
Der bekannte E-Mail-Dienst GMX hat sowohl seinen Webauftritt überarbeitet als auch den Zugriff auf E-Mail-Postfächer technisch umgestellt. Das neue Design soll für einen modernen und harmonischen Auftritt sorgen, allerdings kann die Sicherheitsumstellung bei Nutzern zunächst für Probleme sorgen. Insbesondere User, die ihre Mails über ein externes Mail-Programm abrufen, sind betroffen.
Weshalb können manche Nutzer ihre Mails nicht mehr Abrufen?
Seit dem 24. September dieses Jahres ist der POP/IMAP-Zugriff bei GMX ohne zusätzliche Absicherung abgeschaltet. Nutzer, die ihre E-Mails über Programme wie Outlook, eM Client oder Thunderbird abrufen wollen, können aus diesem Grund mit plötzlichen Anmeldefehlern konfrontiert werden. Ebenso kann der Mailabruf über das Smartphone betroffen sein, wenn hierfür ein externes Programm genutzt wird. Besonders ärgerlich kann die Umstellung sein, wenn der GMX-User die entsprechende Benachrichtigung des Dienstes erst in seinem Postfach finden kann, auf das er gerade nicht mehr zugreifen kann. GMX versichert aber, dass die Nachrichten weiterhin vorhanden sind und keine E‑Mails verloren gehen.
Was müssen betroffene Nutzer jetzt tun?
Wer sein bisheriges Mail-Programm auch weiterhin verwenden will, muss den Zugriff neu absichern. Dafür ist ein separates Service-Passwort erforderlich:
- Bei GMX im Browser anmelden und ein Service-Passwort erstellen.
- In den Mail-Einstellungen unter „E-Mail empfangen“ den POP/IMAP-Zugriff wieder erlauben.
- Das neue Service-Passwort im externen Mail-Programm hinterlegen und dort das bisherige Kontopasswort ersetzen.
Die übrigen Server- und Porteinstellungen müssen nach Angaben von GMX nicht verändert werden. Wer kein Service-Passwort für ein externes Mail-Programm einrichten will, kann alternativ die GMX Mail-App verwenden, um E-Mails auch weiterhin auf dem Smartphone abzurufen.
Warum gab es diese technische Umstellung?
Hinter der Umstellung stehen höhere Sicherheitsanforderungen. Bislang hinterlegte Kontopasswörter in externen Programmen können ein Sicherheitsrisiko darstellen. Denn wenn das Passwort in die falschen Hände gerät, kann dadurch unter Umständen das gesamte GMX-Konto gefährdet sein. Ein Service-Passwort ist hingegen ausschließlich für den Zugriff über externe Programme vorgesehen. Das reguläre Hauptpasswort bleibt für die Anmeldung auf der GMX-Website und in der offiziellen App bestehen. Die zusätzliche Absicherung soll verhindern, dass ein kompromittiertes Mail-Programm unmittelbar den Zugang zum gesamten Konto eröffnet.
Was hat sich am GMX-Design verändert?
Neben der technischen Umstellung hat GMX am 1. Oktober 2026 einen neuen Markenauftritt eingeführt. Das Logo zeigt nun weiße Schrift auf blauem Hintergrund statt schwarzer Schrift auf weißem Grund. Auch das Design der Website wurde überarbeitet und soll moderner und dynamischer wirken.
„Wir wollen in Zukunft noch nahbarer, freundlicher und dynamischer werden. Das findet im Logo in den abgerundeten Ecken Ausdruck“, erklärt der verantwortliche Brand-Manager Amos Otto.
Welche Probleme können für Nutzer entstehen?
Die Kombination aus dem neuen Erscheinungsbild und der technischen Umstellung kann bei Nutzern zunächst für Verwirrung sorgen. Während die optischen Veränderungen vor allem die Orientierung auf der Webseite betreffen können, erfordert der neue Mailzugriff konkrete Schritte von den Betroffenen. Wer die Hinweise von GMX übersieht, riskiert, vorübergehend keine Nachrichten mehr über sein gewohntes Programm abrufen zu können. Vor allem User, die ihre Kontodaten nicht mehr kennen oder Schwierigkeiten mit den Einstellungen haben, könnten zusätzliche Zeit für die Wiederherstellung des Zugriffs benötigen.
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