
Das Smartphone ist heutzutage ständig in Benutzung. Obwohl es längst zum festen Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden ist, gibt es einige Situationen, in denen der Griff zum Handy schnell als respektlos gelten kann. Eine Umfrage von Vodafone zeigt, wann die Deutschen die Nutzung akzeptieren und wo die klaren Grenzen liegen.
Wann wird die Smartphone-Nutzung akzeptiert?
Die Deutschen zeigen sich bei der Smartphone-Nutzung relativ tolerant. Das gilt insbesondere für sportliche oder andere freizeitliche Aktivitäten. Für die meisten gehört das Gerät längst zum Alltag und wird deshalb nicht grundsätzlich als störend empfunden. Selbst im Kino oder Theater wünscht sich lediglich etwa ein Drittel der Befragten, dass das Handy ungenutzt bleibt. Bei sportlichen Aktivitäten haben sogar nur noch zwei Prozent etwas gegen die Nutzung. Die Ergebnisse zeigen, dass es weniger auf das Smartphone selbst als vielmehr auf die jeweilige Situation, in der es genutzt wird, ankommt.
In welchen Situationen gilt die Nutzung als unhöflich?
Anders sieht es nämlich aus, wenn Menschen bewusst Zeit miteinander verbringen. Laut einer von Vodafone in Auftrag gegebenen Civey-Umfrage empfinden 70 Prozent der Befragten den Griff zum Smartphone während eines persönlichen Gesprächs als unhöflich. Auch beim gemeinsamen Essen ist die Toleranz eher gering. Hier gaben mehr als 60 Prozent an, sich daran zu stören, wenn ihr Gegenüber auf das Gerät schaut. Gleichzeitig geben einige an, selbst bei solchen Gelegenheiten das Handy zu nutzen. Überraschend großzügig fällt hingegen die Einschätzung bei einem ersten Date aus. Nur vier von zehn der insgesamt 2 500 Befragten empfinden die Smartphone-Nutzung des Gegenübers dabei als störend. Auch im Schlafzimmer scheint das Handy nur wenig problematisch zu sein. Rund 80 Prozent verzichten nach eigenen Angaben aber bewusst darauf, ihr eigenes Smartphone zu nutzen, wenn jemand neben ihnen liegt.
Wann wird es problematisch?
Wer sein Gegenüber zugunsten des Smartphones ignoriert, betreibt sogenanntes Phubbing. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern „Phone“ und „Snubbing“ zusammen. Mit letzterem ist eine unhöfliche Zurückweisung gemeint. Das Verhalten kann sogar zwischenmenschliche Beziehungen auf Dauer enorm belasten. Das gilt sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Studien deuten darauf hin, dass Phubbing das Gefühl sozialer Isolation verstärken und die Qualität von Gesprächen beeinträchtigen kann. Besonders problematisch wird es, wenn dadurch ausgerechnet der eigene Partner, enge Freunde oder geliebte Familienmitglieder zu wenig Aufmerksamkeit erhalten.
Welche Regeln gelten beim Telefonieren?
Nicht nur beim direkten Gespräch, sondern auch am Telefon spielt gutes Benehmen eine wichtige Rolle. Insbesondere im beruflichen Umfeld kommt es darauf an, deutlich zu sprechen, sich angemessen zu begrüßen und das Gespräch höflich zu beenden. Je nach Anlass kann es außerdem sinnvoll sein, wichtige Informationen direkt zu notieren. Ähnliche Regeln gelten für geschäftliche E-Mails. Ein klarer, Aufbau, eine passende Anrede und ein respektvoller Ton helfen dabei, Missverständnisse zu vermeiden. Letztlich gilt demnach für alle Formen der Kommunikation, dass Wertschätzung am besten gezeigt wird, indem man dem Gegenüber aufmerksam begegnet.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar