
Zukünftig werden die Telekommunikationsnetze stetig mehr leisten müssen, denn der Datenverkehr steigt rasant an. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, müssen Techniken erforscht, weiterentwickelt, umgesetzt und Kapazitäten ausgebaut werden. Auch die Datenübertragung über Glasfasernetze wird künftig eine große Rolle spielen, denn die Glasfasertechnik ist trotz ihrer Beschränkungen besonders leistungsfähig. Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, das sich mit der Entwicklung von mobilen und festen Breitband-Kommunikationsnetzen und Multimedia-Systemen befasst, wird der Öffentlichkeit morgen (10. März) auf der Optical Fiber Communications Conference einen neuen Rekord präsentieren. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dänemark ist es dem Institut gelungen, über eine Glasfaserstrecke von 29 Kilometern Länge eine serielle Datenrate von 10,2 Terabit pro Sekunde zu erreichen. Das entspricht der Datenmenge von 240 DVDs pro Sekunde und ist nach Angaben des Instituts ein neuere Weltrekord.
Der neue Rekord basiere auf zwei Neuerungen, erklärt das Fraunhofer HHI. Die Pulswiederholungsrate sei erhöht worden, indem die Lichtblitze, die der Datenübertragung dienen, schneller (alle 800 Femtosekunden) und mit geringerer Impulsdauer (mit 300 Femtosekunden) erfolgen. Die Daten können so schneller übertragen werden. Auch die Dichte der übertragenen Informationen pro Lichtblitz wurde erhöht. Durch die Neuerungen ergibt sich eine etwa vier Mal schnellere serielle Datenübertragung über Glasfasernetze als sie bisher nachweislich möglich war.
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