Alles Lüge – Internet-Liebhaber verschwand mit Geld von Chatterin

Internetbekanntschaft

Insbesondere bei Bekanntschaften in dem Internet kann man sich selten sicher sein, dass der Gesprächspartner tatsächlich der ist, für den er sich ausgibt. Innerhalb der Internetchats und Kontaktmärkte ist es einfach, die Identität zu vertuschen und andere Teilnehmer zu blenden. Für jene, die nicht kritisch sind, kann das mit einem bösen Erwachen enden.

Dessen ist sich nun auch die Kassenaufsicht Ayse K. bewusst. Die 28-Jährige hatte in einem großen, anmeldefreien Internet-Chat den rassigen Yasni kennengelernt, einen 29-jährigen erfolgreichen Geschäftsmann. „interessantEr”, so sein Internet-Spitzname (Nick-Name) wollte Ayse dann auch treffen und so vereinbarten sie ein Kennenlernen auf dem Parkplatz eines Restaurants.

Wie vereinbart hatte Ayse 5000,- € dabei. Ihre Internetbekanntschaft hatte sie nämlich gebeten, ihm diese Summe zu leihen. Der fuhr mit einem Kleintransporter vor, nahm das Geld an sich und wurde danach nicht mehr von Ayse gesehen. Die junge Frau hatte zwar keine Adresse und keine gültige Telefonnummer von Yasni, doch bei dem ersten und einzigen Treffen hatte sie Filmaufnahmen von ihrem neuen Liebhaber gemacht. Nachdem sie über ein Jahr auf Yasni und ihr Geld gewartet hatte, übergab sie diese Bilder der Polizei.

Ein Kripo-Beamter erkannte in Yasni einen „alten Bekannten„ namens Mustafa S.. Der war kein erfolgreicher Geschäftsmann, sondern Hartz-IV-Empfänger und Taxifahrer. Während seines Verfahrens wegen Betrugs erklärte er dem Gericht, er habe mit dem Geld einen Im- und Exporthandel gründen wollen. Von den anderen Frauen, mit denen er ebenfalls angebändelt hatte, habe er sich aber keine Geld geliehen, schwor er und er sei auch kein Betrüger. Kurz vor dem Prozess habe er sich bei Ayse gemeldet und ihr die 5000,- € zurückgezahlt. Die Summe, so sagte er auf Nachfrage, habe er sich geliehen. Der Richter des Amtsgericht Hagen stellte das Verfahren gegen den 29-jährigen Mann ein.

Weitere Informationen

Sicherheit im Internet
Chat Smilies

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Digitale Steuerbescheide ab 2026 – Papier nur auf Wunsch

Digitale Steuerbescheide ab 2026

Papier nur auf Wunsch

Ab 2026 werden Steuerbescheide in Deutschland in der Regel nur noch digital bereitgestellt. Papier gibt es nur auf Wunsch. Was bedeutet das für Bürgerinnen, Bürger und Kanzleien? Hier erfährst du verständlich, was sich ändert – und wie du dich vorbereitest. […]

Scheinbarer App-Zwang – congstar wegen Irreführung verurteilt

Scheinbarer App-Zwang 

 congstar wegen Irreführung verurteilt

Die Telekom-Tochter congstar behauptete, ihr Online-Kundencenter werde 2025 abgeschaltet – und drängte damit Kunden zum App-Download. Doch das stimmte gar nicht. Ein Gerichtsurteil deckt nun auf, wie weit der vermeintliche App-Zwang wirklich ging. […]

Urteil – Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Urteil 

 Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Das Oberlandesgericht Bamberg hat in seinem Urteil entschieden, dass die Sperrung mehrerer Social-Media-Kanäle eines Influencers durch eine Plattformbetreiberin nicht ohne Weiteres zulässig ist. Insbesondere stellte das Gericht fest, dass die bloße Weiternutzung eines weiteren Kanals keine automatisierte Umgehung der Sperrmaßnahme darstellt. […]

United Internet & 1&1 - Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet & 1&1

Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet bündelt seine Telekommunikationsaktivitäten und verkauft die Netztochter 1&1 Versatel konzernintern an die 1&1 AG. Für Endkunden bleiben die bekannten Marken wie 1&1, IONOS, GMX oder WEB.DE bestehen. Der Artikel erklärt verständlich, welche Produkte die Unternehmen anbieten und was der mögliche Verkauf der Domain-Handelsplattform Sedo bedeutet. […]

Kritische Chrome-Lücke – Google veröffentlicht Notfall-Update

Kritische Chrome-Lücke

Google veröffentlicht Notfall-Update

Eine Chrome-Schwachstelle wurde aktiv von Cyberkriminellen ausgenutzt. Google hat mittlerweile ein Notfall-Update bereitgestellt, das dringend installiert werden sollte. Chrome-Nutzer müssen ihren Browser neu starten, um das Update zu aktivieren. […]