
Das klassische Portemonnaie verliert in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Verbraucher greifen an der Ladenkasse lieber zur Karte oder bezahlen direkt mit dem Smartphone. Neue Zahlen des Handelsforschungsinstituts EHI zeigen, dass Bargeld zwar weiterhin eine wichtige Rolle spielt, sein Anteil jedoch seit Jahren kontinuierlich sinkt. Gleichzeitig erlebt das mobile Bezahlen einen regelrechten Boom.
Bargeld verliert weiter an Bedeutung
Noch vor zehn Jahren wurde die große Mehrheit der Einkäufe in Deutschland bar bezahlt. Inzwischen hat sich das Bild deutlich verändert. Nach der aktuellen EHI-Studie entfielen 2025 nur noch 50,5 Prozent aller Bezahlvorgänge im stationären Einzelhandel auf Bargeld. Beim Umsatz liegt der Bargeldanteil sogar nur noch bei 32,3 Prozent. Der überwiegende Teil der Umsätze wird mittlerweile unbar abgewickelt.
Besonders die Girocard bleibt für viele Kunden das bevorzugte Zahlungsmittel. Gleichzeitig gewinnen internationale Debitkarten sowie digitale Bezahlverfahren immer stärker an Bedeutung.
Smartphone wird zur digitalen Geldbörse
Besonders stark wächst das sogenannte Mobile Payment. Dabei werden Kreditkarten oder Girokarten digital auf dem Smartphone oder der Smartwatch hinterlegt und kontaktlos genutzt.
Laut EHI wurden im vergangenen Jahr bereits 19,3 Prozent aller unbaren Zahlungen im stationären Handel mobil durchgeführt. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 12,8 Prozent. Bezogen auf sämtliche Zahlungsvorgänge entspricht dies bereits 9,3 Prozent aller Einkäufe im deutschen Einzelhandel.
„Das mobile Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch liegt im Trend und wird immer häufiger im Handel genutzt. Etwa jede fünfte unbare Zahlung an den Kassen des Einzelhandels tätigt die Kundschaft mittlerweile mobil“, weiß Payment-Experte und Studienautor Horst Rüter.
Die Entwicklung wird durch mehrere Faktoren begünstigt:
- Immer mehr Banken unterstützen digitale Wallets auf Android- und iPhone-Geräten.
- Das kontaktlose Bezahlen hat sich im Alltag etabliert.
- Smartwatches werden zunehmend als Zahlungsmittel genutzt.
- Verbraucher schätzen die Geschwindigkeit und Bequemlichkeit mobiler Zahlungen.
So haben sich die Zahlungsgewohnheiten verändert
| Aktueller Stand | |
|---|---|
| Bargeldanteil an den Umsätzen | 32,3 % |
| Kartenanteil an den Umsätzen | 65,1 % |
| Anteil mobiler Zahlungen an allen unbaren Zahlungen | 19,3 % |
| Mobile Zahlungen an allen Transaktionen | 9,3 % |
| Kontaktlose Kartenzahlungen | Fast 90 % |
Finanzwissen wird wichtiger denn je
Mit der zunehmenden Digitalisierung des Zahlungsverkehrs steigt auch die Bedeutung finanzieller Bildung. Verbraucher müssen heute nicht nur klassische Zahlungsmittel verstehen, sondern sich auch mit digitalen Wallets, Online-Bezahlsystemen und neuen Finanztechnologien auseinandersetzen.
Die in der vorliegenden Analyse behandelten Entwicklungen zeigen, dass Finanzkompetenz zunehmend zu einer Schlüsselqualifikation wird. Wer moderne Zahlungsmethoden versteht und sicher nutzt, kann digitale Angebote besser einschätzen, Risiken reduzieren und die Kontrolle über die eigenen Finanzen behalten.
Zu den wichtigsten Fähigkeiten gehören heute:
- Sichere Nutzung digitaler Zahlungsdienste
- Verständnis für Budgetplanung und Ausgabenkontrolle
- Schutz persönlicher Finanzdaten
- Umgang mit neuen digitalen Finanzinstrumenten
Wissen als neue Währung
Geld kommt und geht, aber Finanzwissen verliert man nie. Ob jemand sein erstes Gehalt verwaltet, für ein Haus spart oder herausfindet, wie unnötige Schulden zu vermeiden sind: Finanzwissen ist der Leitfaden. Es geht nicht nur um Reichtum, sondern um Vorbereitung.
Und im digitalen Zeitalter sehen die Voraussetzungen dafür ganz anders aus. Neue Zahlungsmittel, globale Einkaufsplattformen und grenzenlose Finanzsysteme haben die Spielregeln neu geschrieben. Ein Beispiel dafür ist Flexepin Guthaben kaufen, mit dem man online bezahlen kann, ohne das Bankkonto direkt zu verknüpfen. Das ist eine alternative Lösung für alle, die die Kontrolle und ihre Privatsphäre behalten wollen.
Warum verliert Bargeld immer mehr an Bedeutung?
Die Zahlen der aktuellen Studie zeigen klar: Bargeld verliert weiter an Boden. Während der Anteil der Barzahlungen 2024 noch bei 33,8 Prozent lag, sank er 2025 auf 32,3 Prozent. Gleichzeitig wächst der Kartenumsatz kräftig und erreicht inzwischen 328,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 14,5 Milliarden Euro. Besonders fällt dabei auf, dass auch kleine Beträge immer häufiger digital bezahlt werden. Dadurch sinkt der durchschnittliche Betrag bei Zahlungen mit der Girocard kontinuierlich. Für das vergangene Jahr liegt der Durchschnittsbetrag nach Angaben der Tagesschau bei 37,25 Euro. Das zeigt klar, dass Verbraucher längst nicht mehr nur größere Einkäufe kontaktlos bezahlen, sondern selbst den schnellen Snack oder Kaffee.
Der Trend dürfte sich fortsetzen
Experten gehen davon aus, dass der Anteil von Bargeld in den kommenden Jahren weiter zurückgehen wird. Während viele Verbraucher weiterhin Bargeld für kleinere Ausgaben oder als Reserve nutzen, etabliert sich das Smartphone zunehmend als digitale Geldbörse für den Alltag. Die Entwicklung zeigt: Deutschland bewegt sich langsam, aber stetig in Richtung einer zunehmend bargeldlosen Gesellschaft.
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