SAR-Werte von Smartphones – Bundesamt ermöglicht einfachen Vergleich

SAR-Werte von Handys: Smartphones im Vergleich

Kamera, Display, Akkulaufzeit und Preis gehören zu den üblichen Kriterien beim Kauf eines neuen Smartphones. Deutlich weniger Beachtung findet dagegen der sogenannte SAR-Wert. Dabei können Verbraucher die Werte verschiedener Handys beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) kostenlos miteinander vergleichen.

SAR steht für „Spezifische Absorptionsrate“. Der Wert gibt an, wie viel Energie durch hochfrequente elektromagnetische Felder vom Körper aufgenommen wird, und wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) angegeben. Für Mobiltelefone gilt für Kopf und Rumpf ein Höchstwert von 2 W/kg. Auf dem deutschen Markt angebotene Geräte müssen diesen Wert einhalten.

SAR-Werte unterscheiden sich deutlich

Dass die Smartphone-Strahlung den vorgeschriebenen Höchstwert einhält, bedeutet allerdings nicht, dass alle Geräte gleichauf liegen. Zwischen einzelnen Modellen gibt es durchaus deutliche Unterschiede.

Das Bundesamt für Strahlenschutz sammelt bereits seit 2002 die von den Herstellern unter standardisierten Bedingungen ermittelten SAR-Werte. Über die Online-Datenbank des BfS lässt sich gezielt nach Herstellern und Modellen suchen. Angegeben werden unter anderem die Werte beim Telefonieren mit dem Handy am Ohr sowie beim körpernahen Betrieb.

Einige Beispiele zeigen die Unterschiede:

SmartphoneSAR am KopfSAR am Körper
Samsung Galaxy A16 5G0,38 W/kg0,94 W/kg
Samsung Galaxy A26 5G0,41 W/kg0,96 W/kg
Google Pixel 100,99 W/kg0,98 W/kg
Apple iPhone 16 Pro Max1,22 W/kg1,45 W/kg
Apple iPhone 161,24 W/kg1,41 W/kg
Apple iPhone 16 Pro1,24 W/kg1,48 W/kg
Apple iPhone 16e1,48 W/kg1,49 W/kg
Die Werte zeigen: Auch bei aktuellen Smartphones kann die maximale Energieaufnahme je nach Modell erheblich variieren. So liegt unter anderem der Kopf-SAR-Wert des Galaxy A16 5G bei 0,38 W/kg, während für das iPhone 16e 1,48 W/kg angegeben werden. Beide Werte liegen jedoch unterhalb des geltenden Höchstwertes.

Was bedeutet ein niedriger SAR-Wert?

Ein niedrigerer SAR-Wert bedeutet zunächst, dass bei der standardisierten Messung weniger Hochfrequenzenergie vom Körper aufgenommen wurde. Der SAR-Wert beschreibt dabei einen unter festgelegten Laborbedingungen ermittelten maximalen Wert und nicht automatisch die tatsächliche Belastung im Alltag.

Wie stark ein Smartphone tatsächlich sendet, hängt beispielsweise von der Qualität der Mobilfunkverbindung ab. Bei guten Empfangsbedingungen kann das Gerät seine Sendeleistung reduzieren. Bei schlechter Netzversorgung kann dagegen eine höhere Sendeleistung erforderlich sein.

Wer seine Exposition zusätzlich reduzieren möchte, kann beim Telefonieren etwa ein Headset oder die Freisprechfunktion verwenden und längere Telefonate bei schlechtem Empfang vermeiden. Schon der größere Abstand zwischen Smartphone und Kopf reduziert die Einwirkung.

SAR-Wert vor dem Handykauf vergleichen

Wer beim nächsten Smartphone neben Kamera, Speicher und Akkulaufzeit auch die maximale Hochfrequenzexposition berücksichtigen möchte, kann die SAR-Werte deshalb als zusätzliches Auswahlkriterium nutzen. Die Datenbank des Bundesamtes für Strahlenschutz ermöglicht einen schnellen Vergleich zahlreicher Modelle und macht teilweise erhebliche Unterschiede sichtbar.

Entscheidend bleibt dabei die Einordnung: Ein höherer SAR-Wert innerhalb der zulässigen Grenzen bedeutet nicht automatisch, dass von einem Smartphone eine Gesundheitsgefahr ausgeht. Der Wert bietet vielmehr eine Möglichkeit, Geräte hinsichtlich ihrer maximalen Hochfrequenzexposition miteinander zu vergleichen.

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