch leistungsfähigeren UMTS-Technik experimentieren bereits mehrere Netzbetreiber. Selbstverständlich wird auch passende Hardware von o2, der Tochter der spanischen Telefónica angeboten werden.
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