
Für die meisten ist ihr Smartphone ein täglicher Begleiter, der ständig im Einsatz ist – so beispielsweise auch während der Fahrt mit einer U-Bahn. Laut den drei Netzbetreibern O2 Telefónica, Vodafone und Deutsche Telekom ist jetzt eine beinahe 100-prozentige LTE-Netzabdeckung auf allen Strecken deutschlandweit erreicht. Hierdurch ist künftig auch in U-Bahnen das Internet-Surfen und Telefonieren ohne größere Lücken möglich.
Wie wurde die LTE-Abdeckung deutschlandweit erreicht?
Insgesamt wurden über 1 000 Kilometer Glasfaser verlegt, 360 Tunnel-Antennen, 350 Repeater und 30 Basisstationen installiert, um die U-Bahn-Strecken mit Highspeed-Mobilfunknetz zu versorgen. Zuletzt wurde der Ausbau auf der Strecke der Berliner U-Bahn abgeschlossen, der sich zuvor mehrere Jahre verzögert hatte. Für den Ausbau des LTE-Funknetzes auf dieser Strecke war der Netzbetreiber O2 Telefónica verantwortlich. Dennoch profitieren alle Mobilfunkkunden in Deutschland von der jetzigen Fertigstellung – denn nicht nur die O2-Kunden, sondern auch die Kunden der Konkurrenten Vodafone und Telekom können das 4G-Netz in der U-Bahn nutzen. In Zukunft soll es durch den fertiggestellten Mobilfunk-Netzausbau auch keine Schwächen mehr beim WLAN-Empfang in den U-Bahnen geben. Da immer nur gebaut werden kann, wenn kein Fahrtbetrieb herrscht, sei der Ausbau nach Angaben der Technik-Chefin von Vodafone, Tanja Richter, nicht unkompliziert gewesen. Meist könne nur nachts gebaut werden.
„Damit dieses alles nur einmal aus einer Hand akribisch geplant und umgesetzt werden kann, ist immer einer der drei Netzbetreiber im Projekt-Lead – und plant für die anderen beiden mit“, erklärt Richter.
Wie wird der Ausbau durch Kooperation der Netzbetreiber vorangetrieben?
Nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in Dortmund war O2 Telefónica für den Ausbau des 4G-Mobilfunknetzes zuständig. Vodafone kümmerte sich hingegen um die U-Bahn-Strecken in Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart. Die Deutsche Telekom war für das LTE-Netz entlang der U-Bahn-Strecken in den Großstädten Bochum/Herne, Köln und Nürnberg zuständig. Für die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover waren sowohl Vodafone als auch die Telekom zuständig.
„Egal, ob privater Chat oder dienstliche Mail – wir alle wollen online sein und das mit Highspeed, auch in der U-Bahn. Deshalb ist das flächendeckende Highspeed-Mobilfunknetz ein wichtiger Schritt für ein noch attraktiveres und moderneres Mobilitätsangebot“, betont Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Henrik Falk.
Nach gemeinsamen Angaben der drei Netzbetreiber Vodafone, O2 Telefónica und der Deutschen Telekom sind bereits jetzt Investitionen in den gemeinsamen 5G-Ausbau entlang der U-Bahn-Strecken in Deutschland geplant.
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