
In jedem Jahr zur Weihnachtszeit gibt es sie massenhaft, die Online-Adventskalender. Zahllose Unternehmen bieten auf ihrer Webpräsenz bis Heiligabend für jeden Tag ein Türchen an, das der User öffnen darf. Dahinter, so versprechen die Unternehmen, sind beispielsweise Chancen auf Gewinne oder nützliche Informationen zu finden. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat einige Anbieter von Online-Adventskalendern für Kinder getestet. Sie bemängelt, dass die meisten Anbieter mehr Daten abfragen, als für die Teilnahme an dem Adventskalender benötigt werden. Die Ergebnisse lassen sich auch auf Online-Adventskalender für Erwachsene übertragen.
Statt sich mit einer Emailadresse des Nutzers für die Teilnahme zu begnügen, werden meist weitere Angaben, wie Vorname und Nachname, die postalische Anschrift, das Geburtsdatum oder Alter des Teilnehmers und seine Telefonnummer abgefragt. Ohne diese Angaben ist der Adventskalender meist gar nicht zu nutzen.
Was mit den eingegebenen Daten passiert, ist häufig nicht sofort erkennbar und wird oft nur abseits des Teilnahmeformulars in den Nutzungsbedingungen kommuniziert. Nicht selten werden die Daten nämlich zu Werbezwecken verwendet oder an Dritte weitergegeben. Möchte man dennoch an einem solchen Adventskalender teilnehmen gilt es, den möglichen Nutzen gegen den eventuellen Schaden abzuwägen. Kinder sollten dazu ermuntert werden, kritisch mit derartigen Angeboten und sparsam mit ihren persönlichen Daten umzugehen.
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