
Seit dem Abend des 14. September steht die neueste Betriebssystemversion von Apple, iOS 27, für kompatible iPhones bereit. Der US-amerikanische Tech-Gigant verspricht nicht nur ein überarbeitetes Design, sondern auch wesentlich mehr Tempo sowie zahlreiche neue KI-Features. In Europa kommen allerdings nicht alle Neuerungen an.
Was verändert sich mit iOS27?
Mit iOS 27 wird unter anderem das sogenannte Liquid-Glass-Design weiterentwickelt. Das führt zu einer besseren Lesbarkeit und schärferen Kontrasten. Dadurch sind Inhalte trotz transparenter Elemente leichter zu erkennen. Für die Darstellung gibt es zudem einen neuen Regler, mit dem User zwischen einem besonders klaren und einem vollständig eingefärbten Erscheinungsbild wählen können. Neuerungen gibt es auch bei der Oberfläche. Nach Angaben von Apple sollen sich Apps bis zu 30 Prozent schneller öffnen, während Fotos bis zu 70 Prozent schneller in der Fotomediathek geladen werden. Auch AirDrop profitiert von Optimierungen und soll Übertragungen um bis zu 80 Prozent beschleunigen.
Welche Verbesserungen gibt es für den Kinderschutz und Alltag?
iOS27 bringt wichtige Neuerungen für den Kinderschutz. Für Kinder und Jugendliche können jetzt spezielle Accounts mit altersabhängigen Schutzmaßnahmen eingerichtet werden. So erhalten Eltern unter anderem mehr Kontrolle über erlaubte Apps, Bildschirmzeiten und den Zugriff auf Websites. Überdies gibt es weitere Neuerungen, die im Alltag hilfreich sind:
- Bedienungshilfen: neue Möglichkeiten bei VoiceOver, Untertitel-Features, neue leistungsstarke Tools in der Lupe-App
- iCloud Alben: Unterstützung des Teilens in voller Auflösung, neue Möglichkeiten Fotos zu filtern und darauf zu reagieren
- Unterstützung des Zyklus: neues Zyklusprotokoll in der Health-App
- Fly-over in Karten: Luftaufnahmen und Modelle für visuelle Intelligenz
- AirPods: personalisierbarer Equalizer
- Home App: neue Funktionen durch Apple Intelligence
- GymKit: jetzt auf iPhone verfügbar
Welche weiteren neuen Features gibt es?
Zu den auffälligeren Neuerungen gehört eine erweiterte FaceTime-Funktion. Mit Dual Capture können kompatible Geräte gleichzeitig die Front- und Rückkamera verwenden. Dadurch lässt sich unter anderem eine Person zeigen, während gleichzeitig das Geschehen vor der Kamera aufgenommen wird. Ebenso gibt es in der Foto-App neue Möglichkeiten. Mit smarter Bearbeitung lassen sich Bilder räumlich neu ausrichten, erweitern und störende und noch größere Objekte entfernen. Außerdem gibt es neue Werkzeuge, mit denen sich Aufnahmen direkt auf dem Smartphone anpassen lassen.
Was kann Siri AI jetzt?
Besonders groß fällt der geplante Sprung bei Siri aus. Die neue KI soll Gespräche stärker im Zusammenhang verstehen und auf Wunsch Informationen aus Nachrichten, E-Mails oder Fotos berücksichtigen können. Ferner soll sie den Bildschirminhalt erfassen und mehrstufige Aufgaben selbstständig ausführen. Apple entwickelt dafür auch eine eigene Siri-App. Auf dem Mac soll die neue Siri stärker mit Spotlight verbunden werden. So soll aus dem bisherigen Sprachassistenten schrittweise ein persönlicher KI-Begleiter werden, der Zusammenhänge erkennt und komplexere Aufgaben übernimmt.
Box:
Weshalb fehlen in der EU viele KI-Features?
iOS 27 ist für iPhone 11 und neuere Modelle verfügbar. Für Nutzer in der EU gibt es jedoch Einschränkungen. Die neue gesprächsorientierte Siri‑AI, die eigenständige Siri-App mit Gesprächsverlauf, bestimmte Siri-Funktionen in der Kamera und daran gekoppelte Schreibhilfen stehen hier zunächst nicht vollständig zur Verfügung. Siri AI startet außerdem zunächst auf Englisch. Weitere Sprachen sind schrittweise vorgesehen. Hinter den EU-Einschränkungen steht der Digital Markets Act, kurz DMA. Der US-amerikanische Konzern und die EU-Kommission sind sich insbesondere über den geforderten Systemzugriff für KI-Assistenten und die damit verbundenen Datenschutz- und Sicherheitsrisiken uneinig. Apple hatte dafür mit einem „Trusted System Agent“ eine Zwischenschicht vorgeschlagen. Von der EU-Kommission wurde das sowie weitere Vorschläge jedoch abgelehnt. Damit bleibt ein Teil der größeren iOS‑27‑Neuerungen europäischen Nutzern vorerst verwehrt.
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