Seltener Anblick – Telekom baut riesigen Sendemast wegen Kippgefahr ab

Seltener Anblick – Telekom baut riesigen Sendemast wegen Kippgefahr ab

Normalerweise sind Mobilfunknetzanbieter damit beschäftigt, neue Sendemasten aufzubauen. In der im Landkreis Bamberg liegenden Gemeinde Litzendorf in Bayern bot sich vor kurzem jedoch ein gegenteiliges Bild: Ein riesiger Schleuderbeton-Sendemast der Telekom wurde Stück für Stück wieder abgebaut.

Weshalb musste der Mast entfernt werden?

Der Grund für den Abbau ist bestehende Kippgefahr durch Erosion. Diese wurde vermutlich dadurch ausgelöst, da ein Wald, der sich in der Nähe des Masts befand, vollständig gerodet werden musste. Denn Borkenkäfer hatten die Bäume befallen. Vor dem Aufbau eines Sendemasts wird das umgebende Erdreich genaustens auf seine Tragfähigkeit geprüft. Die fehlenden Bäume und deren schützendes Wurzelwerk sorgten in der Gemeinde nun dafür, dass das Erdreich nachgab. Um zu vermeiden, dass der Sendemast irgendwann kippt, rückte die Telekom mit einem Großkran der Firma Merkel an und beseitigten den tonnenschweren Masten Stück für Stück. Das dauerte mehrere Stunden, da zunächst die Antennen vorsichtig getrennt und abgehoben wurden. Anschließend musste der Schleuderbetonmast, der meist zwischen 30 und 40 Meter hoch ist, in kleinere Teile zersägt werden, um letztendlich demontiert werden zu können.

YouTube Video zur Demontage

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Wie wird die Mobilfunkversorgung jetzt sichergestellt?

Damit die Gemeinde trotz des fehlenden Masts weiterhin mit einem zuverlässigen Mobilfunknetz versorgt wird, stellt die Telekom vorübergehend einen Mobileradiotrailer, kurz MRT, auf. Die Versorgung ist hierdurch so lange gesichert, bis ein neuer und sicherer Standort für einen Sendemast gefunden wurde. Das mobile Funkterminal wurde ursprünglich für die Versorgung von Events und ähnlichem entwickelt. Mittlerweile kommen MRT jedoch auch nach Naturkatastrophen oder als längerfristiger Ersatzstandort zum Einsatz – so wie auch in Litzendorf. Die Mobileradiotrailer, die es in unterschiedlichen Höhen und Versionen gibt, gewährleisten die Versorgung mit dem Funknetz des jeweiligen Mobilfunknetzbetreibers. Das Funkterminal besteht aus einem Container, der Netztechnik und einem Antennenmast.

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