Telekom startet Rückgabedeal – Niedrigere Smartphone-Raten gegen Schlusszahlung

Telekom-Rückgabedeal – Smartphone-Raten mit Schlussrate

Premium-Smartphones kosten inzwischen schnell mehr als 1.000 Euro. Die Telekom führt deshalb ein neues Finanzierungsmodell ein, das die monatliche Belastung beim Gerätekauf reduzieren soll. Beim sogenannten „Rückgabedeal“ wird ein Teil des Kaufpreises als Schlussrate ans Ende der Laufzeit verschoben. Kunden können dann entscheiden, ob sie das Smartphone behalten und den Restbetrag bezahlen oder das Gerät zurückgeben.

So funktioniert der Telekom-Rückgabedeal

Das Prinzip erinnert ein wenig an Finanzierungsmodelle, die bereits vom Autokauf bekannt sind. Beim Abschluss wird für das Smartphone eine feste Schlussrate vereinbart. Dieser Betrag wird während der Laufzeit zunächst nicht abbezahlt. Dadurch fallen die monatlichen Raten niedriger aus.

Die Telekom nennt dazu ein Rechenbeispiel: Ein Smartphone mit einem Gesamtpreis von 1.179 Euro wird mit 99 Euro angezahlt. Beim klassischen Ratenkauf über 24 Monate wären anschließend monatlich 45 Euro zu zahlen. Beim Rückgabedeal werden dagegen 312 Euro als Schlussrate angesetzt. Die monatliche Rate reduziert sich dadurch auf 32 Euro.

BeispielKlassischer RatenkaufRückgabedeal
Smartphone-Preis1.179 €1.179 €
Anzahlung99 €99 €
Laufzeit24 Monate24 Monate
Monatliche Rate45 €32 €
Schlussrate312 €
Entscheidung am EndeGerät gehört dem KäuferRückgabe oder Schlussrate zahlen
Die niedrigere Monatsrate sollte daher nicht mit einem Preisnachlass verwechselt werden. Wer das Smartphone nach Ablauf der Finanzierung behalten möchte, muss die vereinbarte Schlussrate bezahlen. Laut Telekom entspricht der Gesamtpreis dann dem eines klassischen Ratenkaufs.

Wer ohnehin einen neuen Mobilfunktarif sucht, sollte deshalb nicht allein auf die Geräte- oder Monatsrate schauen. Entscheidend sind die Gesamtkosten aus Smartphone, Tarif und möglichen Einmalzahlungen. Einen Überblick über entsprechende Handyverträge der Telekom bietet der Netzbetreiber auf seiner Internetseite.

Rückgabe hängt vom Zustand des Smartphones ab

Interessant wird das Modell vor allem am Ende der Laufzeit. Befindet sich das Smartphone in einem von der Telekom akzeptierten gebrauchten Zustand, kann es zurückgegeben werden und die Schlussrate entfällt. Normale Gebrauchsspuren wie Kratzer oder Dellen sind dabei grundsätzlich zulässig. Display, Akku und das Gerät selbst müssen jedoch funktionsfähig sein; außerdem darf kein Flüssigkeitsschaden vorliegen.

Bei größeren Schäden wird es teurer. Sind beispielsweise Displayglas, Kamera oder Rückseite gebrochen oder weist das Display Funktionsstörungen auf, verlangt die Telekom 50 Prozent der vereinbarten Schlussrate. Bei einem stark beschädigten Gerät, einem Flüssigkeitsschaden, einem defekten Akku oder einem Smartphone, das sich nicht mehr einschalten lässt, ist eine Rückgabe im Rahmen des Modells nicht möglich. Dann wird die komplette Schlussrate fällig.

Damit liegt ein wesentlicher Unterschied zum normalen Ratenkauf auf der Hand: Wer von der Rückgabeoption Gebrauch machen möchte, sollte während der gesamten Laufzeit auf den Zustand des Gerätes achten.

Niedrigere Rate bedeutet nicht automatisch günstiger

Das neue Modell kann vor allem für Nutzer interessant sein, die regelmäßig auf ein neues Smartphone wechseln und ihr bisheriges Gerät anschließend ohnehin verkaufen würden. Wer dagegen Smartphones über viele Jahre nutzt, sollte genau nachrechnen, ob die klassische Finanzierung oder der direkte Kauf besser zur eigenen Nutzung passt.

Generell empfiehlt sich bei Finanzierungsangeboten ein Blick auf den tatsächlichen Gesamtpreis und die Vertragsbedingungen. Die Verbraucherzentrale warnt bei Finanzierungen davor, sich allein von niedrigen Monatsraten oder vermeintlich günstigen Konditionen leiten zu lassen. Weitere Hinweise bietet die Verbraucherzentrale zum Smartphone-Kauf und zu Finanzierungen.

Zurückgegebene Smartphones sollen weiterverkauft werden

Für die Telekom hat die Rückgabe noch einen weiteren Vorteil: Die Geräte gelangen wieder zum Anbieter. Nach Unternehmensangaben werden zurückgegebene Smartphones geprüft, aufbereitet und die darauf gespeicherten Daten nach internationalen Sicherheitsstandards gelöscht. Anschließend sollen die Geräte als gebrauchte Smartphones erneut verkauft werden.

Die Telekom verweist dabei auch auf den Nachhaltigkeitsaspekt. Nach ihren Angaben liegen rund 200 Millionen alte Handys und Smartphones ungenutzt in deutschen Haushalten. Eine längere Nutzung und Wiederaufbereitung kann dazu beitragen, den Bedarf an neuen Geräten und Rohstoffen zu reduzieren. Auch die Verbraucherzentrale bewertet die weitere Nutzung gebrauchter Elektronik aus Nachhaltigkeitssicht grundsätzlich positiv.

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