Cliqz – sicherer Webbrowser aus Deutschland

Cliqz - sicherer Webbrowser aus Deutschland

Sicherheit, Datenschutz und Privatsphäre sind enorm wichtig. Die aktuelle Generation an Software für Internetanwendungen stammt meistens aus den USA und anderen Ländern, die keine so restriktiven Datenschutzbestimmungen wie Deutschland kennen. Daher stecken nicht nur hinter dem Besuch von großen Webseiten wie Facebook, Google und Co., sondern auch bei vielen Programmen erhebliche Risiken, dass die eigenen Nutzerdaten kommerziell ausgeschlachtet werden. Ein deutscher Webbrowser soll das nun ändern. Cliqz ist sicher, schützt die eigenen Daten und sorgt für mehr Transparenz.

So funktioniert Cliqz

Cliqz gibt es für Desktop, Mac, Android und iOS sowie als Add-on für den Firefox-Browser. Eine Linux-Version existiert derzeit nicht, Entwickler können aber auf den Quellcode zugreifen und sich so eine Version für die Plattform erstellen.

Der Firefox stand bei der Gestaltung und Technik von Cliqz Pate. Denn die Optik bis hin zu einzelnen Icons erinnert sofort an die Mozilla-Software. Kein Wunder, Cliqz basiert auf dem quellcodeoffenen Browser. Damit fällt Nutzern der Umstieg sehr leicht. Sie müssen sich nicht umgewöhnen.

Technisch sorgt Cliqz für ein Filtern aller Tracking-, Phishing-, Spähversuche. Ein Infobereich gibt dem Nutzer Auskunft darüber, welche Drittanbietercodes in eine Webseite eingebunden sind. Diese sammeln in der Regel Daten und bereiten diese für den Drittanbieter auf. Ein Beispiel ist Werbung von Google, bei der Nutzerprofile erstellt werden. Diese nutzt Google dazu, passgenaue Werbung einzublenden. Ein lukratives Geschäft für Google, die Werbetreibenden und den Webseitenbetreiber gleichermaßen. Cliqz blockiert jedoch die Skripte, mit denen Nutzerdaten erstellt werden. Anders als im neuen Firefox bleibt die Werbung dabei sichtbar, sodass Webseitenbetreiber wenig finanzielle Einbußen haben.

Cliqz bietet sogar eine explizite Auflistung aller potenziell unsicheren Dateien. Ein Beispiel ist die Webseite der Bundesregierung, die ein Messverfahren eines Drittanbieters nutzt. Vier Daten werden blockiert. Bei der Bild Zeitung sind es stellenweise über 180.

Cliqz: Transparenz und mehr Schutz ohne Einbußen

Insgesamt bietet Cliqz damit einen erstklassigen Schutz der eigenen Daten. Dabei arbeitet das Tool transparent und informiert den Nutzer, welche Daten blockiert werden und welche Daten das eigene Gerät verlassen. Die Liste der Vorteile ist lang. Selbst die Suchergebnisse sind anonymisiert, sodass das eigene Surfverhalten keinen Einfluss mehr auf die Auflistung bei Suchanfragen hat.

Update 30.04.2020

Im Laufe des Mai 2020 wird Cliqz eingestellt. Cliqz-Gründer Jean-Paul Schmetz dazu: „Wir haben gegen einen übermächtigen Gegner wie Google, der den Markt in jeglicher Hinsicht dominiert und abschottet, langfristig keine Chance“.

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